Neues Forschungsprojekt

Indoor-Messtechnik mit Multikoptern

Die zerstörungsfreie Inspektion sehr großer Bauteile stellt eine Herausforderung dar, sofern diese die Reichweite eines Roboterarmes oder den Arbeitsraum eines Messplatzes überschreiten. Vor diesem Hintergrund startete das Projekt „Automatische, Multikopter-basierte Indoor-Inspektion von großen Oberflächen“.

Das Forschungsteam (von links): Herr S. Mehler (Lufthansa Technik), Herr D. Fauk (Apodius), Hern Dr. S. Recher (Scisys), Herr R. Zweigel (Institut für Regelungstechnik IRT), Herr A. Buckhorst (Werkzeugmaschinenlabor WZL), Herr C. Storm (Werkzeugmaschinenlabor WZL), Herr. M. Sorg (Deutsche Forschungsvereinigung für Meß-, Regelungs- und Systemtechnik), Herr M. Lange (Spectair) und Herr B. Montavon (Interdisciplinary Imaging & Vision Institute Aachen). (Bild: RWTH Aachen)

Zielsetzung ist es, den Aufwand der zerstörungsfreien Inspektion signifikant zu reduzieren. Dies soll durch den Einsatz Indoor-fliegender, kooperierender Messmittel möglich werden. Dabei soll die optische Messtechnik zukünftig mit einem Multikopter automatisiert über die Oberfläche von beispielsweise Flugzeugen bewegt werden, um Defekte zu identifizieren. Erkannte Fehler sollen dann in einer „Defect-Map“ gespeichert werden.

Gefördert wird das Projekt Amigo durch die AiF, konkret die deutsche Forschungsvereinigung für Mess-, Regelungs- und Systemtechnik (DFMRS). Zwei Jahre lang werden das Institut für Regelungstechnik IRT und der Lehrstuhl für Fertigungsmesstechnik und Qualitätsmanagement am Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen Hand in Hand einen Ortungsalgorithmus für Defekte erarbeiten, die Integration und Realisierung sowie die Validierung der Daten übernehmen. Das IRT wird seine Forschung zudem vorwiegend auf die Multikopter-Automatisierung fokussieren, während das Werkzeugmaschinenlabor die Messtechnik, das Projektmanagement und die Vernetzung und Kommunikation der Schnittstellen übernehmen wird.

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Im projektbegleitenden Ausschuss sind neben dem DFMRS, dem Werkzeugmaschinenlabor WZL und dem Institut für Regelungstechnik IRT der RWTH Aachen auch Apodius, Automated Precision Europe, das Faserinstitut Bremen, Five Robots, das Interdisciplinary Imaging & Vision Insitute Aachen, Lufthansa Technik, Nikon, Sci-Sys Deutschland und Spectair vertreten.

Flugzeuge im Fokus

Während des Kick-Off Meetings am 18. Oktober 2017 wurde die obere Rumpfstruktur von Flugzeugen und als wesentliche Baugruppe das Leitwerk (sowohl horizontaler als auch vertikaler Stabilizer) als präferierter Untersuchungsgegenstand identifiziert. Während des Projektes wird sich das Forschungsteam vorwiegend auf die Flugzeugwartung insbesondere auf die Beschädigungsuntersuchung von Flugzeugen nach Blitzeinschlag fokussieren. Neben der Flugzeugwartung wurde die automatisierte Untersuchung von Beschichtungen und Schweißnähten im Inneren großer Öltanks diskutiert, die nur eine bedingte Zugänglichkeit für den Mitarbeiter gestatten. as

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