Injekt-Kennzeichnungstechnik

Neue Skier im Minutentakt

Tintenstrahldrucker sorgt für eindeutige Kennzeichnung von Sportgeräten
Ski für Ski wird in einem Paternoster markiert. Unmittelbar nach der Zuführung fährt der Druckkopf am Ski entlang und kennzeichnet in der Vorwärtsbewegung den ersten, in der Rückwärtsbewegung den zweiten Ski.
Beim Hersteller Head verlässt durchschnittlich jede Minute ein paar Ski die Produktion. Um die Skier eindeutig zu kennzeichnen und die spätere Montage der Bindung zu vereinfachen, werden die Bretter mit Hilfe eines industriellen Tintenstrahldruckers von KBA-Metronic markiert.

Bereits drei Jahre vor der Gründung seines gleichnamigen Unternehmens 1950 entwickelte Howard Head den ersten laminierten Metall-Ski. Seitdem hat sich in der Weiterentwicklung der Materialien, Formen und Komponenten eine Menge getan. Für technikbegeisterte Skifahrer stehen Bezeichnungen wie intelligente Chip-Technologie oder Liquidmetal für beste Qualität, hohe Laufruhe, langen Schwung und kurzen Turn.

Head Sport produziert die Skier in Kennelbach im Bundesland Vorarlberg (Österreich). In der eigenen Entwicklungs- und Rennsportabteilung werden Sportgeräte von Head permanent getestet und weiterentwickelt. Die Skibindung wird nicht in der Produktion montiert, weil sich die Skier ohne Bindung besser transportieren lassen. Sie werden nicht zerkratzt, und der Käufer kann im Fachhandel selbst entscheiden, welche Skibindung für ihn die beste ist. Zur Visualisierung der optimalen Positionierung der Skibindung und damit zur Vereinfachung der späteren Bindungsmontage wird der Ski gekennzeichnet. Mit einer Neupositionierung weg vom Technologie-fokussierten Image hin zu einer Lifestyle-Marke kam die Anforderung für ein intelligentes und flexibel einsetzbares Kennzeichnungsgerät.

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„Wir wollen das ansprechende Design auf der Ober- und Unterseite unserer Skiserien nicht durch auffällige Markierungen beeinträchtigen“ so Alexander Baldauf, Process Engineer bei Head. „Da wir aber auf keinen Fall auf die Markierungen verzichten können, blieb uns nur die Skiseitenkante. Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Die Skiseitenkante spielt für das optische Erscheinungsbild eher eine untergeordnete Rolle, bietet aber ausreichend Platz für Informationen.“ Zur zuverlässigen Kennzeichnung der jährlichen Produktionsmenge von etwa 480.000 Ski-Paaren nutzt Head den industriellen Tintenstrahldrucker Alphajet C von KBA-Metronic. Baldauf: „Wir haben uns für den Alphajet C entschieden, weil er die notwendige Leistungsfähigkeit und Kompatibilität zu unseren vorhandenen Maschinen mitbringt. Der Drucker konnte ohne Probleme in unsere Software eingebunden werden und erhält seine Befehle und Druckdaten über unseren Zentralrechner. Das hervorragende Schriftbild hat uns endgültig überzeugt.“

Die Kennzeichnung geschieht im vorletzten Arbeitsgang, bevor die Skier abschließend gewachst, imprägniert und verpackt werden. Die Bretter werden über einen Paternoster in die mit Gittern abgesicherte automatische Bearbeitungsanlage befördert. Unmittelbar nach der Zuführung fährt der Druckkopf am Ski entlang und markiert in der Vorwärtsbewegung den ersten, in der Rückwärtsbewegung den zweiten Ski mit den identischen Daten, bestehend aus Seriennummer, Skilänge und der Markierung der Mitte des Skischuhs, dem sogenannten Bootcenter.

Mit 48 Pixeln kann der Inkjet sechs Zeilen schreiben. Zudem lässt sich das Schriftbild während des Druckes um 90 Grad drehen. Diese Möglichkeit nutzt Head für die Markierung der Skischuh-Mitte, die für Fahrspaß und Fahrsicherheit von großer Bedeutung ist. Berührungslos werden die Ziffern und Zeichen mit grauer, schnelltrocknender Tinte auf den Innenseiten der Ski aufgebracht und trocknen dort sofort vollständig ab. Die Markierung kann beim abschließenden Wachsen und Verpacken nicht mehr verwischt werden, der Präzisionsski wird keiner unnötigen Belastung ausgesetzt. Die graue Tinte wurde gewählt, weil die graue Farbe auf einer hellen Skikante dunkel lesbar und auf dunklem Untergrund als helle Schrift erkennbar ist. Für die Skidesigner eröffnet das wiederum eine große Bandbreite an kreativen, farbigen Möglichkeiten. Graue Schrift ist auf vielen Farben lesbar, ohne dass die Tinte bei einer Modell-/Designumstellung gewechselt werden muss. Das reduziert den Arbeitsaufwand und spart Zeit und Kosten. Mit der Seriennummer erhält das Skipaar seine eindeutige Zuordnung. Anhand dieser Nummer wird protokolliert, wer diesen Ski bestellt hat, wohin er geliefert wird, wann er produziert wurde und um welche Bauart es sich dabei handelt. Das erleichtert die Bearbeitung im Bedarfsfall und sichert langfristig die Qualität. ff

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