Adressscanner

Geschärfter Blick

Mehr Effizienz durch lesegenaue Scanner
Bis zu 150.000 Pakete rauschen täglich durch die Sortieranlage von DPD in Neufahrn. Die Anzahl der nicht lesbaren Adressen, die von Hand bearbeitet werden müssen, ist auf unter ein Prozent gesunken.
Paketzusteller versprechen innerhalb Deutschlands eine Regellaufzeit von 24 Stunden. Für Europa gibt ein Paketdienst eine Zustellungsdauer zwischen 24 und 96 Stunden an. Möglich wird dies auch durch die zunehmende Automatisierung von Logistikprozessen – und durch hochleistungsfähige Scanner.

Die DPD Dynamic Parcel Distribution zählt mit dem Transport von täglich mehr als zwei Millionen Paketen in einem nahtlosen internationalen Netzwerk zu den führenden internationalen Paket- und Expressdienstleistern. In rund 800 Depots in mehr als 40 Ländern sind etwa 24.000 Mitarbeiter und 18.000 Fahrzeuge im Einsatz, um 300.000 gewerbliche Kunden zu bedienen. Dabei bietet DPD den Kunden ein Komplettangebot rund um den Paketversand vom Standard- und Expresspaket über eine Vielzahl von Serviceleistungen bis hin zu individuellen Kundenlösungen. In Deutschland ist DPD Marktführer im B2B-Paketversand. Über bundesweit etwa 4.000 DPD Paket-Shops und den Online-Versand ist der Service auch kleinen und mittleren Versendern zugänglich. Für einen einfachen, schnellen und zuverlässigen Pakettransport sorgen täglich 7.500 Mitarbeiter in 75 Depots. Damit alles reibungslos läuft, muss auch das zugrundeliegende Logistikkonzept stimmen. Dazu zählen auch die im Unternehmen eingesetzten Sortieranlagen und Barcode-Lesestationen, die nach dem Paketeingang die weitere Verteilung entsprechend des Zielorts regeln. Wie effizient und wirtschaftlich diese Prozesse tatsächlich sind, hängt damit nicht zuletzt von der Zuverlässigkeit und Genauigkeit der Lesestationen ab, denn jedes Paket, das manuell für den weiteren Versand bearbeitet werden muss, kostet Zeit und damit Geld – vor allem bei einem Volumen von 150.000 Paketen am Tag.

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Anbieter überzeugte

Das deutsche DPD Depot in Neufahrn, an dem die automatische Zuweisung der Pakete an den Bestimmungsort erfolgt, setzt deshalb bereits von Beginn an auf die Lösungen eines Anbieters, der im Laufe der nunmehr sechzehnjährigen Zusammenarbeit mehrfach überzeugte. Nachdem anfänglich mit einer Toplösung zum Einlesen der Barcodes gestartet und diese nach einigen Jahren auf eine Dreiseiten-Lösung umgestellt worden war, wurde schließlich im Zuge von Modernisierungsarbeiten an den zwei vorhandenen Sortieranlagen entschieden, die Overheadtechnik auszutauschen. Im Zuge des Auswahlverfahrens stellte die Accu-Sort/Europe als einziger Anbieter eine Testanlage zur Verfügung, die parallel zum alten System betrieben wurde. „Bereits die ersten Tests haben gezeigt, dass sich die Investition in die neue Anlage für uns rentiert. So haben wir dann auf Axiom-X in der neusten Generation umgestellt und gleich die Testanlage stehen lassen“, berichtet Guido Lodde, Leiter Technik bei der DPD Systemlogistik. Die omnidirektionalen Scanner mit Laser-Barcodeleser ermöglichen ein Hochgeschwindigkeitsscannen mit bis zu 1.120 Scans pro Sekunde. Da parallel zu dem System mit sechs Leseköpfen pro Sortieranlage auch die alten Scanner im Einsatz geblieben sind, verfügt der Standort DPD Neufahrn heute über ein Redundanzsystem mit mehreren Scanköpfen, die sich gegenseitig spiegeln. „Auch das alte System funktioniert noch so gut, dass es so weiterlaufen kann. Dadurch sind wir für den Fall, dass eins der Systeme einmal ausfällt, abgesichert“, so Lodde. Überzeugt hat bei der Auswahl zudem die gute Supportfähigkeit der Anlage. So können die Servicetechniker des Depots diese selbständig überwachen und warten. Auch ohne technisches Wissen lässt sich ein defekter Lesekopf austauschen, und die Konfigurationsarten werden ganz einfach auf Knopfdruck übernommen.

Verbesserte Leserate

Mit Einsatz der neuen Lösung hat sich die Rate der nichtl esbaren Pakete reduziert. Lag diese früher noch bei 1,5 Prozent, beträgt sie heute knapp unter ein Prozent – eine deutliche Arbeitserleichterung bei 150.000 Paketen am Tag, denn Pakete, deren Zielorte von den Scannern nicht erfasst werden können, müssen manuell bearbeitet werden. Laut Guido Lodde führen die verbesserte Leserate und der Wegfall von Ausfallzeiten durch das Redundanzsystem sowie die Tatsache, dass für die Anlage kein Wartungsvertrag mehr benötigt wird, zu einem verbesserten Return on Investment (ROI) von ungefähr fünf Jahren. Da die Teststationen alle Vorkriterien erfüllt hatten und für den Normalbetrieb übernommen wurden, war die Inbetriebnahmephase mit einer Woche für beide Scannstationen entsprechend kurz. Während der Inbetriebnahme wurden die Anwender in die Bedienung eingewiesen: „Obwohl die Technologie, die sich in den Anlagen verbirgt, sehr komplex ist, sind sie äußerlich sehr kompakt, so dass jeder ohne Schwierigkeiten Teile austauschen kann. Umfangreiche Einweisungen, wie sie bei alten Scannstationen üblich waren, braucht der Anwender nicht. Auch dies ist eine deutliche Verbesserung im Arbeitsalltag“, berichtet der Leiter Technik.

Holger Prohl/bw

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