Lebensmittelkennzeichnung

Olive & Co ohne Labelstress

Briten greifen zunehmend zu mediterraner Kost wie Oliven oder eingelegtem Gemüse. Die wachsende Nachfrage verlangte auch eine Aktualisierung der Kennzeichnung beim Lebensmittelverarbeiter Alatoni. Der griff auf eine Kennzeichnungslösung von Datamax zurück.

Druckmodul der A-Klasse von Datamax-O’Neil: Das Gehäuse musste nochmals verkleinert werden. (Foto: Datamax O’Neil)

Lebensmittel aus dem Mittelmeerraum erfreuen sich seit vielen Jahren in zahlreichen Ländern immer größerer Beliebtheit. Auch in Großbritannien sind Antipasti und andere südeuropäische Spezialitäten aus den Regalen der Supermärkte nicht mehr wegzudenken. Ob gebratenes, in Öl eingelegtes Gemüse wie Auberginen, Zucchini und Paprika, marinierte Meeresfrüchte, pikante Peperoni oder grüne und schwarze Oliven – das Angebot wird stetig größer und abwechslungsreicher. Ein britischer Hersteller und Lieferant, der sich auf die Produktion von mediterranen Speisen spezialisiert hat, ist die Alatoni Ltd. Das 1995 gegründete Unternehmen aus Bicester ist landesweit für seine marinierten Oliven und andere Lebensmittelspezialitäten aus der gesamten Mittelmeerregion bekannt. In der speziell errichteten Produktionsstätte werden Produkte wie Tomaten, Pilze, Feta-Käse und insbesondere Oliven nach höchsten technischen Standards mariniert und verpackt. So entwickelte sich Alatoni zu einem wichtigen Lieferanten für die größten Supermärkte in Großbritannien. Aufgrund des wachsenden Marktes für mediterrane Spezialitäten erhöhte Alatoni seine Produktion in den vergangenen Jahren kontinuierlich. Dabei lag der Fokus des Unternehmens nicht nur auf der Entwicklung neuer Produkte, sondern mit steigender Nachfrage und größeren Liefermengen zunehmend auch auf schnellen und fehlerfreien Verpackungs- und Lieferprozessen. Denn um sowohl Supermärkte als auch Feinkosthändler zeitnah und mit korrekter Ware zu beliefern, musste nicht nur die Produktionsmenge erhöht werden. Auch das Verpacken der Bestellungen und das schnelle und fehlerfreie Etikettieren der Versandkartons gewannen erheblich an Bedeutung.

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Unnötige Personal- und Materialkosten
Eine Analyse der bisherigen Prozesse zeigte, dass gerade in diesen Bereichen große Optimierungspotenziale existierten. Es stellte sich beispielsweise heraus, dass es immer wieder zu fehlerhafter Kennzeichnung kam, weil die Versandetiketten bereits für mehrere Produktionstage im Voraus erstellt wurden. Oft wurden diese auf falsche Kartons aufgebracht, so dass es zu unnötiger und kostenintensiver Materialverschwendung sowie vermeidbaren Zeitverzögerungen kam. Darüberhinaus mussten immer wieder Arbeitskräfte aus wichtigen Unternehmensbereichen wie der Produktion oder der Produktentwicklung abgezogen werden, um ausreichende Ressourcen für die Herstellung der in den folgenden Tagen benötigten Etiketten zur Verfügung zu stellen. „Diese Prozesse waren äußerst ineffizient. Aufgrund der vielen Überstunden unserer Mitarbeiter und der großen Materialverschwendung entstanden Kosten, die hätten vermieden werden können. Durch die verzögerte Auslieferung der Produkte war zudem die Kundenzufriedenheit dauerhaft gefährdet, was im schlimmsten Fall zu entsprechenden Umsatzeinbußen führen konnte“, fasst Roy Buchanan, Factory Manager bei Alatoni, die Auswirkungen zusammen. Um die Schwachstellen zu beseitigen und die Prozesse effizienter zu gestalten, entschied das Unternehmen, zwei Verpackungslinien mit Etikettiermaschinen auszustatten. Dabei stellten die Verantwortlichen konkrete Anforderungen an die Lösung: Sie sollte einerseits der Vorabproduktion der Etiketten ein Ende setzen, um die durch Überstunden entstehenden Personalkosten zu vermeiden. Andererseits sollte die Materialverschwendung minimiert werden. Außerdem galt es, die Kennzeichnungsprozesse erheblich zu beschleunigen, um die Waren schneller an die Kunden ausliefern zu können. Da der Raum, in dem beide Maschinen installiert werden sollten, nur wenig Platz bot, kam zudem nur eine kompakte Lösung mit geringen Abmessungen infrage.

Eingebaut wurde der Druckkopf in die Etikettierlinie P110 von Codeology. (Foto: Datamax O’Neil)

Etikettiersystem mit integriertem Druckmodul
Die Entscheidung fiel auf das P100-Etikettiersystem des britischen Herstellers Codeology mit einem integrierten A-Class-Druckmodul von Datamax-O’Neil. Die Lösung überzeugte die Verantwortlichen durch Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit. Zudem konnte das System verglichen mit anderen Geräten aufgrund seiner kompakten Größe punkten. Mit einer Breite von nur 875 Millimetern inklusive eines integrierten Förderbandes ragt es nicht einmal einen Meter in den schmalen Raum hinein. Um tatsächlich zwei Geräte auf der vorhandenen Fläche installieren zu können, musste Codeology dennoch eine nochmals kleinere Version des P100-Etikettiersystems konstruieren. „So ist gewährleistet, dass wir den vorhandenen Raum optimal nutzen und es trotz der beengten Platzverhältnisse nicht zu Behinderungen kommt“, erläutert Roy Buchanan die Entscheidung.

Die Standardversion des P100-Etikettiersystems lieferte Codeology innerhalb einer Woche. Auch die Konstruktion, Produktion und Installation der kleineren Variante war nach nur vier Wochen abgeschlossen. In beide Systeme wurde das A-Class-Druckmodul von Datamax-O’Neil eingebaut, das speziell für die Integration in Etikettieranlagen konzipiert wurde und aufgrund eines schnellen Durchsatzes des Druckmaterials die Herstellung großer Etikettenmengen unterstützt. Das Gerät verfügt zudem über ein Edelstahlgehäuse, mit dem es auch unter rauen Umgebungsbedingungen einsetzbar ist. Die A-Class-Produktfamilie ist dank modularer Bauweise einfach zu warten. Mittels einer LAN-Verbindung sowie Parallel-, Seriell- und USB-Schnittstellen ist zudem eine Datenübertragung und Integration in vorhandene IT-Systeme auf mehreren Wegen zu realisieren.

Etikettendruck nach Bedarf
Durch die Installation der P100-Etikettiersysteme mit den A-Class-Druckmodulen konnte Alatoni die Schwachstellen innerhalb seiner Prozesse beseitigen. Gerade im Bereich der Kennzeichnung kam es zu erheblichen Verbesserungen. Die Anzahl falsch aufgebrachter Etiketten und die damit verbundene Materialverschwendung konnten minimiert werden. Die Etiketten werden nun nicht mehr für mehrere Tage im Voraus gedruckt, sondern mit Hilfe des A-Class-Druckmoduls erst nach Bedarf produziert, wenn der entsprechende Karton das System durchläuft. Das Aufbringen des Etiketts erfolgt demnach unmittelbar nach dessen Druck. Auf diese Weise schafft es Alatoni, täglich zwischen 5.000 und 7.000 Versandkartons zu kennzeichnen. Reduzierte Kosten und eine merkliche Steigerung der Produktivität sind die Folge.    bw

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