Ladenbau

Klare Sache

Glasscheiben-Handling im Laden- und Trennwandbau
Vertikales Ablegen einer fertigen Glastrennwand auf einem Transportwagen, vor der Einlagerung beziehungsweise dem Versand.
Bei Ladenausstattung und Präsentationsmöbel spielen Design, Funktionalität und ansprechende Werkstoffe eine große Rolle. Bei Bearbeitung und Finish muss die Qualität stimmen. Das setzt eine einwandfreie und reibungslose Handhabung voraus.



Das mittelständische Unternehmen Ladenbau Johann Weimann in Selmsdorf ist Hersteller maßgeschneiderter Inneneinrichtungen für Warenhäuser, Filialketten, Fachgeschäfte und die Gastronomie. Außerdem stellt das Unternehmen Trennwandsysteme her und greift dazu auf ein standardisiertes Baukastensystem zurück: Aluminiumprofile und Glasscheiben werden je nach Anforderung zugeschnitten (beziehungsweise konfektioniert) und zu einbaufertigen Trennwänden verarbeitet. Vor dem Einsetzen in den Aluprofil-Rahmen müssen die Glasscheiben intensiv gereinigt werden. Das geschieht manuell, ist aufwendig und schwierig – oft auch überflüssig, weil das manuelle Handling und Einsetzen der Scheiben zur erneuten Verschmutzung führt. Die Selmsdorfer haben daher den gesamten Ablauf beim Handhaben, Reinigen und Montieren der Glas-Baugruppen neu überdacht.

Die Lösung war Vakuum-Hebetechnik von Schmalz aus Glatten, eingebettet in eine komplett veränderte Materialfluss-Lösung: Das Aufnehmen von stehend auf einem Wagen transportierten Glasscheiben, das Beladen der Glaswaschanlage durch vertikales Ablegen, vertikales Aufnehmen der gereinigten Glasscheiben, Transportieren der montagefertigen Glasscheiben zur Fügestation, wahlweise vertikales oder horizontales Einsetzen der Glasscheiben in einen Aluprofilrahmen, Aufnahme der fertigen Trennwand-Baugruppe und stehendes Absetzen auf einen Transportwagen für den Versand. Zwei Arten von Glasscheiben und fertigen Trennwänden sind zu handhaben: acht Millimeter dickes Verbundsicherheitsglas oder sechs Millimeter dickes Einscheibensicherheitsglas mit Massen zwischen 17 und 40 Kilogramm und Abmessungen von durchschnittlich 2.400 mal 1.200 Millimeter. Das Vakuum-Hebegerät muss deshalb entsprechend leistungsfähig ausgelegt sein.

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Um den Produktions-Materialfluss rationell gestalten und die Kapazitäten der automatischen Glaswaschanlage maximal nutzen zu können, entschieden sich die Selmsdorfer gleich für zwei Vakuum-Hebegeräte des Typs VacuMaster Comfort. Sie sind für Lasten bis 150 Kilogramm ausgelegt, können mit dem elektrischen Linearantrieb ihre Last auf Knopfdruck einfach um 180 Grad wenden (von vertikal in horizontal oder auch umgekehrt) und sind für das sichere Handling von dünnen, schweren, großflächigen Glasplatten mit vier großen Sauggreifern versehen. Die Sauger bestehen aus speziell abdruckarmem Material und hinterlassen fast keine Spuren. Außerdem sind die Saugerplatten flexibel an Gelenken aufgehängt, was auch bei dünnen Glasplatten für sicheres Ansaugen und Festhalten sorgt. Zur Betriebssicherheit bei Stromausfall gibt es eine elektronische Warneinrichtung. Für die Vakuum-Erzeugung ist eine Vakuumpumpe installiert. Am Bedienbügel befinden sich zentral angeordnet die Steuerungselemente für das Vakuum-Hebegerät und die Wendevorrichtung sowie auch für den Kettenzug der an zwei Aluminium-Hängekrananlagen aufgehängten Vakuum-Hebegeräte. Das Absetzen der angesaugten Glasscheiben/Trennwände erfolgt über ein Elektromagnetventil mit Zweihand-Betätigung, womit ein unbeabsichtigtes Abwerfen der Last zuverlässig verhindert wird. pb

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