Vakuum-Hebegerät VacuMaster

Rationell aus der Kiste auf die Maschine

Handhaben mit Vakuum
Das Handlingsystem bei Schmidt + Bartl besteht aus dem Vakuum-Hebegerät VacuMaster Basic und einem Säulenschwenkkran.
Mehr und mehr verwenden Produktions- und Handelsbetriebe auch beim Plattenzuschnitt Vakuum-Handhabungsgeräte als Ratiomittel. Der nachfolgende Bericht verdeutlicht, wie mit gezieltem Investment Personalkosten gespart und die Produktivität erhöht werden können.

Das Szenario ist hinreichend bekannt: die neue Hochleistungs-Maschine ist da, die schnelle Amortisation gefordert – und beim Materialfluss im Maschinenumfeld bleibt alles wie gehabt. Dabei sollten die Verantwortlichen gerade auch in diesem Bereich investieren, um die neue Maschine und deren Leistungsfähigkeit auch tatsächlich maximal nutzen zu können. Gesagt getan: Die Verantwortlichen des Handelsunternehmens Schmidt + Bartl in Villingen-Schwenningen investierten nicht nur in eine Plattensägemaschine und in ein neues Kassettenlagersystem, sondern gleich noch in ein neues Vakuum-Handlinggerät des Vakuum-Spezialisten J. Schmalz aus Glatten. Die Beweggründe dafür sind so vielschichtig wie die Aufgaben, denn als Handelsunternehmen für Kunststoffhalbzeuge, -rohrleitungssysteme und Elastomere geht es immer wieder darum, aus großen und schweren Platten kundenspezifische Zuschnitte herzustellen. Die Platten sind beispielsweise aus POM (Polyoxymethylen) oder PC (Polycarbonat), können die Standardformate 1.000 mal 500, 2.000 mal 1.000 oder 3.000 mal 2.000 Millimeter haben, bis 90 Millimeter dick sein und bis zu 120 Kilogramm Masse aufweisen.

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Um die Platten aus dem Lager auf die Zuschnittsägemaschine zu befördern, waren früher immer zwei Werker, unterstützt durch einen Stapler, tätig. Die weniger gewichtigen Platten wurden von den beiden Männern von Hand transportiert. Mit Inbetriebnahme des neuen Kassettenlagers erschwerte sich die manuelle Entnahme nochmals, denn die Wandhöhen der Lagerkassetten lassen eine ergonomisch günstige Entnahmeposition nicht zu.

Mehrere Aufgaben gelöst

Mit dem Vakuum-Hebegerät von Schmalz konnten alle Herausforderungen bezüglich des Plattenhandlings gelöst werden. Außerdem geschehen das Entnehmen aus den Kassetten, das Befördern vom Lagerplatz zur Aufteilsäge und das Absetzen der Platten auf derselben mittels des Hebegeräts jetzt nur noch durch eine Person. Das kranbare Gerät stammt aus der Baureihe VacuMaster und hat die Basic-Ausrüstung. Ausgelegt für Lasten bis 500 Kilogramm ist das Vakuum-Hebegerät VM-BASIC-500-H-6-2400 mit drei jeweils 800 Millimeter langen Quertraversen ausgerüstet, an denen sechs Sauggreifer installiert sind. Dank einer Verlängerung der Sauggreifer, die gelenkig und federnd aufgehängt sind, ist es problemlos möglich, bis tief auf den Boden der Lagerkassetten einzutauchen und ganze Platten oder auch Reststücke herauszuholen. Der Werker muss dafür über den Bedienbügel nur die Greif- und Entnahme-Position einnehmen und nach dem Ansaugen und nach dem Absetzen über die Bedieneinheit den Kettenzug nach oben oder unten steuern. Der Clou beim Sauggreifersystem ist außerdem, dass durch Betätigen eines Handschiebeventils einzelne nicht belegte Sauggreifer auszuschalten sind. Somit können kleinere Formate oder Reststücke schnell und sicher gegriffen und befördert werden.

Technische Lösung

Das Vakuum-Hebegerät ist an einem stabilen Säulenschwenkkran aufgehängt. Durch den vier Meter langen Ausleger und einen Schwenkwinkel von 270 Grad wird ein großer Arbeitsbereich abgedeckt. Die Gesamthöhe des Säulenkrans beträgt 3.200, die Unterkante des Krans 2.600 Millimeter, so dass genügend Hubhöhe für diese Anwendung vorhanden ist. Nach kurzer Eingewöhnungsfrist arbeiten drei Werker mit dem Vakuum-Hebegerät, das wohl keiner mehr missen will, weil es das Plattenhandling erleichtert. Die Sägemaschine und der Materialfluss und damit das Hebegerät sind acht Stunden pro Tag in Betrieb und entsprechend gefordert. Die Bearbeitung der Aufträge geht jetzt einfacher, schneller und für die Mitarbeiter gesundheitsschonender vonstatten. Beschädigungen am Werkstück sind so gut wie ausgeschlossen. Unproduktive Wartezeiten an der Sägemaschine, bis auf den reinen Plattenwechsel und die Entnahme der gesägten Zuschnitte, gehören weitgehend der Vergangenheit an. PR/gm

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