Dalmec erweitert Manipulatoren-Technik

Zum Heben und Bewegen kommt das Drehen

Ein Handhabungs-Manipulator mit drei Gelenken erlaubt Schwenken von Lasten bis 550 Kilogramm: In vielen Betrieben werden Handhabungs-Manipulatoren zum Heben und Bewegen schwerer Lasten eingesetzt.

Rollen können auch mit dem Partner Rquos von einem Wendewickler aufgenommen beziehungsweise vom Dorn „abgezogen“ werden. (Foto: Dalmec )

Die meisten Modelle erlauben jedoch nur ein Umsetzen der Produkte, ein Drehen oder Schwenken ist dagegen in der Regel nicht möglich. Dalmec hat mit Partner Equo einen pneumatischen Handhabungs-Manipulator entwickelt, der auch diese Bewegungen ausführen kann: Er verfügt über einen Auslegearm, an dessen Ende eine Greifvorrichtung mit einem Endlos-Drehgelenk sowie ein Dreh- oder Schwenkantrieb montiert werden. So eignet er sich beispielsweise auch zum Anheben, Schwenken und Abstellen von Rollen oder Spulen. Der modulare Aufbau ermöglicht es dabei, jeden Manipulator in seiner Konstruktion und funktionellen Ausstattung auf die individuellen Handhabungsanforderungen abzustimmen.

In seiner Grundausführung verfügt der durch pneumatische Ausgleichszylinder gesteuerte Equoüber zwei Gelenke: „Das Hauptdrehgelenk sorgt dafür, dass der Manipulator endlos um die Hauptdrehachse gedreht werden kann, der Drehwinkel des mittleren Gelenks zwischen Parallelogramm und Auslegearm ist standardmäßig auf 315 Grad begrenzt“, erklärt Dieter Hager, Vertriebsleiter bei Dalmec. Darüber hinaus sind die Handhabungs-Manipulatoren modular aufgebaut, so dass sich Grundeinheit, Auslegearm und Aufnahmevorrichtung individuell zusammenstellen lassen. „Unter anderem lässt sich auch eine pneumatische Version mit einem Endlos-Drehgelenk und einem pneumatischen Drehantrieb montieren“, erläutert Hager.

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Ein solches drittes Gelenk erlaubt die Ausführung von Dreh- und Schwenkbewegungen, beispielsweise bei der Handhabung von Rollen. „Grundsätzlich gibt es für diesen Manipulatortyp dabei zwei Aufgabenstellungen“, so Hager. „Zum einen werden die Rollen von einem Transportwagen oder von einer Wickelwelle aufgenommen, dann in der X-Achse pneumatisch geschwenkt und anschließend auf ihrer Stirnseite auf einer Palette abgestellt.“ Zum anderen werden die Rollen von einem Wendewickler aufgenommen beziehungsweise vom Dorn „abgezogen“ und daraufhin erneut pneumatisch geschwenkt sowie auf einer Palette abgestellt. Der Antrieb ermöglicht dabei ein präzises Handling, wobei der Handhabungs-Manipulator den Gewichtsverlust kompensiert und in der Z-Achse stehen bleibt – ohne zusätzliche Betätigung einer Steuerungseinheit.

Basis dafür ist ein spezielles und patentiertes System für die Vertikalbewegung des pneumatischen Ausgleichszylinders, das das Parallelogramm konstant hält und eine gleichbleibende Bewegung sowohl im Leer- als auch im Lastgewicht über den gesamten Bereich des Arbeitshubes gewährleistet. Beispielsweise im Vergleich mit Kettenzügen zeichnet sich der Handhabungs-Manipulator daher durch eine große Feinfühligkeit beim Ansetzen der Vorrichtung sowie auch durch eine kontrollierbare Beweglichkeit im gesamten Arbeitsbereich – also bei Arbeitsradius und Hub – aus.

Durch den ausschließlich pneumatischen Betrieb – benötigt werden mindestens 0,6 MPa – sei das Gerät besonders zuverlässig und ließe sich einfach warten. Die Konstruktion ist dabei so gestaltet, dass bei einem Ausfall der Druckluft die aufgenommene Last nicht herunterfallen kann.

Den Equo gibt es ab einem Radius von 2,5 Meter bis 4,5 Meter für Lasten bis zu 550 Kilogramm und mit einem vertikalen Hub von 1,25 bis 2,45 Meter. bw

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