Qualitätsprüfung

Vorteil Bildverarbeitung

Wägetechnik oder Bildverarbeitung? Mit welchem Verfahren lassen sich 2K-Spritzgussteile besser „inline“ beurteilen? Die Ingenieure bei Weiss haben beide Prüfmethoden unter Praxisbedingungen getestet.

Qualitätsprüfung durch Visionsysteme

Beide Verfahren liefern aussagekräftige Ergebnisse, die Bildverarbeitung ist jedoch unabhängiger von den Umgebungsbedingungen und stellt zusätzliche Daten für die Optimierung der Prozess- und Produktqualität bereit. Parameter, die bei der Bewertung herangezogen wurden, waren Prozesssicherheit, Zuverlässigkeit, Integrierbarkeit in den Prozess, Aufwand für die Bedienung sowie Investitions- und Betriebskosten.

Beispielsweise gehört zum Prüfumfang der Füllgrad: Wenn die Form nicht vollständig mit einem der beiden verflüssigten Kunststoffe gefüllt wurde, ist das Spritzgussteil nicht brauchbar. Und wenn etwa Polyamide verarbeitet werden, ist deren thermisch-oxidativer Abbau im Spritzgießprozess zu berücksichtigen. Beim Wiegen bedarf es einiger Feinarbeit, um qualitätsrelevante Messergebnisse zu erhalten. Beeinflussungen erfolgen beispielsweise durch Zugluft und Umgebungsschwingungen, außerdem kann das Gewicht des Ausgangsmaterials leicht variieren.

Bildverarbeitung zeigt sich hier als das praxisgerechtere Verfahren; nicht zuletzt, weil es unabhängiger von den Umgebungsbedingungen ist. Hier müssen nur die Lichtverhältnisse stimmen. Je nach Geometrie des Bauteils wurden zwei verschiedene Messprinzipien – Auflicht- und Durchlichtprüfung – getestet. Da die Kamera ihre Position nachführen kann, gleicht sie kleinere Ungenauigkeiten in der Teilezuführung aus – und das Ergebnis ist aussagekräftig. pb

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