Handhabungstechnik

Baukasten-Wachstum

Greifer für Klein- und Kunststoff-Teile
Der Greiferbaukasten von Bilsing ermöglicht, ganz unterschiedliche, individuelle Automatisierungswünsche zu erfüllen. Für den Greifer der Serie 16 gilt, dass er sich nicht nur für den Einsatz in der Kunststoffindustrie eignet, sondern auch in der Verpackungs- und Lebensmittelindustrie vielfältige Anwendungsmöglichkeiten findet.

Das sichere Handhaben von Karosserieteilen gehört zur technologischen Kernkompetenz im Kfz-Rohbau. Dass das mittelständische Unternehmen Bilsing Automation, Attendorn, in diesem sensiblen Produktionsbereich festen Fuß gefasst hat, ist vor allem ein Ergebnis seines innovativen Greiferbaukastens. Alle Komponenten dieses Baukastens sind Eigenentwicklungen.

Neben Greifersystemen, die im Presswerk und im Rohbau eingesetzt werden, fertigen die Attendorner auch Greifersysteme für Kunststoff-Großteile. Mit dem Fortschritt der Montageautomatisierung auch für kleinere Kunststoffteile entwickelte Bilsing für den Greiferbaukasten konsequenterweise inzwischen jene Module, aus denen der abgebildete Greifer aufgebaut ist. Die Adapterplatte stellt die Verbindung zwischen dem Greifer und einem Roboter (beziehungsweise einer Handhabungseinrichtung) her. Jeder Greifer besteht aus einem Aluminiumtragrohr sowie Trag- und Schwenkarmen. Diese Rohre sind mit Hilfe von Klemmstücken verbunden, die sich mit einem einzigen Inbusschlüssel festziehen und lösen lassen. So kann ein Greifer innerhalb weniger Minuten auf die Kontur des zu handhabenden Umschlagsguts eingestellt werden.

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Die bei Bilsing entwickelten und hergestellten Vakuumsauger ermöglichen den sicheren Halt des Bauteils, auch bei hohen Geschwindigkeiten. Verschiedene, gut durchdachte Klemmelemente verbinden Vakuumsauger und Schwenkarme. So werden die Sauger sowohl über die Stellung der Tragarme als auch über die Positionierung der Vakuumsauger an den Tragarmen auf die Kontur des Bauteils ausgerichtet. Der Greifer erhält damit insgesamt eine hohe Flexibilität, die das schnelle Einrichten auf ein bestimmtes Umschlagsgut ermöglicht. Zudem lassen sich diese Greifer ebenso problemlos und schnell auf andere Produkte einstellen. Darüber hinaus sind solche Greifer im Falle eines Crashs schnell wieder eingerichtet. Dabei lassen sich alle Komponenten entweder sofort wieder verwenden oder man muss nur wenige Komponenten austauschen. Somit ist eine schnelle Weiterarbeit möglich

Leichtgewichte

Alle Rohre und Klemmstücke des Alu-Greiferbaukastens bestehen aus einer speziellen Aircraft-Aluminium-Titan-Mischung, die den Bauteilen eine hohe Stabilität bei minimaler Masse gibt. Mit nur 16 Millimeter ist die Rohrkonstruktion ohnehin sehr leicht. Die Module dieses Greifersystems sind so aufgebaut, dass im Bedarfsfall das Tragrohr auch einen Durchmesser von 25 Millimeter haben kann. Die hohe Qualität der Bilsing-Produkte zeigt sich unter anderem auch an den engen Toleranzen der Rohre und der Klemmstücke von nur plus/minus 0,02 Millimeter. Diese hohe Fertigungsgenauigkeit bewirkt nicht nur ein leichtes Einstellen der Greiferarme auf das Umschlagsgut, sondern auch einen festen Halt der miteinander verschraubten Greifermodule. Über Klemmstücke lassen sich diese Greifer mit weiteren Funktionsmodulen ausrüsten, beispielsweise mit Sensoren, die in der Regel für automatisierte Prozesse notwendig sind.

Mehrere Eigenschaften des Greifersystems ermöglichen seinen universellen Einsatz: Die minimierte Eigenmasse ermöglicht es, diesen Greifer auch bei leichtgewichtigen Umschlagsgütern wirtschaftlich einzusetzen. Dank der hohen Flexibilität lassen sich die Vakuumsauger exakt auch auf komplizierte Konturen des Bauteils einstellen. Weil die Attendorner die Vakuumsauger selbst entwickeln, können für unterschiedliche Einsatzfälle die jeweils am besten geeigneten Vakuumsauger eingesetzt werden. Peter Springfeld (gm)

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