Neuer Magnetgreifer von Schmalz

Druckluft aktiviert den Magneten

Die neue Magnetgreiferbaureihe von Schmalz handhabt ferromagnetische Werkstücke und zeichnet sich durch hohe Haltekräfte sowie Temperaturbeständigkeit aus.

Schamlz bietet eine neue Magnetgreiferbaureihe an, bei der der Magnet per Drucklift aktiviert wird. (Foto: Schmalz)

Die Greifer erleichtern die Handhabung ferromagnetischer Werkstücke wie Lochbleche, gelaserte Teile oder Bleche mit Bohrungen und Ausschnitten. Individuelle Anbindungsmöglichkeiten sorgen dafür, dass immer eine geeignete Fläche am Produkt zur Verfügung steht, um dieses aufnehmen zu können.

Das sichere Greifen wird über das Magnetfeld eines integrierten Dauermagneten ermöglicht. Druckluft bewegt den Magneten, um den Greifvorgang zu aktivieren und zu deaktivieren. Somit ist keine Spannungsquelle erforderlich. Ein niedriger Druckluftpegel genügt zur Ansteuerung des Greifers und sorgt für den prozesssicheren Betrieb auch bei schwankender Druckluftversorgung. Aufgrund der bistabilen Ausführung des Magnetgreifers ist ein prozesssicherer, sogenannter Fail-Safe-Betrieb auch bei Druckluftabfall gewährleistet: Das Werkstück bleibt auch bei Ausfall der Energieversorgung sicher gegriffen, weil die Magnetstellung „Greifen“ beziehungsweise „Ablegen“ beibehalten wird.

Schmalz bietet für die neue Baureihe umfangreiches Zubehör wie beispielsweise Systeme für individuelle Montagemöglichkeiten über Befestigungsgewinde für Halter an drei Seiten. Auch eine Verblockung mehrerer Greifer direkt nebeneinander ist möglich. Optionale Erweiterungen der Greiffläche sorgen erstmals auch für die verbesserte Handhabung runder und nicht flacher Werkstücke wie Rohre, sie können individuell an das jeweilige Werkstück angepasst werden.

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Schmalz bietet verschiedene Baugrößen und zwei Varianten: Die HP-Version (High Performance) erzeugt hohe Haltekräfte für besonders schwere Werkstücke bei geringer Resthaltekraft. Ein wechselbarer Reibring aus abdruckarmem Material nimmt dabei hohe Querkräfte auf und schont gleichzeitig die Oberfläche. Der Greifflächendurchmesser reicht bei der Variante HP von 20 bis 50 Millimeter und erreicht im Vergleich zur aktuellen Baureihe SGM deutlich höhere Haltekräfte.

Ein optionaler Sensor zur Kolbenkontrolle sorgt durch Erkennung der Kolbenstellung für den prozesssicheren Einsatz des Magnetgreifers. Der Sensor ist mit zwei LEDs ausgestattet, die optisch die Stellung des Kolbens zeigen.

Die Variante HT (High Temperature) eignet sich für die Handhabung im Hochtemperaturbereich, etwa wenn in Warmumformungsprozessen in der Automobilbranche heiße Bleche bewegt werden müssen. Die Werkstücktemperaturen liegen dort meist bei etwa 250 Grad Celsius. Der Magnetgreifer SGM HT kann je nach Prozess auch Bleche mit höheren Temperaturen greifen. Ein Reibelement aus hochtemperaturbeständigem Elastomer ist optional erhältlich. Dieses schont die Oberfläche des Werkstückes und ermöglicht hohe Querkräfte. Der Greifflächendurchmesser reicht bei der Variante HT von 30 bis 50 Millimeter. bw

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