Handhabungstechnik

Feinster Schnitt mit Licht und Wasser

Ein zarter Hauch von Blech: Nur 20 Mikrometer schmal sind die Spalten in der gerade mal 0,05 Millimeter starken Edelstahl-Platine. Die Durchmesser ihrer Bohrungen erreichen kaum 0,2 Millimeter und die Stegbreiten liegen bei etwa 0,05 Millimeter. Solche superfiligranen aber hochpräzisen Klein- und Kleinstteile gehören zu den Spezialitäten von LK Mechanik. Sie entstehen bereits seit einigen Jahren im Laserfeinschneiden und seit Anfang 2011 auch im Wasserstrahl-Microcutting. Für beide Verfahren hat sich LK Mechanik mit High-Tech-Anlagentechnik ausgestattet und ist in der Lage, eine große Auswahl verschiedener Werkstoffe zu bearbeiten. Die Palette reicht hier von Edelstahl über NE- und Hartmetall bis hin zu Kunststoff, Keramik, Carbon und PKD. Auch Verbundmaterialien, Chipträger und Silizium werden in Heuchelheim geschnitten.

Feinschneiden in Perfektion

Laserfeinschneiden: Hauchdünn die Edelstahl-Platine, winzig die Durchmesser ihrer Bohrungen. Solche superfiligranen aber hochpräzisen Kleinstteile gehören zu den Spezialitäten von LK Mechanik. (Fotos: LK Mechanik)

Mit der Möglichkeit - je nach Teilegeometrie oder Werkstoff - auf zwei ultrapräzise Feinschneid-Technologien zugreifen zu können, ist LK Mechanik Zulieferer für Hersteller in den Bereichen Feinmechanik, Elektrotechnik, Luft- und Raumfahrt sowie Medizintechnik, Uhrenindustrie und Musterbau. Hier werden Kleinstbauteile und Miniaturkomponenten mit extremen Anforderungen an Form- und Wiederholgenauigkeit benötigt. LK Mechanik steht dabei sowohl für kleine als auch große Serien zur Verfügung. Während die Laserschneid-Anlage des Unternehmens für die Feinstbearbeitung dünner Bleche, winziger Formteile und komplexer 3D-Geometrien zum Einsatz kommt, liegt der Schwerpunkt beim Wasserstrahl-Microcutting auf 2D-Bauteilen, die keinerlei Wärmeeinbringung vertragen. Denn der Vorteil des bei LK Mechanik verwendeten Wasserstrahl-Feinschneid-Verfahrens liegt (im Vergleich zur konventionellen Wasserstrahltechnik) nicht allein in den erheblich feineren, präziseren und wiederholgenaueren Konturenschnitten; vielmehr schont die Technologie auch die Gefügestrukturen und Oberflächen der Werkstoffe, da sie völlig ohne Wärmeentwicklung auskommt. Außerdem arbeitet das Wasserstrahl-Microcutting schneller und preiswerter als etwa das Drahterodieren und der Aufwand für die Nachbearbeitung geht gegen Null, weil Gratbildung kaum vorkommt. Ein weiterer Pluspunkt des bei LK Mechanik eingesetzten Verfahrens besteht in der Möglichkeit, auch ohne Abrasivmittel nur mit Reinwasser zu schneiden. So lassen sich Schnittspalte von nur 20 Mikrometer und Stegbreiten von nur 0,05 Millimeter erreichen. bw

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