Hybridgreifer

Das Beste aus zwei Welten

Zimmer hat die Greifer-Baureihe 5000 um einen pneumatisch-elektrischen Hybridgreifer erweitert. Diese Variante ist eine Lösung für Anwender, die den Sprung in die 4.0-Welt des Greifens machen, aber nicht auf einen pneumatischen Antrieb verzichten wollen. 

Zwischen Pneumatik und Elektrik: Der neue Hybridgreifer GPP5000IL von Zimmer kommt Mitte 2017 auf den Markt. (Bild: Zimmer)

Der pneumatisch-elektrische Hybridgreifer GPP5000IL ist mit einem integrierten Pneumatikventil ausgestattet, das per IO-Link angesteuert wird. Da sich zwischen Ventil und Kolben keine Verschlauchung mehr befindet, die bei jedem Zyklus gefüllt oder entleert werden muss, hat der Greifer eine kurze Reaktionszeit und sei schneller als andere Pneumatikgreifer, sagt Zimmer. In den Greifer ist eine Sensorik integriert, die die Position der Greiferbacken erfasst. Damit wird nicht nur die Prozessüberwachung möglich, sondern zum Beispiel auch eine Identifikation von Werkstücken anhand ihres Durchmessers. Verschiedene Durchmesser werden dabei verschiedenen Werkstücknummern zugewiesen, die dann via IO-Link an die Steuerung weitergemeldet werden.

Außerdem bietet der GPP5000IL die Möglichkeit, Zustandsdaten über die eigenen Betriebsparameter (Condition Monitoring) via übergeordneten IO-Link-Master an die Steuerung zu übergeben. Die Daten können über eine von Zimmer entwickelte App, über mobile Devices direkt am Einsatzort des Produktes visualisiert werden.

Der GPP5000IL spart dreifach: Zum einen braucht er durch sein Anschlusskonzept keinen Luftschlauch, kein Anschlusskabel und keine zusätzliche Ventilinsel. Zweitens ist er durch das integrierte Ventil und seine integrierte Steuerung energieeffizient. Der dritte Aspekt ist die Kostenersparnis durch die vorausschauende Wartung (Predictive Maintanence), die mit gesteigerter Kosteneffizienz und Produktionsverfügbarkeit einhergeht. Zur Integration müssen lediglich ein Pneumatikschlauch und das IO-Link-Kabel angeschlossen werden. Über die IO-Link-Schnittstelle kommuniziert das Produkt mit dem IO-Link-Master des übergeordneten Busknotens beziehungsweise der SPS.

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In Sachen Mechanik bieten die Hybridgreifer die gleichen Vorzüge wie die anderen Varianten der Premiumreihe 5000. Sie sind universell einsetzbar, korrosionsgeschützt und bieten hohe Greifkräfte bei großen Fingerlängen. Schon im Standard weisen sie eine Abdichtung von IP64 auf, die mit einem Protektor auf IP67 gesteigert werden, so dass diese Greifer auch unter schwierigen Umgebungsbedingungen, etwa in Bearbeitungszentren oder Schleifmaschinen, eingesetzt werden können. Ihre hohe Austauschgenauigkeit ermöglicht einen schnellen Wechsel ohne nennenswerte Produktionsunterbrechung.

Die robusten, hart beschichteten Führungen sorgen mit ihrem niedrigen Reibungskoeffizienten, ihrer extremen Härte und den guten Notlaufeigenschaften dafür, dass die Greifer 30 Millionen Zyklen ohne Wartung bewältigen und dabei auch widrige Einsatzbedingungen problemlos überstehen.

Die Baureihe GP5000IL ist ab Mitte 2017 als Parallel- und als Zentrischgreifer verfügbar. Zunächst sollen Baugrößen mit Hüben sechs, acht und zehn Millimeter Hub auf den Markt kommen. as

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