Handhabungstechnik

Bewährtes ergänzt

Zuführanlage mit Neuerungen
Bereits vor zwei Jahren stellte ein Unternehmen für Automation und Handhabungstechnik das Grundmodul einer Schweißmuttern- und Bolzenzuführanlage vor. Nach vielen Weiterentwicklungen präsentierten sie vor kurzem zahlreiche Ergänzungsmodule.

Das Grundmodul der Schweißmuttern- und Bolzenzuführanlage von August Winkhaus, Telgte, arbeitet nach dem Prinzip eines Stufenförderers. Durch die Auf- und Abwärtsbewegung des Elements werden die Werkstücke aus dem Vorratsbehälter herausgezogen und an eine Auslaufschiene übergeben. Bedingt durch die Schräglage der Schiene durchlaufen die Muttern, der Schwerkraft folgend, einen Sortierschieber, der falsch liegende Teile aussortiert und in den Vorratsbehälter zurückführt. Die lagerichtigen Schweißmuttern verbleiben in Warteposition im System, bevor sie ein pneumatischer Abgabeschieber, der auch als Mehrfachverteilschieber ausgeführt werden kann, einzeln an einen flexiblen Zuführschlauch übergibt. Die Basiszelle, die für viele Arten von Schrauben und Bolzen geeignet ist, kann mit werkstückspezifischen Ergänzungsmodulen aufgerüstet werden. Das Standardzubehörprogramm wurde um eine Nachfülltrommel zur Befüllung des Gerätes während des Förderbetriebes und einen Tragrahmen mit Rollen zur schnelleren Umsetzung der Einheiten erweitert.

Eine Neuerung ist die Wendeeinheit für asymmetrische Limbachmuttern. Hier durchlaufen die Werkstücke den Sortierschieber zunächst in zwei Lagen und werden dabei hintereinander aufgereiht. Ein seitlich installierter Schieber befördert jeweils eine Mutter in einen Wendeschacht. Hier drehen sich die Muttern, ihrer Schwerpunktslage folgend, in eine einheitliche Richtung. Nach einer kurzen Staustrecke werden sie vereinzelt und mit einem Druckluftimpuls durch den Formschlauch zum Setzhandling geblasen.

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Die Nächste Innovation ist das Modul für automatisches Prüfen und Wenden von Buchsen. Eine Werkstückabfrage anhand des Schweißbuckels erkennt die Lage und wendet die Bauteile bei Bedarf. Dann wird die Buchse an einen Zweifachabteiler übergeben, der in Abhängigkeit von dem Ergebnis der vorangegangenen Prüfung angesteuert wird. Ist die Buchse bereits richtig positioniert, wird sie seitlich vereinzelt und durch einen Schlauch der nach geschalteten Weiterverarbeitung zugeführt. Hat die Prüfung eine fehlerhafte Stellung ergeben, wird die Buchse durch einen gedrehten Schlauch geblasen und auf diese Weise in die richtige Position gebracht.

Die letzte Neuerung ist die Blasstation für Schweißbolzen. Sie ist mit einem Fallschlauch und einem einspurigen Abteiler ausgestattet, der die Bolzen seitlich in einen weiteren Schlauch befördert. Mit einem Druckluftimpuls werden die Werkstücke mit dem Gewinde voran durch den Schlauch geblasen. Am Schlauchende wird der Schweißbolzen von einer Handlingeinheit übernommen, die diesen auf dem zu verschweißenden Werkstück platziert.ma

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