Schall-Messen

Fachmessen sind Konjunkturmotoren

Messeveranstalter Schall setzt auf Mehrwert für Märkte
Paul Eberhard Schall sieht bei seinen Fachmessen trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds weiter deutlichen Andrang der Aussteller. (Foto: Dlugosch)
Von der Control im Mai bis zur Blechexpo und der Schweisstec im Dezember verzeichnen die insgesamt 17 Produktpräsentationen des Messeveranstalters Paul Eberhard Schall in diesem Jahr trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds reges Interesse und weiter deutlichen Andrang der Aussteller. Die Auswirkungen der Rezession seien überall spürbar, berichtete der 70-Jährige in Stuttgart, aber „wer in diesen Zeiten nicht präsent ist, wird verlieren“, erklärte er im Bewusstsein, dass der Mittelstand darauf angewiesen ist, Flagge zu zeigen.

Wer technologisch innovativ ist, macht sich von wirtschaftlichen Schwankungen unabhängiger, ergänzte Schall und betonte, in dieser Hinsicht seien Fachmessen „tatsächlich Konjunkturmotoren“. Jeder Messeveranstalter müsse zwar mit Verkleinerungen rechnen, sei es am Aufbau oder an der Quadratmeterzahl, aber der Stand selbst werde nicht in Frage gestellt, erzählte der Messeveranstalter aus seiner Erfahrung, der im vergangenen Jahr 28 Millionen Euro Umsatz erzielte. Damit bestätigte sich rückblickend die umstrittene Entscheidung, seine großen Messen von Sinsheim nach Stuttgart zu verlagern. Aktuell verzeichnete die 23. Control 850 Aussteller aus 24 Ländern, berichtete Rainer Färber, Leiter Marketing & Öffentlichkeitsarbeit der P. E. Schall. Die internationale Fachmesse für Qualitätssicherung in Stuttgart liegt damit schon knapp hinter dem Vorjahr, als 900 Unternehmen vertreten waren. Parallel zur prozesskettenrelevanten Darstellung der Bereiche Bildverarbeitung, Mikromesstechnik und industrielle Wäge- und Zähltechnik bot das Begleitprogramm der Leitmesse für Qualitätssicherung Fachseminare und Foren an. Die 28. Motek vom 21. bis 24. September 2009 verzeichnet ebenfalls bereits reges Interesse: Mehr als 70 Prozent der Ausstellungsfläche in Stuttgart sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bereits gebucht. Als Ergänzung zum Forum für Aussteller soll die Verbindung von Forschung, Bildung und Industrie in den Vordergrund rücken. Neu eingerichtet werden Themenparks, in denen aktuelle und sich abzeichnende Trends sowohl beleuchtet als auch praxisgerecht dargestellt werden. Diese Themenparks sind als strategische Ergänzung für alle Messen gedacht. Den Start machen die Themen Mechatronik, Mikrosystemtechnik und Ausbildung/Wissenschaft. Der Fachkongress „Mit Blick in die Zukunft“ in Zusammenarbeit mit dem Kompetenznetzwerk Mechatronik BW und dem Fraunhofer-Institut Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) wird als Mehrwert die technologischen Trends auch aus dem Themenpark aufgreifen.

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Die Fakuma vom 13. bis 17. Oktober wird die Anwendungen der Kunststoffverarbeitung in allen Bereichen vom Auto bis zur Zahnbürste darstellen. Zur Jubiläumsausgabe der Leitmesse für den Spritzguss plant der „Messedienstleister“, wie Schall sich selbst nennt, einen besonderen Service für die langjährigen Aussteller: Der Weg vom Hotel zur Messe in Friedrichshafen soll durch einen Shuttleservice erleichtert werden. Bei den Messen Blechexpo und Schweisstec rechnet der Messeveranstalter Schall mit dem gleichen Ausstellerangebot wie im Vorjahr, da sich die Anmeldungen fast auf dem Niveau des Rekordjahres 2007 bewegen. Neu hinzu kommen die Elektro- und Druckluftwerkzeuge. In Zusammenarbeit mit den Verbänden Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) und dem Deutschen Verband für Schweißen und verwandte Verfahren (DVS) wird die Zusatzveranstaltung „moderne Lichtbogenschweiß- und Anlagentechnik“ angeboten. Auf Zulauf stoßen die Schall-Fachmessen auch im Ausland. Die Konzepte verzeichnen in Frankreich, Italien, Österreich, Schweden, Indien und China wachsendes Interesse. Vom Start der ersten Fabtec India berichtete Schall zufrieden und sah auch für die anstehenden Messen I-Plast sowie die Fakuma in Indien großes Potenzial. Georg Dlugosch/pb

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