Fünf-Achs-Programmiersystem (ES-Mill)

Schnell zum groß- flächigen Werkstück

Mit dem neuen Fünf-Achs-Programmiersystem EnhancedSurface-Milling (ES-Mill) bietet das Lüneburger Unternehmen AWTNE eine Software für die schnelle Bearbeitung großflächiger, gekrümmter Werkstücke an. Das ES-Mill ist ein Fünf-Achs-Achs-Fräsverfahren, mit dem sich gekrümmte Oberflächen wesentlich schneller und effektiver als beim herkömmlichen Zeilenfräsen mit einem Kugelfräser bearbeiten lassen. Das dafür entwickelte Programmiersystem setzt das Werkzeug stets in einem optimalen Anstellwinkel zur Werkstückoberfläche, so dass die Berührlinie dabei einem Ellipsenabschnitt entspricht. Der Anstellwinkel und damit der Radius der Berührlinie werden so berechnet, dass eine möglichst breite Zeile entsteht. ES-Mill erreicht dabei ein maximales Verhältnis von Zeilenbreite zum Werkzeugdurchmesser von 1/2. Ein Fräser kann also mit 100 Millimeter Durchmesser im optimalen Fall eine Fräszeilenbreite von 50 Millimeter erzielen. Im Vergleich zum Fräsen mit einem fest angestellten torischen Fräser, der maximale Zeilenbreiten von 2,5 Millimeter erreicht, ist die Fräsbahn 20 Mal so breit. Gegenüber einem Kugelfräser mit maximaler Zeilenbreite 0,5 Millimeter fällt das Verhältnis noch drastischer aus – es entspricht dem Faktor 100. Weniger ins Gewicht fällt deshalb, dass beim EnhancedSurface-Milling die Verfahrgeschwindigkeiten nur bei etwa 20 Prozent der beim Drei-Achsen-Hochgeschwindigkeitsfräsen erreichten Zeiten liegen. Denn insgesamt kann sich der Anwender für die mit ES-Mill bearbeitbaren Flächenbereiche 80 bis 90 Prozent der Bearbeitungszeit einsparen. Ein weiterer Vorteil: Durch die gegenüber dem Einsatz von Kugelfräsern deutlich kleineren, notwendigen Drehzahlen und Vorschübe sind keine Hochfrequenzspindeln erforderlich. Mannlose Schichten und unbeaufsichtigter Maschinenbetrieb sind durch die reduzierten Bearbeitungszeiten nur noch in Ausnahmefällen notwendig. pb

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