Industrie-4.0-Messplatz

Zelle meldet sich selbst

Messzelle für die taktile Oberflächen- und Konturmessung. Mahr und SIM Automation zeigen, wie Qualitätssicherung automatisiert und zugleich prozesssicherer umgesetzt werden kann.

Mit der Messzelle auf dem Weg zu Industrie 4.0: eine Kooperation zwischen Mahr, SIM Automation und Denso. (Foto: SIM)

In Fertigungsbetrieben Qualität und Prozesskosten optimieren – die Vision der Industrie 4.0 setzt auf flexible, automatisierte und vernetzte Maschinen in der Fertigung. Mahr und SIM Automation haben diese Herausforderungen gemeinsam aufgegriffen und stellen eine Messzelle vor für flexibles und vernetztes Messen mit Konturmessung, automatischer Teilebeschriftung und Roboterhandling. Beim konkreten Einsatzfall geht es um die Messung von Schwenkkolben für medizinische Zwecke per Beladung durch einen Roboter VS-087 von Denso Robotics. Die Messzelle ist auch in anderen Branchen, vor allem in der Automotivebranche, einsetzbar.

Messtechnik in Bausteinen
SIM Automation realisiert hierbei die eigentliche Arbeitszelle mit Zuführ- und Sortiersystem sowie Roboterhandhabung, außerdem die Konzeptentwicklung und das Projektmanagement. Von Mahr unterdessen kommt die Messtechnik: Wichtige Bausteine für Messtechniklösungen sind im Anwendungsbeispiel die Marsurf-Oberflächen- und Konturenmesstechnik sowie die Software-Plattformen Marwin und D1200X. Für weitere Einsatzmöglichkeiten stehen Systemkomponenten wie Marshaft-Wellenmesstechnik, die kundenspezifische Längenmesstechnik Marsolution, die iwi-Funkhandmesstechnik sowie die Software-Plattformen Marcom zur Verfügung.

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Werkstück wird zum Smart Object
In der Messzelle greift der Denso-Roboter VS-087 das Bauteil, das über Data Matrix Code (DMC) identifiziert wird. Der Roboter belädt den Drehtisch, und nach Auswahl des Messprogramms lassen sich das Bauteil messen, die Daten auswerten und schließlich speichern. Anschließend belädt der VS-087 den Markierer, der den DMC abliest, so die Nummer des Bauteils erhält und es beschriften kann. Anschließend legt der Roboter das Bauteil auf die Ablage. Final erfolgen zwei Tasterpositionstests. Das Werkstück trägt die Information und wird damit zum „Smart Object“. Damit ist mehr Individualität bei den Bauteilen gegeben, denn es werden drei Varianten von Schwenkkolben bearbeitet.

Die Messzelle bietet dem Anwender mehr Flexibilität, da sich die Maschinen auf das Bauteil einstellen, außerdem Schnelligkeit beim Prozess dank des automatisierten Messablaufs. Künftig wird sich die Messzelle selbständig melden, sobald Wartung und Ersatzteile erforderlich sind und teilt mit, welche Ersatzteile gebraucht werden – das heißt, Reparatur- oder Wartungsintervalle lassen sich anwendungsspezifisch automatisch terminieren. pb

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