Flexibles Etikettieren von Rollen

Der fixe Rollenbekleber

Der Hersteller von Bodenbelägen Tarkett setzt für das Etikettieren von PVC-Bodenbelägen Applikatoren von Zetes ein. Die kundenindividuelle Lösung stellt sich automatisch auf unterschiedliche Produkt-Abmessungen ein und testet die Barcodes mit einem integrierten Scanner.

Mit dieser Etikettierlösung wird die Identifizierung von PVC-Bodenbelägen sichergestellt. Es erfolgt sofort die Überprüfung der Barcodes auf Lesbarkeit, und der Handel kann die Ware leicht nachbestellen. (Foto: Zetes)

Holz, Fliesen, Chips und All-Over: Die Auswahl an Mustern und Motiven für die elastischen PVC-Bodenbeläge der Firma Tarkett ist riesig. Produziert werden die Beläge unter anderem im Werk Konz in der Nähe von Trier. Hier entstehen im 30-Sekunden-Takt die großen Rollen, die je nach Artikel zwei bis vier Meter breit sind und einen Durchmesser von 13 bis 40 Zentimeter haben. Die beschichteten PVC-Bahnen werden zuvor auf unterschiedlich lange Hülsen gewickelt. Als Verpackung dient eine Schutzfolie, die mit zwei Kunststoff-Stopfen an den Hülsenenden fixiert wird. Anschließend werden die Rollen automatisch mit drei Etiketten versehen, auf denen die Artikel- und Bestelldaten sichtbar sind. Für das Aufbringen der Etiketten setzt Tarkett auf zwei speziell von Zetes entwickelte Applikatoren. Sie sind direkt über der Rollen-Ausgabe auf einer Schiene montiert, auf der sie sich horizontal und vertikal bewegen können. Der horizontale Abstand der beiden Applikatoren bleibt immer gleich.

Anzeige

Etikett mit allen Produktinfos

Ein großes Label mit den Maßen 104 mal 135 Millimeter wird von einer der Maschinen von oben auf die gewickelte Rolle geklebt und mit einer kleinen Walze auf der gewölbten Oberfläche fixiert. Dieses Etikett enthält alle Produktinformationen und Logos. Die Druckdaten für das Etikett bekommt der Applikator direkt aus dem MES-System Hydra von Tarkett zusammen mit den Abmessungen der Rolle. Daraus leitet sich zugleich die Position des Applikators für das Aufbringen des Labels ab, die über eine SPS-Steuerung an die Fördertechnik übertragen wird. Die beiden kleineren Etiketten mit den Abmessungen 104 mal 18 Millimeter und 104 mal 27 Millimeter müssen exakt auf der rund zehn Zentimeter breiten Kunststoffkrempe des Stopfens positioniert werden. Diese dienen der schnellen Identifizierung der Rollen im Lager und während des Versands.

Zweigeteilte Applikatorenplatte

Auch der zweite Applikator bekommt Druckdaten und Rollenmaße direkt aus dem MES-System und ist SPS-gesteuert. In diesem Fall variieren jedoch nicht nur die Abmessungen der Rollen, sondern auch der Umfang der Stopfen beziehungsweise Krempen. Zetes löste dieses Problem mit einer zweigeteilten Applikatorenplatte. Der Abstand der beiden Teile kann stufenlos verstellt werden und stellt sich damit exakt auf den jeweiligen Stopfen ein. Dies geschieht sofort, nachdem der Etikettenspender die beiden Labels auf den Applikatorenplatten bereitgestellt hat. Die korrekte Höhe des Applikators wird mit einem optischen Sensor ermittelt. Eine weitere Besonderheit des zweiten Applikators ist der daran gekoppelte Scanner. Damit wird jedes aufgeklebte Etikett gleich auf die Lesbarkeit geprüft. Zudem werden die so erfassten Daten als Fertigungsbeleg an das MES-System übertragen. Der gesamte Etikettiervorgang dauert nicht länger als 15 Sekunden, so dass ein genügend großer Zeitpuffer für die nächste Bodenbelagsrolle besteht.

Automatische Positionierung der Etiketten

Die Applikatoren-Lösung von Zetes läuft seit einem Jahr fehlerfrei. Alle zwölf Monate steht eine vorsorgliche Wartung auf dem Programm, bei der ein Zetes-Techniker Verschleiß und Funktion der Anlage prüft. In der Zwischenzeit müssen lediglich die Etikettenspender aufgefüllt werden. Auf jeder Rolle befinden sich 3.000 Labels; dieser Vorrat reicht bei Tarkett für rund vier Tage. Die exakte und automatische Positionierung der Etiketten auf den unterschiedlich großen Rollen war jedoch die größte technische Herausforderung des Projektes, das Zetes binnen acht Wochen abschließen konnte.    pb

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Materialflusssystem

Eintafeln, austafeln Automationslösung für Laminat-Herstellung. Für eine Mehretagen-Laminatpresse eines namhaften Herstellers lieferte Getecha die gesamte Materialfluss-Peripherie.

mehr...

Linearführung DuoLine Z 80 Protect

Speziell geschützt

Lineareinheiten für Handlingsysteme in der Laminatfertigung. Melaminstaub ist ein großes Problem bei der Produktion von Laminatboden – er macht Führungen stumpf und legt sie lahm. Bei den Meister-Werken Schulte sind besonders geschützte...

mehr...
Anzeige

Offene Steuerungstechnik für die Intralogistik

Als Spezialist für PC-based Control zeigt Beckhoff auf der LogiMat, wie Logistikanwender mit einer offen konzipierten Automationsplattform noch flexibler auf Markttrends reagieren und Logistikabläufe optimieren können. Mit den modularen und skalierbaren Automatisierungs- und Antriebstechnikkomponenten lassen sich auch komplexeste Intralogistikszenarien umsetzen.

mehr...
Anzeige
Anzeige

Highlight der Woche

IFOY Nominee - TORWEGGE auf der Intec in Leipzig
Ein guter Start ins Jahr für den Intralogistik-Spezialisten. Das Unternehmen TORWEGGE wurde mit dem FTS Manipula-TORsten für den IFOY Award nominiert. Das Basisfahrzeug TORsten wird auf der Intec in Leipzig zu sehen sein. Außerdem wird ein Querschnitt des Komponenten-Portfolios in Halle 3 an Stand F34 präsentiert.

Zum Highlight der Woche...
Anzeige

Highlight der Woche

Ergonomische Packarbeitsplätze von Treston bieten maßgeschneiderte und effiziente Lösungen für den Einsatz in Versand und Logistik. Wir stellen aus: Besuchen Sie uns auf der LogiMAT in Stuttgart vom 19. – 21. Februar 2019, Halle 5, Stand F41.

Zum Highlight der Woche...
Anzeige

Prüfung von KFZ-Bedienelementen

Es geht rund

Bei der Konstruktion von Sondermaschinen für die Prüfung von Bedienelementen im Fahrzeug setzt Schuhriemen Maschinenbau auf Kraft- und Drehmomentsensoren von Kistler. Die piezoelektrischen Komponenten bewähren sich bei der automatisierten...

mehr...