Linearförderer

Kleines mit Schwung

Mit der Entwicklung der Generation von Linearförderern der Baureihen HLF-M (Hybrid-Linear-Förderer Magnetantrieb) sowie HLF-P (Hybrid-Linear-Förderer Piezoantrieb) will der Handlingmodule- und Zuführtechnik-Spezialist Afag einmal mehr seine Systemlösungs-Kompetenz für die Zuführung großer bis ganz kleiner Montageteile unter Beweis stellen. Der Grund: Zum einen schreitet bei Bauteilen und Baugruppen die Miniaturisierung fort, zum anderen wird die Funktionsintegration und damit die Aufgabenstellung zunehmend komplexer. Deshalb haben die Afag-Ingenieure den HLF-M und den HLF-P entwickelt. Beide Reihen haben eine geschlossene, kompakte und konstruktiv leicht integrierbare Bauform sowie einen optimierten Schwingkräfteausgleich. Er basiert in beiden Varianten auf dem Prinzip des Massenausgleichs sowie der speziellen Anordnung der Massenschwerpunkte von Nutz- und Gegenmasse. Dabei werden freie Schwingkräfte größtenteils direkt im Gerät eliminiert und nicht – wie bei konventionellen Geräten üblich – in den Geräteunterbau abgeleitet. Folglich gibt es keine Störschwingungen, die sich in einer Montagestation oder -anlage negativ auswirken oder die beim Sortieren, Vereinzeln und Zuführen für Störungen sorgen können. Außerdem wird durch die Aufhängung der Massen die Entstehung von Querschwingungen vermieden, was zu einer ruhigen und schonenden Bauteile-Förderung und damit zu spürbar mehr Prozesssicherheit führt. Die Montagefläche ist lang und breit, daher gestaltet sich der Aufbau unterschiedlichster Förderschienen einfach. Die Reihe M gibt es in drei Baugrößen mit Standard-Förderschienenlängen von 400, 500 und 600 Millimeter Länge. Die Reihe P gibt es in zwei Baugrößen mit 300 und 400 Millimeter Standard-Förderschienenlänge. Diese Reihe verdient besondere Beachtung, wenn es um das Zuführen kleiner und kleinster Bauteile geht. Denn mit der Piezoantriebstechnik lassen sich Kleinstteile mit Frequenzen bis zu 250 Hertz anregen und fördern, wobei der Teiletransport durch die geringen Schwingweiten (0,01 bis 0,15 Millimeter gegenüber dem Magnetantrieb mit 0,5 bis zwei Millimeter) und hohen Beschleunigungen nahe am Gleitförderbereich liegt. Der Piezoantrieb benötigt weniger Energie als ein vergleichbarer, herkömmlicher Linearförderer. pb

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