Handhabungstechnik

Bei Greifsystemen für Roboter

ist heute, abgestimmt auf die jeweilige Aufgabenstellung, grundsätzlich fast alles machbar. Es fragt sich nur: Wie aufwändig ist das System und wie schwer ist es? Was meint: Wie stark setzt es die Tragfähigkeit des Roboters durch das Eigengewicht des Greifsystems herab? Und da stoßen konventionelle mechanische, pneumatische und elektrische Systeme oft an ihre Grenzen, denn sie sind nicht selten kompliziert, sperrig, schwer, wenig flexibel, langsam und nicht besonders prozesssicher.

Als vielfach bessere Alternative empfiehlt Schmalz seine Vakuumgreifsysteme. Sie kommen gleichermaßen mit porösen und dichten, ebenen oder unebenen Oberflächen, mit Materialien wie Karton, Holz, Metall oder Kunststoff zurecht. Denn die mit einem sogenannten Mehrstufenejektor für die Vakuumerzeugung ausgerüsteten Flächengreifer können auf fast jeder Oberfläche einen hohen Unterdruck und damit eine entsprechende Tragkraft erzeugen. Da sich mehrere gleichartige oder unterschiedliche Flächengreifer modular miteinander kombinieren lassen, kann ein auf die jeweilige Greifaufgabe genau abgestimmtes Gesamtsystem entstehen. Alle Systembausteine befinden sich geschützt unter einer Leichtmetallhaube. Die einzigen wirklich verschleißanfälligen Teile, nämlich die Saugmatten aus technischem Schaum, lassen sich im Bedarfsfall in Sekunden auswechseln.

Zur Wahl stehen Flächengreifsysteme mit Strömungsventilen (Bild), die eine besonders hohe Haltekraft erzeugen können, und solche mit Strömungswiderständen, die bei einer unterschiedlichen Belegung der Saugdüsen besonders flexibel arbeiten. Beim System mit Ventilen bewirkt eine besondere Membrantechnik, dass nicht belegte Saugeröffnungen beim Ansaugen selbsttätig schließen, sofern mindestens 30 Prozent der Saugfläche belegt ist. Auf diese Weise wird Vakuum weitgehend nur dort erzeugt, wo es auch wirksam werden kann. Die aktiven Saugöffnungen erzeugen also eine besonders hohe Haltekraft.

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Alternative Flächengreifsysteme haben viele einzelne Saugöffnungen, die über Strömungswiderstände mit der Saugkammer verbunden sind. Je mehr Öffnungen belegt sind, desto höher wird die Haltekraft. Geeignet sind diese Systeme daher für Greifaufgaben mit sehr unterschiedlichem Belegungsgrad der Saugfläche.rm

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