Avalanche-Fotodioden

Augen für mobile Roboter

In Lidar-Scannern sorgen sogenannte Avalanche-Fotodioden von First Sensor dafür, dass autonome Roboter in der industriellen Fertigung immer mehr Aufgaben übernehmen können.

Avalanche-Photodioden erkennen unsichtbare Lichtblitze, mit denen der Scanner seine Umgebung abtastet und einen 360-Grad-Überblick gibt. (Bild: First Sensor)

Für Sensorikexperten steht aktuell ein Thema im Fokus, das bisher fast ausschließlich mit der Automobilindustrie in Verbindung gebracht wird: „Alle reden nur von autonomen Fahrzeugen, aber autonome Systeme sind auch in der Industrie ein großer Trend. Maschinen werden viel früher autonom als Autos. Das liegt daran, dass für den Straßenverkehr noch viele rechtliche Fragen zu klären sind, die in der Industrie nicht relevant sind“, sagt Dr. Dirk Rothweiler, CEO von First Sensor. Das Unternehmen stellt sogenannte Avalanche-Photodioden her, aufgrund derer das Lichtradar Lidar auch in mobilen Roboter- und Logistiksystemen zum Einsatz kommt.

Mensch-Roboter-Kollaboration mit Lidar

In Kombination mit Radar und Kamerasystemen trage Lidar dazu bei, dass mobile Roboter mit Menschen im Produktionsumfeld kollaborieren oder als autonome Transport- und Logistiksysteme komplexe Aufgaben wie die Bestückung von Paletten übernehmen können. „Ein Bestandteil sind unsere Avalanche-Photodioden. Sie erkennen unsichtbare Lichtblitze, mit denen der Scanner seine Umgebung abtastet und einen 360-Grad-Überblick gibt“, erläutert Rothweiler. „Aktuell erkennen wir eine wachsende Nachfrage nach unseren Dioden und arbeiten daran, weitere Anwendungsbereiche im industriellen Umfeld mit unserer Technologie zu erschließen.“ Experten erwarten, dass autonome Roboter den Markt für smarte Systeme bis 2024 dominieren werden. Ihr Marktanteil soll von 1,3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2014 auf dann 13,9 Milliarden US-Dollar anwachsen.

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First Sensor hat im vergangenen Geschäftsjahr mit insgesamt 72,5 Millionen Euro knapp die Hälfte des Umsatzes im Zielmarkt Industrial erwirtschaftet. Aktuell stammen bereits 18,5 Millionen Euro beziehungsweise 25,5 Prozent des Industrial-Umsatzes aus dem Bereich der industriellen Längenmessung mit Anwendungen wie der Lidar-Technologie. as

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