RFID-Systeme

Volle Kontrolle

Sensorik und Prüftechnik mit Etiketten und Transpondern
Im Archiv des Zentrallagers eines weltweit führenden Kerntechnikunternehmens wurde ein Personenortungssystem installiert, das den Rettungskräften im Alarmfall eine schnelle und gezielte Rettung von Personen ermöglicht.
Die individuelle Kennzeichnung mit Barcode oder RFID gehört heute bei hochwertigen Industrieprodukten zum Standard. Die Systeme dienen der Sicherheit von Menschen und Prozessen, wie zwei
Beispiele zeigen.

Das erste Praxisbeispiel ist ein System für Personen-Echtzeit-Ortung und zeigt, welche Anwendungen durch den Einsatz von aktiver RFID-Technologie möglich sind: Im Archiv des Zentrallagers eines weltweit führenden Kerntechnikunternehmen sollte ein Personensicherheitssystem realisiert und eingeführt werden. Im Falle eines Feueralarms würde, um Verlust durch Feuer oder Löschwasser zu vermeiden, eine Flutung durch Stickstoff erfolgen. Um Personen in einem solchen Gefahrenfall zuverlässig und schnell retten zu können, wurde ein Personenortungssystem installiert, das den Rettungskräften im Alarmfall eine schnelle und gezielte Rettung von Personen ermöglicht. Das Lösungskonzept wurde auf Basis aktiv sendender Tags und vernetzter Sensoren entwickelt, das eine permanent aktualisierte Ortung der Personen im Archiv sicherstellt. Sämtliche Besucher und Mitarbeiter werden beim Betreten des Archivs registriert und erhalten einen Tag. Durch die integrierte 3D-Visualisierung ist jederzeit genau ersichtlich, in welchem Teilbereich sich Personen aufhalten. Im Falle eines Rettungseinsatzes können die Personen dann schnellstmöglich lokalisiert und gerettet werden.

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Aktive RFID-Systeme unterscheiden sich von passiven Tags durch Ihre autarke Energieversorgung. Sie ermöglicht nicht nur eine höhere und zuverlässigere Lesereichweite – typischerweise zwischen zehn und mehreren hundert Metern – sondern auch komplexere Messfunktionen, etwa Sensorik für verschiedene Messwerte, Signalverarbeitung, Auslesen von Schaltzuständen und die (zeitabhängige) Dokumentation von Zuständen auch außerhalb des Lesefelds. Die Tags arbeiten meist bei Frequenzen im Mikrowellenbereich (2,4 GHz, 5,8 GHz oder Ultra-wide-band); teilweise werden auch Frequenzen im UHF- und VHF-Bereich genutzt

Anwendungsbeispiel Montage-Prüftechnik

Bei passiven Transpondern handelt es sich um Systeme, die keine eigene Energieversorgung haben, sondern vom elektromagnetischen Feld des RFID-Lesegeräts gespeist werden. Sie können daher nur (Mess-)Werte liefern, solange sie sich im Lesebereich des Geräts befinden. Im Gegensatz zu aktiven Transpondern mit eigener Energieversorgung kosten sie wenig und sind haltbar.

Eine weitgehende Qualitätssicherungsmaßnahme durch ein RFID-Montage-Prüfsystem hat Dynamic Systems erfolgreich entwickelt und umgesetzt. Dabei werden speziell entwickelte Prüf-Transponder zur Identifikation und Prüfung manueller Montageprozesse eingesetzt. Die Prüfung erfolgt direkt bei Montage auf Boards mit bis zu 150 Aufnahmen, die jeweils mit einem Transponder versehen sind. Dieser sendet eine Antwort an das RFID-Lesegerät, die davon abhängt, ob ein an den Transponder angeschlossener Schalter gedrückt ist oder nicht. Durch eine entsprechende Anordnung des Schalters in der Aufnahme lässt sich überprüfen, ob ein Montageteil korrekt in die Aufnahme gesteckt ist. In einer automatischen Auslesestation werden alle Transponder ausgelesen und Montagefehler angezeigt. Da es sich um passive Transponder handelt, die ihre Energie über das Lesegerät beziehen, läuft das System ohne Batterien und damit wartungsfrei. Die Auslesung erfolgt mit einer RFID-Antenne, die über den umlaufenden Montage-Boards montiert ist. Die Transponder sind direkt auf den Aufnahmen montiert, ohne den Montageprozess zu beeinträchtigen. pb

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