Handhabungstechnik

Herr der Ringe

Egal, ob ein O-Ring auf die Welle oder in eine Bohrung soll: In jedem Fall muss der Ring während der Montage zeitweilig verformt werden. Entweder wird er vergrößert oder wenn er in eine Bohrungsnut soll, verkleinert. Dafür braucht man ein Werkzeug, das zu mehreren Bewegungen fähig ist. Außerdem soll der Ring auch, an mehreren Stellen beginnend, sicher in die Nut gleiten, ehe das Einsetzen mit vollflächiger Nutanlage vollendet wird. Für diese Prozedur gibt es einen Montagegreifer, der sowohl für die Innen- als auch für die Außenringmontage verwendbar ist. Der Greifer besitzt sechs Finger, wovon jeweils drei unabhängig zum anderen Fingertripel radial bewegbar sind. Ein integrierter Z-Hub von fünf Millimeter sorgt zudem dafür, dass der Ring zuerst von drei Fingern losgelassen wird und erst danach vom zweiten Fingertripel. Dieser schrittweise Ablauf führt zusammen mit der Eigenelastizität des verformten Ringes zu einer prozesssicheren Montage.

Für diese Montagen hat man in der Großserienfertigung spezialisierte Vorrichtungen, die meist auf einen Durchmesser fixiert sind. Der O-Ring-Montagegreifer eignet sich dagegen für Ringdurchmesser von 5 bis 150 Millimeter, wobei allerdings die Greiferfinger gewechselt werden müssen. Für die radiale Fingerbewegung steht ein Backentripel ein Bereich von 0 bis 21 Millimeter zur Verfügung und für das zweite Backentripel 0 bis 15 Millimeter.

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Mit diesem Spezialgreifer steht eine neue Hardware für die Automatisierung eines diffizilen Montagevorganges zur Verfügung, der überdies nicht die geringsten Verletzungen an der Ringoberfläche beim Einsetzen erlaubt. Probieren geht über Studieren!he

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