Werkstückträgertransportsystem WTS SoftMove

So läufts besser

Das Problem ist hinreichend bekannt: Werkstückträger sollen im Montage-Materialfluss schnellstmöglich von einer zur nächsten Station befördert werden. Dabei dürfen Bauteile weder verloren gehen noch sollen sie ungenau positioniert sein. Üblicherweise gelingt das mit leistungsfähiger Antriebstechnik, standfesten Förderbändern und massiven, zusätzlich gedämpften Positionsanschlägen. Oft sind spezielle Einzugs- und Fixierstationen integriert – aber das erfordert mehr Mechanik und Montagearbeit sowie höhere Investitionen. Nicht selten ist auch die Prozesssicherheit beeinträchtigt. Anders und einfacher geht es mit einer weiteren Ausbaustufe des Werkstückträger-Transportsystems WTS, verspricht der Hersteller Stein Automation. Die Lösung heißt WTS SoftMove. Hier werden die Doppelgurtbänder des Transportsystems grundsätzlich durch Gleichstrommotoren angetrieben, die im An- und Auslauf sowie in der Geschwindigkeit regelbar sind. Ein Beispiel: Ist ein Werkstückträger weiterzutransportieren, erhöht sich die Normalgeschwindigkeit des Doppelgurtbandes auf maximal 26 Meter pro Minute und wird erst wieder kurz vor dem Auftreffen des Trägers auf den Stopper der anzufahrenden Station heruntergeregelt. Fährt laut Programm kein weiterer Träger in dieselbe Station, steuert der Regler den Motor eine bestimmte Zeit im Schleichgang und schaltet nach einigen Sekunden ganz ab. Das reduziert Energieverbrauch und Verschleiß. Läuft der nächste Träger in den Bereich der anzufahrenden Station ein, weiß die Steuerung des WTS-Systems, wo der vorgefahrene Werkstückträger steht und regelt kurz vor dem Zusammentreffen ebenfalls seine Geschwindigkeit herunter. Für jeden nachfolgenden Träger gilt natürlich dasselbe, so dass Crashs und Beschädigungen am Werkstückträger, am System und an den Bauteilen oder Baugruppen üblicherweise auszuschließen sind. Das Besondere ist, dass die SoftMove-Abläufe ausschließlich auf Software basieren und keine weiteren Installationen erfordern. Schnellere und zuverlässige Materialfluss-Abläufe sorgen für mehr Durchsatz pro Zeiteinheit. pb

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