Handhabungsgrät Posimat PB 160

Handhabungsgerät für den Umschlag langer Paletten und Dachrinnen

Aus jährlich etwa 100.000 Tonnen Zink verarbeitet Rheinzink Dachdeckungs- und Dachentwässerungssysteme sowie Fassadenverkleidungen und Baugruppen für Solaranlagen. Mit Lissmac-Handhabungsgeräten gelingt der Produktumschlag rationell und rückenschonend für die Mitarbeiter.
Mobiles Lissmac-Handhabungsgerät Posimat PB 160 ohne Gegengewicht.

Rheinzink, gegründet 1966, ersetzte als erster Bauzinkhersteller in Europa das traditionelle Paketwalzverfahren durch die Technologie der kontinuierlichen Breitband-Gieß-Walzstraße. Auch heute arbeitet das Unternehmen ständig an der Verbesserung von Prozess- und Fertigungsqualität sowie an praxisgerechten Produktneuheiten, die sich wirtschaftlich einsetzen lassen, die Montage vereinfachen und dauerhaft funktionssicher sind. Zum Beispiel die Zinkdachrinnen: Sie bestehen aus Elektrolyt-Feinzink und exakt definierten Anteilen an Kupfer und Titan, werden in einem einzigen kontinuierlichen Arbeitsgang geschmolzen, gegossen sowie in gleichmäßiger und störungsfreier Materialgüte als Coil auf eine Stahlhülse gewickelt. Diese Rinnen werden in unterschiedlichen Formen und Längen gefertigt – maximal sechs Meter lang. Die fertigen Dachrinnen werden in der Produktion zum Fünferpack gebündelt und automatisch in Spezialpaletten abgelegt. Per Gabelstapler gelangen die gefüllten Spezialpaletten für die Längen vier bis sechs Meter in den Versandbereich. Dort werden sie entsprechend der Bestellungen in Versandpaletten umgepackt, vereinzelt und in transportsicheren Packlagen abgelegt. Für diese Umschlagarbeiten sind wegen der Länge und des Gewichts bisher stets zwei Mitarbeiter nötig gewesen. Nun hilft hier ein mobiles Handhabungsgerät von Lissmac bei dieser Aufgabe.

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Mobiles Handhabungsgerät - Knickarmmanipulator Posimat PB 160

Bei dem mobilen Helfer handelt es sich um einen stehenden Knickarmmanipulator Posimat PB 160, der auf einen eigenstabilen Ständerblock montiert ist. Auf diesem Block befinden sich Gabeltaschen, so dass sich das mobile Gerät per Gabelstapler sicher transportieren und unfallfrei umsetzen lässt. Nachdem das Handhabungsgerät auf den gewünschten beziehungsweise markierten Platz abgesetzt worden ist, wird es für einen festen, unverrückbaren Stand auf der Absetzfläche waagerecht ausgerichtet; dazu trägt der Ständerblock fest installierte Wasserwaagen. Das pneumatisch arbeitende Handhabungsgerät arbeitet mit sechs bar; nach Ausrichten und Anschließen an das entsprechende Druckluftnetz ist es sofort betriebsbereit.

Erhebliche Erleichterung für den Bediener

Lissmac lieferte das Gerät komplett mit Lastaufnahmemittel und in einer Speziallackierung. Zur Aufnahme der Dachrinnenpakete fährt ein Werker die 2,90 Meter lange Lasttraverse so über das Dachrinnenpaket, dass er die Mitte erreicht. Für die Lastaufnahme besitzt die Traverse insgesamt zwölf Vakuumsauger, die sich zuverlässig auch an runde und unebene Oberflächen anpassen. Die Vakuumsauger sind federnd aufgehängt, lassen sich verschieben und an der gewünschten Position festklemmen. So lässt sich ein Sauger schnell aus dem Bereich der Bandagierung eines Dachrinnenpakets verschieben.

Der stehend montierte Posimat PB 160 bietet einen im Vergleich zum fest verankerten Handhabungsgerät einen um etwa 600 Millimeter reduzierten Arbeitsradius von 2.000 Millimeter. Auch die Standardtragfähigkeit von 160 Kilogramm wurde in diesem speziellen Anwendungsfall reduziert und beträgt am Greifer maximal 90 Kilogramm. Beim Anheben der Last ermittelt die automatisch arbeitende pneumatische Waage das Gewicht des aufgenommenen Umschlagsgutes und signalisiert der Steuerung, welcher Gegendruck im Pneumatikzylinder aufzubauen ist. Manuell geführt, schwebt die Last praktisch schwerelos von der Produktions- zur Versandpalette. Der Bediener muss einzig für die horizontalen Bewegungen die geringen Trägheitsmomente überwinden. Über den Servobedienbügel wird der Bediener zusätzlich beim Heben und Senken der Last unterstützt.

Sicherheit auch bei Druckluftausfall

Zu den primären Sicherheitseinrichtungen eines pneumatisch arbeitenden Handhabungsgeräts gehört ein ausreichend dimensionierter Druckluftspeicher. Sollte die Druckluftversorgung während des Handhabungsprozesses ausfallen, schließt ein Rückschlagventil, unterbricht damit die Verbindung zum Druckluftnetz und versorgt den Hubzylinder so lange, bis das aufgenommene Umschlaggut sicher abgelegt ist. Auch der Unterdruck in den Saugern bleibt so lange erhalten, bis das Handhabungsgerät entlastet ist. So lange die Traverse die Last trägt, verhindert eine Sicherheitsschaltung das Lösen der Last. Nicht zuletzt gehört zur Grundausstattung eine Überlastsicherung. Sie verhindert es, eine Last aufzunehmen, die schwerer als die zulässige Tragkraft ist. pb

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