Handhabungsgeräte

Handling exakt im Rahmen

Lissmac-Handhabungsgerät. Posimat PB 250 unterstützt den effizienten Einbau von Montagerahmen in die Schaltschränke des Krones- Maschinen- und Anlagenbaus.

Gefühlvoll setzt Simon Strohmeyer den Verdrahtungsrahmen in den Schaltschrank. Der Abstand zwischen den Seitenwänden und den Kanten des Rahmens ist gering. (Foto: Lissmac

Krones ist Hersteller von Anlagen für die Abfüllung und Verpackung von Getränken und flüssigen Nahrungsmitteln und baut auch eigene Schaltschränke für seinen Maschinen- und Anlagenbau; es geht freilich um eine effiziente Montage. Hierfür suchten die Schaltschrankbauer eine geeignete Lösung, um vorgefertigte Schalttafeln, auch Verdrahtungsrahmen genannt, in die bereitgestellten Schaltschränke präzise einzufügen. Dazu suchten die Monteure ein Handhabungsgerät, das den bisherigen Kranumschlag ersetzt. Das pneumatisch arbeitende Handhabungsgerät Posimat PB 250 des Allgäuer Spezialisten Lissmac Maschinenbau erwies sich als passend.

Die Schalttafeln wiegen maximal 180 Kilogramm, variieren in der Länge von 1.030 bis 2.100 Millimeter, sind mindestens 330 Millimeter und höchstens 1.200 Millimeter breit. Sie sind 500 Millimeter hoch und werden auf einem rollenden Transportgestell liegend zu einer der vier Montagelinien geführt. Um alle Linien zu bedienen, läuft das Handhabungsgerät auf einem 24 Meter langen Kranschienensystem mit einer Fahrweglänge von 22 Metern. Am Boden befestigte Pfosten tragen den Stahlüberbau, auf dem zwei Längsträger als Laufschienen dienen. Projektierung und Statikberechnung des Stahlüberbaus hat Lissmac übernommen. Das Posimat PB 250 ist hängend an einen Laufwagen mit pneumatischem Reibrad-Antrieb montiert. Durch das Gegengewicht bietet das Gerät eine Tragfähigkeit von 375 Kilogramm – mit dem gut 100 Kilogramm schweren Greifer, der Dreheinheit sowie der Bedieneinheit samt Bedienkasten und Servobedienbügel kann der Greifer Lasten von maximal 200 Kilogramm aufnehmen und zum Ziel bewegen.

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Zum Einbau des Verdrahtungsrahmens stellt der Bediener zunächst die Greifbacken auf die Breite des Verdrahtungsrahmens ein und führt den Greifer exakt zu den Aufnahmestellen der Schalttafel. Je nach deren Größe nehmen vier oder sechs Greifbacken das Umschlagsgut auf. Sind die Backen richtig positioniert, werden sie verriegelt; hierfür stellt der Bediener das Handhabungsgerät fest. Das heißt, er aktiviert am Servobedienpult die Kniehebelbremsen der horizontalen, der vertikalen und der Drehachse. Sind die Greifbacken verriegelt, kann die Schalttafel vom Transportgestell genommen und zum Schaltschrank geführt werden. Heben und Senken der aufgenommenen Last erfolgt über den rechten Griff des Servobedienpults. Auf dem Weg zum Schaltschrank wird die Schalttafel um 90 Grad vertikal nach oben geschwenkt – durch Tippbetrieb über zwei Drucktaster im Servobedienpult. Der Antrieb für die Drehbewegungen erfolgt über einen Druckluftmotor. Mit dem Arbeitsradius von 2.825 Millimeter erreicht das Handhabungsgerät die bereitgestellten Schaltschränke, so dass sich eine Querachse auf dem Laufwagen erübrigt.

Herausforderung war die Gestaltung des Greifers, denn der Abstand zwischen den Seitenwänden des Schaltschranks und den Kanten des Verdrahtungsrahmens ist winzig; zum Einsetzen müssen die Kanten des Verdrahtungsrahmens exakt parallel zu den Schaltschrankwänden sein. Hier hilft eine Kurbel, mit der sich der Verdrahtungsrahmen manuell um ein bis zwei Grad schwenken lässt. pb

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