Automatiserung

handling award: Gewinner der Kategorie 3

Man muss die Feste feiern, wie sie fallen – vor allem wenn der handling award verliehen wird. In insgesamt vier Kategorien wurden Gewinner prämiert, in der Kategorie 3 "Automatisierung" gingen die Preise an einen Sicherheits-Laserscanner, einen smarten Lichtvorhang und eine Plattform für die virtuelle Inbetriebnahme von elektrischen Antriebssträngen.

Die Gewinner der Kategorie 3 „Automatisierung“ © WBM

Durchblick bei jedem Wetter
Den ersten Platz in der Kategorie 3 sicherte sich Sick mit seinem outdoorScan3. Der Sicherheits-Laserscanner ist nach IEC62998 zertifiziert und für die sichere Zusammenarbeit von Mensch und Maschine und für den Einsatz innerhalb und außerhalb von Gebäuden konzipiert.

Der outdoorScan3 ist für die sichere Zusammenarbeit von Mensch und Maschine und für den Einsatz innerhalb und außerhalb von Gebäuden konzipiert. © Sick

Er ermöglicht beispielsweise Fahrerlosen ­Transportsystemen, sicher durch außenliegende Industrieumgebun­gen zu navigieren. Aufgrund der Scantechnologie outdoor-SafeHDDM arbeitet er bei Wettereinflüssen sicher und zuverlässig. So arbeitet der Laserscanner bei einer Sonneneinstrahlung mit einer Beleuchtungsstärke bis zu 40.000 Lux fehlerfrei. Zudem erkennt der intelligente Software-Algorithmus Regen und Schnee und filtert diese Umwelteinflüsse problemlos aus – Regen beispielsweise bis zu einer Niederschlagsstärke von zehn Millimeter pro Stunde. Selbst bei Nebel bis zu einer meteorologischen Sichtweite von 50 Meter detektiert der outdoorScan3 aufgrund einer speziellen Nebelfunktion alle Hindernisse.

handling-Chefredakteur Daniel Schilling gratuliert Sebastian Oster und Jan Schiffer von Sick © WBM

Die patentierte safeHDDM-Scantechnologie von Sick ist ein innovatives Messprinzip. Sie arbeitet mit 88.000 Laserimpulsen - konventionelle Scanner verwenden zirka 500 Impulse - und ermöglicht dadurch hochpräzise Messdaten und eine hohe Informationstiefe, die erst intelligente Filterung der Messdaten und komplexe Algorithmen ermöglicht. Außerdem hat der Laserscanner vier Meter Schutzfeldreichweite und einen Scanwinkel von 275 Grad.

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Mit dem Sicherheits-Laserscanner wird auch der Einsatz von fahrerlosen Transportsystemen sicherer: Sie sichern die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine ab und garantieren Personenschutz. Mit dem outdoorScan3 können fahrerlose Transportsysteme in Zukunft auch Aufgaben im Außenbereich übernehmen – ganz ohne räumliche Abtrennung oder deutlich verlangsamte Geschwindigkeit.

Bei Smart Process Gating (SPG) handelt es sich um ein neues Verfahren von Leuze electronic, basierend auf seinen Sicherheits-Lichtvorhängen MLC, womit Zugangssicherungen an Förderstrecken günstiger, einfacher und sicherer werden. © Leuze

Smarter Vorhang
Der Sicherheits-Lichtvorhang MLC 530 SPG ist Teil des von Leuze electronic entwickelten Smart-Process-Gating-Verfahren (SPG) und wurde mit dem zweiten Platz prämiert. DAs SPG macht Zugangssicherungen an Förderstrecken günstiger, einfacher und sicherer. Auf Basis der Sicherheits-Lichtvorhänge MLC können Fördersysteme kompakter und somit platzsparender ausgeführt werden.

Daniel Schilling, Martina Schili und Jörg Packeiser von Leuze und Achim Gauß. © WBM

Im Betrieb zeichnet sich das SPG durch hohe Zuverlässigkeit und ein reduziertes Manipulationsrisiko aus. Das SPG garantiert somit eine hohe Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit von Sicherheitseinrichtung und Gesamtanlage. Beim SPG kommt das erste Muting-Signal von der Prozess-Steuerung (SPS), während das Zweite durch das Schutzfeld selbst erzeugt wird. Das SPG setzt daher eine detaillierte Prozesskenntnis voraus, damit die nötigen SPS-Steuersignale exakt im erwarteten Zeitfenster zur Verfügung gestellt werden. Anwendungsorientierte Betriebsarten unterstützen den Einsatz in der Intralogistik und der Automobilindustrie. So kann für höhere Transportgeschwindigkeiten das Gating aktiv durch das Steuersignal beendet werden.

Mithilfe der Plattform für die virtuelle Inbetriebnahme, kann ein Systemintegrator virtuelle Antriebe für eine Offline-Simulation einrichten. © ABB

Virtuelle Inbetriebnahme für den elektrischen Antriebsstrang
Mit dem dritten Platz zeichnete die Jury ABB Ability aus, eine Plattform zur virtuellen Inbetriebnahme für den elektrischen Antriebsstrang. Durch virtuelles Engineering und Inbetriebnahme können Maschinenbauer und Sys­temintegratoren industrielle Automatisierungssysteme entwickeln und simulieren. Mit Hilfe der Plattform kann ein Systemintegrator virtuelle Antriebe für eine Offline-Simulation einrichten. Tests an echten Produktionslinien können dadurch deutlich reduziert werden.

Juror Achim Gauß war der Laudator für die Kategorie 3 „Automatisierung". Im Hintergrund: Daniel Schilling, Beate Höger-Spiegel und Armin Wallnöfer von ABB. © WBM

Da der virtuelle Antrieb die gleiche Konfiguration wie die echten Antriebe hat, spart die Software Zeit und Geld und vermindert das Risiko von Fehlplanungen beim Engineering und der Inbetriebnahme der Automatisierungssysteme. Systemintegratoren können einzelne Aspekte ihrer Systeme überprüfen, wie die Steuerungslogik und die Reaktion auf Störungen wie zum Beispiel defekte Sensoren, Wiederherstellungsszenarien und das zeitliche Verhalten. Durch die virtuelle Prüfung und Simulation im Frühstadium eines Projektes können dank verkürzter Engineering-Dauer und geringerem Risiko bei der Inbetriebnahme der Hardware 25 Prozent Kosten eingespart werden. as

Sieger und Produkte der Kategorie 3 stellen wir auch in unserer Bildergalerie vor.

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