Mobilfunk-Internetanbindung

Mobilfunk für Industrie 4.0

Umsetzung von IoT binnen kurzer Zeit. Für die Realisierung vollständiger IoT-Lösungen ist neben geeigneter Hardware eine zuverlässige globale Connectivity Voraussetzung. Diesem Trend folgend hat Schildknecht als Hersteller von Funk-Gateways das Geschäftsmodell entsprechend erweitert und erste Projekte umgesetzt.

Wenn ein kabelgebundener Internetzugang oder eine WLAN-Verbindung nicht möglich sind, hilft möglicherweise eine Mobilfunkverbindung. (Abb. Schildknecht)

Wo immer auch Maschinen und Geräte, die in das IoT eingebunden werden sollen, zum Einsatz kommen: Es ist üblicherweise ein kabelgebundener Internetzugang oder WLAN technisch nicht verfügbar oder organisatorisch nicht erlaubt. Deshalb setzt Schildknecht als hauptsächlichen Kommunikationskanal auf Mobilfunktechnik mit heute annähernd sieben Milliarden Anschlüssen weltweit. Technologischer Schwerpunkt der IoT-Lösungen ist die im Gateway Dataeagle 7000 eingesetzte Grundplatine mit allen notwendigen Komponenten, die in verschiedenen OEM-Versionen zur Verfügung steht. Alle Platinen enthalten als Kern eine integrierte, global einsatzfähige SIM-Karte, über die sich das Gerät in mehr als 130 Ländern bei etwa 400 Mobilfunk-Providern automatisch in das vor Ort jeweils stärkste Mobilfunknetz einwählen und eine Verbindung mit einem Cloud-Portal als Ziel der Datenübertragung aufbauen kann. Hier stehen die Daten legimitierten Nutzergruppen zur Auswertung, Darstellung und Weiterverwendung – auch auf mobilen Geräten – zur Verfügung.

Betrieblicher Schwerpunkt der IoT-Lösungen ist das Dienstleistungsangebot von Schildknecht, das die komplette Funktionalitäts- und Leistungskette von der anfänglichen Beratung über Geräteparametrierung, Sensorankopplung bis zur Visualisierung und Verarbeitung der übertragenen Daten in einem Cloud-basierten Portal (Portal Hosting) umfasst. Der Anwender erhält einen eigenen Portal-Zugang, über den er „seine“ Daten analysieren und auf „seine“ Geräte zugreifen kann. Die Dienstleistung beinhaltet auch Unterstützung bei System-Security und -Verfügbarkeit oder Unterstützung bei der Datenauswertung sowie beim Management der SIM-Karte. Die Entwicklung einer IoT-Lösung läuft wie folgt ab:

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Bei der Konzeptfindung formulieren Kunden oder Partnerunternehmen eine Geschäftsidee und die damit verbundene Rolle des geplanten IoT-Produktes. Sodann folgt ein Workshop, in dessen Verlauf der fachliche Hintergrund und geschäftliche Erwartungen definiert werden. In einem Proof of Concept – PoC – wird die erarbeitete Lösung unter Verwendung der passenden OEM-Hardware und Erstellung einer angepassten Software (Script) in einen Produkt-Prototyp schließlich integriert. Abschluss ist die Entwicklung zur Marktreife mit endgültigem Design von Gehäuse, Antenne und Dashboard mit nachfolgendem Produktionsstart.

Während der Konzeptfindung wird bereits das Script für die Ankopplung an die interne Kundenelektronik umgesetzt. Das Hosting des Datenportals hat der Hersteller der Verteilerboxen selbst übernommen; es läuft nun in einem großen asiatischen Rechenzentrum. Nach nur zwei Monaten konnte die Serienfertigung der jetzt IoT-fähigen Verteilerboxen eingeleitet werden. bw

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