Steckverbinder

In Zukunft wird gesteckt

Aktuelle Trends in der Steckverbindertechnik. Lösbare Verbindungen bei Kabeln sind für aktuelle Produktionsprozesse unabdingbar. Dabei müssen die Steckverbinder einige Voraussetzungen erfüllen.

Modulares Steckverbindersystem Combitac: individuelle Kombination von Leistungs- und Steuerkontakten, Hochspannungsmodulen, pneumatischen und hydraulischen Kontakten Thermoelementen, Koaxialkontakten sowie weiteren Modulen. (Foto: Multi Contact)

Im Automobilbau wird auf ein und derselben Fertigungslinie das „alte“ Modell gebaut und gleichzeitig schon die neue Modellreihe, die es in ein paar Jahren ganz ablösen wird. Die Umbau- und Rüstvorgänge erfolgen oft schon vollkommen automatisch. Man muss sich eine Fertigungslinie als eine Verkettung vieler Einzelmodule vorstellen. Jedes Modul muss mit Energie versorgt werden und kommuniziert mit der Fertigungssteuerung. Außerdem kommunizieren die Module untereinander. Damit sich die Module bei einem Umbau flexibel tauschen lassen, müssen die Verbindungen lösbar sein. Steckverbinder sind die beste Alternative zum Festanschluss und verkürzen die Rüstzeiten.

Der Übertragungsstandard Gigabit- Ethernet setzt sich bei der Erfassung der Bilddaten durch. Gegenwärtig reden wir noch von der Übertragungsrate ein Gbit pro Sekunde, angepeilt sind zehn Gbit pro Sekunde. Gigabit-Ethernet war für die Fertigungsleute bislang ein „Fremdwort“. Jetzt sind Verkabelungssysteme und Steckverbinder gefragt, die auch in der rauen Fabrikumgebung störungsfreien Betrieb garantieren. Die Roboter holen sich je nach Montageaufgabe ihre Werkzeuge von einer Docking-Station. Steckverbinder in schwimmender Bauform sind hier vonnöten, damit sich Stecker und Buchse automatisch finden. Beim Wechsel geht es bisweilen auch mal ruppig zu. Die Steckverbinder müssen das aushalten und dürfen auch nach Tausenden von Wechseln nicht an elektrischen Eigenschaften nachlassen.

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Computer-Intelligenz wandert mehr und mehr aus den Schaltschränken an die Peripherie. Der Roboterarm trägt heute nicht nur das Werkzeug sondern auch die erforderlichen Messsysteme. Die bewegten Massen klein zu halten ist ständiges Ziel der Automatisierer. Auch das fördert den nächsten Trend bei den Steckverbindern: Sie werden immer kleiner. Müller, Product Manager beim Steckverbinderhersteller Multi-Contact, kommentiert: „In der Vergangenheit konnte eine üppige Material- und Dimensionsreserve eingerechnet werden. Das kann sich heute kein Betrieb mehr leisten.“

„Empfindliche“ Datensignale sind heute an Orte zu übertragen, wo es bis vor kurzem nur um Hunderte von Ampere ging. Dieser Trend betrifft Baumaschinen aller Art, die Landwirtschaft, die Logistik und beispielsweise auch die Marine. Es werden Steckverbinder für Datensignale verlangt, die auch in rauer Umgebung zuverlässig arbeiten. Das betrifft einerseits die Umwelteinflüsse wie Feuchte, wechselnde Temperaturen, Vibration, Schock oder extrem raue Bedingungen – etwa in der Nukleartechnik – und auf der anderen Seite den Stress durch elektromagnetische Einflüsse. Mit zunehmender Miniaturisierung stellt sich die Frage der Konfektionierbarkeit. Bei der Montage vor Ort werden Steckverbinder oft von Hilfskräften montiert. Daher ist es wichtig, dass gewährleistet ist, dass auch Leute ohne Fachausbildung Kabel konfektionieren können, ohne dass die elektrische Qualität leidet. Die gute alte Crimpzange aus dem Werkzeughandel könnte bald ausgedient haben. Wer heute einen Steckverbinder liefert, muss sich schon früh Gedanken um die Montagefreundlichkeit machen und die entsprechenden Werkzeuge für Konfektionierung und Endmontage bereitstellen. bw

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