Vakuumspezialist Schmalz

Neues Standbein Energiespeicher

Schmalz investiert erneut am Standort Glatten und erweitert Fertigungshallen sowie Bürogebäude. Darüber hinaus hat der Vakuumspezialist ein neues Standbein: den Geschäftbereich Energiespeicher.

Geschäftsführer Dr. Kurt Schmalz freut sich über gute Geschäftszahlen: Schmalz hat im Jahr 2016 einen Umsatz von 150 Millionen Euro zu vermelden.

„Schauen Sie sich noch mal gut um, denn bei uns wird kein Stein auf dem anderen bleiben“, kündigt Wolfgang Schmalz an. Anlässlich der Fachpressetage bei Schmalz leitet der Geschäftsführer eine Führung durch das Werk des Vakuumspezialisten. Vor sieben Jahren wurden am Hauptsitz in Glatten die Hallen erweitert, vor vier Jahren wurde ein weiteres Bürogebäude errichtet und vor zwei Jahren das heutige Kommunikationszentrum eingeweiht. Nun sind wieder eine Erweiterung der Fertigung und des Hochregallagers sowie ein weiteres Bürogebäude geplant. Eine zweistellige Millionensumme soll investiert werden, Baustart sei im Laufe dieses Jahres, erklärt der geschäftsführender Gesellschafter Dr. Kurt Schmalz. „Wir wachsen ganz ordentlich, deshalb brauchen wir zusätzliche Fläche.“

Schmalz blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurück, ein Umsatz von 150 Millionen Euro konnte vermeldet werden, 8,5 Prozent davon werden in Forschung und Entwicklung investiert. Dr. Schmalz rechnet auch in diesem Jahr mit einem deutlichen Wachstum im zweistelligen Prozentbereich. Die umsatzstärkste Region war Deutschland mit einem Anteil von 39 Prozent, gefolgt vom restlichen Europa mit 26 Prozent, Asien und Amerika. Weltweit beschäftigt der Vakuumspezialist inzwischen 1.100 Mitarbeiter, davon rund 750 am Stammsitz in Glatten.

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Aber nicht nur in Glatten wird gebaut, Schmalz hat auch im Ausland investiert. Der Standort in Raleigh in North Carolina ist inzwischen voll bezogen und in Betrieb genommen. Das Produktions- und Bürogebäude in Indien wurde ausgebaut, außerdem hat das Unternehmen in Japan investiert, dort entsteht aktuell ein neues Firmengebäude.

Neues Standbein Energiespeicher

Schmalz hat außerdem seine Geschäftsfelder in drei Bereiche umstrukturiert. Der Bereich Vakuum und Automation beinhaltet beispielsweise die Vakuumkomponenten, Greifsysteme und komplette Robotergreifer sowie die Aufspannsysteme. Unter die Handhabungstechnik fallen die Krane, Hebegeräte, Schlauchheber, aber auch Zukunftsprodukte wie Exoskelette, an denen Schmalz aktuell arbeitet.

Und es gibt das neue Standbein Energiespeicher. Schmalz entwickelt Stacks, also Kernkomponenten, für Redox-Flow-Batterien. Als stationäre Energiespeicher sind sie in der Lage, Wind- und Solarenergie aufzunehmen. So können beispielsweise Lastspitzen ausgeglichen werden. „Es ist noch mehr ein Geschäftsfeldle als ein Feld“, sagt Dr. Schmalz. Die Prototypen der ersten Generation Stacks werden aktuell weiterentwickelt. Außerdem arbeitet Schmalz hier mit dem Fraunhofer-Institut für chemische Technologie (ICT) zusammen. Gefördert wird das Projekt „Redox Wind“ vom Land Baden-Württemberg und dem BMBF. Ziel ist, einen Redox-Flow-Großbatteriespeicher zu entwickeln, der eine Windkraftanlage auf dem Gelände des Fraunhofer ICT in Pfinztal ausrüsten soll. as

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