Werkzeugmaschinen

Wunderpferd aus dem Maschinenbau

Werkzeugmaschinen. Zayer hat mit der Arion G ein neues Dreh- und Fräszentrum entwickelt, das erstmals auch die Verwendung des digitalen Zwillings ermöglicht.

Optimierte Ergonomie: Große Schiebetüren, ein automatisches Dach und transparente Paneele in der Verkleidung sollen eine gute Einsicht in den Arbeitsraum sicherstellen. © Zayer/Iberimex

Das spanische Unternehmen Zayer lässt sich bei der Namensfindung für seine Maschinen gerne durch die griechische Mythologie inspirieren. In der Sagenwelt des antiken Griechenlands ist Arion ein überaus schnelles Wunderpferd, das sprechen konnte – und schnell und dynamisch und kommunikativ soll auch die Arion G sein. Diese wird von der deutschen Generalvertretung Iberimex auf der Intec präsentiert.

Die Maschine ist im Standard mit dem patentierten Zayer-45-Grad-Universalfräskopf ausgerüstet. Der Fräskopf lässt sich sowohl im Positionierbetrieb als auch zum Simultanfräsen mit kontinuierlich drehenden Achsen einsetzen. Eine Motorspindel im Fräskopf erlaubt 15.000 Umdrehungen pro Minute. Bei einer Antriebsleistung von 42 Kilowatt ist ein maximales Drehmoment von 200 Newtonmeter abrufbar.

Alternativ stehen auch mechanisch angetriebene Fräsköpfe mit möglichen Drehzahlen bis 6.000 Umdrehungen zur Verfügung. Hier weist der Hersteller auf den ebenfalls patentierten 30-Grad-Universalfräskopf hin, der die Möglichkeit für Hinterschnitt-Fräsarbeiten im negativen Winkel vom Frässchieber aus gesehen ermöglicht.

Durch Big-Data-Technologie vergleicht Die Maschine kontinuierlich ihren Ist-Zustand mit in der Cloud hinterlegten Daten. © Zayer/Iberimex

Für die Durchführung von Dreh- und Fräsarbeiten hat die Arion G einen Drehtisch mit einem Durchmesser von 2.000 Millimeter. Der Drehtisch wird von einem Torque-Motor angetrieben, der ein maximales Drehmoment von 20.800 Newtonmeter realisiert. Das starke Drehmoment ermöglicht es dem Anwender, auf der Arion G Werkstücke bis zu 20 Tonnen Gewicht zu bearbeiten.

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Durch die neu definierte Struktur des Grundaufbaus werden Eigenschwingungen ausgeschaltet, was den Einsatz von zusätzlichen, komplexen Schwingungsdämpfungssystemen überflüssig macht. Sensoren in den Linearantrieben passen die Dynamik der Maschine automatisch an die Bearbeitungsvorgänge an. Beschleunigungen bis zu vier Meter pro Quadratsekunde und abrupte Richtungswechsel sind durch das selektive Anpassen jeder Achse abhängig von der Arbeitslast möglich. Optimierungen hinsichtlich der Dynamik (Geschwindigkeit, Genauigkeit oder Leistung) sind zusätzlich noch durch spezielle Zyklen vom Bediener durchführbar.

Vernetzung zwischen Maschine, Werkstück und Anwender
Mit Horus hat Zayer bereits 2017 ein cloudbasiertes, digitales System eingeführt, das dem Anwender die Kontrolle über seinen Maschinenpark ermöglicht. Auch die Arion G ist auf den Einsatz von Horus optimiert. Neben Funktionen wie der Analyse von generierten Maschinendaten zur Überwachung der Energieaufnahme oder zur Erstellung von Statistiken zur Produktivitäts- optimierung ermöglicht die Arion G erstmalig die Verwendung eines digitalen Zwillings. Durch Big-Data-Technologie vergleicht sie kontinuierlich ihren Ist-Zustand mit den in der Cloud hinterlegten, theoretischen Optimal-Daten und kann so auftretende Probleme, wie Verschleiß oder Defekte, bereits dann erkennen und melden, wenn diese für den Anwender noch unsichtbar sind.

Optimierte Ergonomie
Die Arion G sei für eine möglichst anwenderfreundliche Bedienung hin optimiert, so das Unternehmen. Große Schiebetüren und ein automatisch öffnendes und schließendes Dach sowie der Einsatz transparenter Paneele in der Verkleidung sollen eine gute Einsicht in den Arbeitsraum sicherstellen. Optional lässt sich die Maschine zusätzlich mit hochauflösenden Videokameras ausrüsten. Das Bedienfeld der Arion G ist sowohl in der Höhe als auch der Neigung verstellbar und bietet durch das große, entspiegelte Touch-Display eine intuitive Bedienung der Maschine. Die Handbücher lassen sich direkt auf dem Display der Steuerung abrufen, sind mit Videos und Anleitungen angereichert und sollen den Umgang auch für ungeübte Bediener vereinfachen. as

Intec, Halle 5, Stand C21

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