Gripkit-Technologie

Smarte Handhabungslösung für den Roboter

Mit der Gripkit-Technologie bietet Weiss Robotics eine universelle Plattform, mit der smarte Greifmodule nahtlos in Roboteranwendungen integriert werden können.

Das kollaborative Gripkit CR, basierend auf den CRG-Greifmodulen, wurde speziell für das Miteinander von Mensch und Roboter entwickelt und ist in zwei Baugrößen erhältlich. © Weiss/Kuka

Anwender können Pick-and-Place-Anwendungen mit der Gripkit- Technologie von Weiss Robotics im Handumdrehen umsetzen. Es handelt sich um die fertige Plug-In-Lösung für Industrieroboter und Cobots führender Hersteller, die dem Anwender die sonst aufwendige Integration des Greifmoduls in die Robotersteuerung abnimmt und damit Zeit und Kosten spart.

Neben dem smarten Greifmodul werden dem Anwender alle Komponenten für die systemseitige Integration bereitgestellt. Highlight ist das speziell auf die Robotersteuerung abgestimmte Gripkit-Plugin, das eine schnelle Konfiguration und Inbetriebnahme garantiert. Dank des mitgelieferten Montagezubehörs und des beiliegenden Befestigungsmaterials gelingt jedoch auch die mechanische Integration spielend leicht.

Gripkit ist als feinfühlige servoelektrische, sichere kollaborative oder kraftvolle pneumatische Variante sowohl parallel als auch zentrisch greifend erhältlich und deckt mit seinen verfügbaren Baugrößen einen Greifbereich von zehn 500 Newton ab. Das kollaborative Gripkit CR, basierend auf den CRG-Greifmodulen, wurde speziell für das Miteinander von Mensch und Roboter entwickelt und ist in zwei Baugrößen erhältlich. Mit 30 Newton und 50 Millimeter Hub sowie 200 Newton und 85 Millimeter Hub ist es damit ein echter Allrounder für kollaborative Anwendungen. Die Funktionalität und das Design der Greifmodule sind auf Sicherheit ausgelegt. So verfügt die CRG-Serie beispielsweise als erste Greifer am Markt über die patentierte Permagrip-Technologie von Weiss Robotics. Hierbei handelt es sich um einen cleveren Mechanismus zur Greifkrafterhaltung, der bei manueller Werkstückentnahme nicht zuschnappt und dadurch im direkten Zusammenspiel mit dem Menschen sicher einsetzbar ist. Ein weiterer Pluspunkt ist die sichere Greifkraftregelung, die Kategorie 3, PLd erreicht. Damit erfüllen die Greifer sämtliche normativen Anforderungen, um im vollkollaborativen Betrieb genutzt werden zu können. Durch die abgerundeten Kanten der Greifmodule und durch den integrierten blendfreien Leuchtring wird nicht nur die Verletzungsgefahr minimiert, sondern die Zusammenarbeit mit dem Anwender erheblich erleichtert. Der Leuchtring teilt dem Werker gut sichtbar den aktuellen Anlagenzustand mit, so dass dieser die Anlage besser einschätzen kann. Dadurch kann die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter besonders reibungslos und gefahrenfrei erfolgen.

Anzeige
Mit der Gripkit-Technologie bietet Weiss Robotics eine universelle Plattform, mit der smarte Greifmodule nahtlos in Roboteranwendungen integriert werden können. © Weiss

Die Einsatzbereiche des Gripkit CR sind zahlreich: neben rein kollaborativen Anwendungen und der zuverlässigen Handhabung von Bauteilen in variantenreichen Prozessen der Industrie 4.0 findet sich der smarte Greifer auch in Smart Factory-Anwendungen wieder.

Zur einfachen Handhabung unterschiedlicher Objekte unterstützen alle Gripkit-Serien frei parametrierbare Griffe, die direkt auf der Robotersteuerung flexibel parametriert und ohne zeit- und kostenintensives Umrüsten besonders einfach realisiert werden können. Auch das Batch-Handling mit mehreren Greifern ist mit Gripkit kein Problem: Pro Roboterarm können mehrere verschiedene Greifmodule integriert werden. Dabei sind auch Kombinationen unterschiedlicher Greifmodule möglich.

Die Gripkit-Technologie von Weiss Robotics ist in zwei unterschiedlichen Ausführungen, dem Gripkit IO und dem Gripkit ProO, erhältlich. Die IO-Ausführung ist als flexible Basislösung für nahezu alle verfügbaren Roboter und Cobots geeignet. Die Konfiguration des Greifmoduls erfolgt hierbei separat via PC oder Laptop. Der Robotersteuerung obliegt nur noch das reine Öffnen und Schließen des Greifmoduls sowie die Abfrage, ob ein Greifteil korrekt gegriffen wurde. Die Pro-Version ermöglicht die Konfiguration schon vom Roboterpanel aus, sodass kein zusätzliches Gerät zur Einrichtung notwendig ist. Der innovative Teach-Modus ermöglicht das Einlernen neuer Greifteile auf Knopfdruck, ohne dass die exakten Maße vorher bekannt sein müssen. Somit ist die Pick-and-Place-Anwendung innerhalb von wenigen Minuten erstellt.

Gripkit Pro erweitert zudem den Funktionsumfang der Anwender-Greiflösung noch einmal maßgeblich. Daten zum Greifprozess und zum Gerätezustand können direkt vom Greifmodul abgefragt und im Roboterprogramm verwendet werden. Auch Prozessdaten wie die aktuelle Greifposition stehen zur Verfügung und können unmittelbar beispielsweise zur Qualitätssicherung herangezogen werden. Darüber hinaus sind Wartungs- und Diagnoseinformationen vom Greifmodul abrufbar und helfen so, Probleme schneller zu erkennen und unnötige Anlagenstillstände zu vermeiden. Durch die Möglichkeit zur Änderung der Parametrierung im laufenden Betrieb bleibt ihr Robotersystem maximal flexibel.

Beide Versionen sind mit der von Weiss Robotics bekannten integrierten Greifteilerkennung und –überwachung ausgestattet. Damit ist die zuverlässige Handhabung auch bei anspruchsvollen Anwendungen über den gesamten Prozess gewährleistet. pb

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Handhabungstechnik

Kaffee für Hochstapler

Beim Kaffeemaschinenhersteller Eugster/Frismag beluden die Mitarbeiter die Paletten bisher ohne technische Unterstützung. Auf der Suche nach einer Hebehilfe überzeugte eine Schlauchheber-Version von Schmalz.

mehr...

Zerkleinerungstechnik

Was von der Kapsel übrig bleibt

Verfahrensbedingt fallen beim Thermoforming von Espresso-Cups aus mehrschichtigen Kunststofffolien Fehlteile an. Mit prozessintegrierten Systemlösungen aus Absaug- und Zerkleinerungstechnik sorgt Getecha dafür, dass dieser Ausschuss direkt...

mehr...
Anzeige

Messen ohne Abschalten?

Sie wollen die wiederkehrende Prüfung elektrischer Anlagen DGUV Vorschrift 3 einhalten. Können aber bei der vorgeschriebenen Isolationswiderstandsmessung nicht abschalten oder müssen dabei hohe Ausfallkosten in Kauf nehmen. Dann sollten Sie permanent überwachen. Wie? Das erfahren Sie hier.

mehr...

Expansionskurs

Zimmer plant Ausbau zweier Standorte

Zimmer ist auf Expansionskurs, der Umsatz ist im zweistelligen Bereich gewachsen und jährlich werden rund 100 neue Mitarbeiter eingestellt. Daher plant das Unternehmen seine beiden Standorte in Rheinau um jeweils eine neue Produktions- und...

mehr...
Anzeige

Rüstzeiten reduzieren

Spannung für Hybrid-Fertigung

Mit dem Nullpunktspannsystem Zero-Point von AMF lassen sich Rüstzeiten um bis zu 90 Prozent reduzieren, meldet der Hersteller. Sie Spannsysteme kommen in Matsuura-Bearbeitungsmaschinen zum Einsatz; diese Hybrid-Maschinen kombinieren additive und...

mehr...

Handhabungstechnik

Greifer vor Schwingungen schützen

Greifersysteme sind Teil der hochdynamischen Robotersysteme, gleichzeitig sind Greifer steif und gewichtsoptimiert zu konstruieren. Für das Vermeiden von Schwingungen und damit für den zuverlässigen Betrieb eines Greifersystems sind Krafteinwirkung...

mehr...