Roboter-Flügelbearbeitung

Automation bekommt Flügel

Das Bearbeiten eines Flügelabschnitts einer Windkraftanlage ist eine Aufgabe, die sich wegen der komplexen Flügelgeometrie bislang nicht automatisieren ließ. Das ist jetzt anders: GDC Consulting hat ein Verfahren vorgestellt, bei dem Roboter auf einer Linearachse verfahren, um die bis zu 80 Meter langen Flügel zu bearbeiten – zum Beispiel schleifen, polieren, lackieren. Die Roboter sind mit Sensorik ausgestattet, damit sie der tatsächlichen Kontur folgen und exakt gleichmäßig das Material abtragen. Bei einem einzigen Flügel einer 2,5 Megawatt-Anlage kann man nach Angaben von GDC auf diese Weise rund 200 Mannstunden sparen. Hinzu kommt: Der Schleifstaub aus Glasfasern gefährdet die Gesundheit des Bearbeiters – dem Roboter indes macht er nichts aus. Ziel der Firma GDC aus Gütersloh ist eine Komplettautomatisierung der Windkraftanlagen-Fertigung, deshalb will das Unternehmen eine Prototyp-Fertigungsstation bei einem Hersteller oder Zulieferer von Windkraftanlagen installieren. Außerdem hat GDC gemeinsam mit zwei spanischen Maschinenbauern das Acolus-Konsoritum gebildet, in dem verschiedene Fertigungs- und Automatisierungskompetenzen gebündelt sind. Einer der Partner entwickelt und fertigt Großbearbeitungszentren für Windkraftgondeln sowie CNC-Maschinen zur Fertigung von Lagerringen und Flanschen der Blattlager, die mit einer patentierten selbstzentrierenden Aufspannvorrichtung ausgestattet sind. pb

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