Greifer mit Vielzahnführung

Mehr Führung

Der Trend bei Greifern geht zur Vielzahnführung
Kräfte und Momente werden an der Vielzahnführung verteilt – das ermöglicht eine höhere Greifkraft beziehungsweise den Einsatz längerer Finger. (Foto: Schunk)
Höchste Effizienz und Zuverlässigkeit sowie Langlebigkeit – in der Automation sind die Vorgaben klar. Der Lauffener Spann- und Greiftechnikspezialist Schunk hat sein Produktprogramm darauf ausgerichtet und mit der Vielzahnführung Maßstab bei Greifern gesetzt.

Die Last auf viele Schultern verteilen – das ist das Prinzip der von Schunk entwickelten Vielzahnführung. Die Führungsaufgaben bei Parallel- und Zentrischgreifern wird nicht mehr von der klassischen T-Nut übernommen, sondern von mehreren, parallel angeordneten Prismenführungen. Der Vorteil: Kräfte und Momente werden auf mehrere Führungsflächen verteilt, sie sind daher höher belastbar. Der Effekt: Bei gleicher Greifergröße können längere Greiferfinger eingesetzt werden, ohne die Führung zu überlasten. Durch das Plus an Führungsfläche wird die Flächenpressung und somit der Verschleiß auf ein Minimum reduziert. Die Vielzahnführung sorgt somit ein Greiferleben lang für geringstes Führungsspiel.

Weniger Schubladeneffekt

Mit den parallel angeordneten Prismenführungen haben die Schunk-Ingenieure den so genannten „Schubladeneffekt“ deutlich reduziert. Er tritt gewöhnlich dann auf, wenn eine konventionell flach geführte Schublade herausgezogen wird und dabei die Führungslänge L abnimmt, während die Führungshöhe H gleich bleibt. Je kleiner das Verhältnis L/H, desto größer sind die Winkelabweichungen zwischen Schublade und Führung und damit die punktuellen Belastungen. Anders bei der Vielzahnführung: Kräfte und Momente werden auf viele Führungsflächen verteilt und damit die Flächenpressung vermindert. Die Führung wird dadurch präziser, steifer, stabiler und belastbarer. Der Vorteil: Der Verschleiß sinkt, die Lebensdauer steigt.

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In der Simulation zeigt sich, dass bei einer konventionellen T-Nuten-Führung im Bereich der Ecken lokal sehr hohe Spannungen auftreten. Im Vergleich dazu werden bei der Vielzahnführung die Spannungen schnell verteilt und der Kraftfluss ohne Umwege in den unteren, massiven Teil der Führung geleitet.

Die Leistungsfähigkeit seiner Komponenten unterstreicht der Lauffener Anbieter mit einer bemerkenswerten Garantiezeit: Alle pneumatischen Greifer mit Vielzahnführung haben eine 36-monatige Gewährleistung und eine 30-Jahre-Funktionsgarantie. Die Longlife-Garantie sichert ein Greiferleben lang alle eventuell notwendigen Reparaturen zum Festpreis; das ermöglicht eine präzise TCO-Planung der Gesamtkosten über die gesamte Lebensdauer einer Anlage.

Die Vielzahnführung ist inzwischen in etlichen Greifervarianten realisiert. Flaggschiffe sind die Baureihe der pneumatischen Parallelgreifer PGN-plus sowie die dreifingrigen Zentrischgreifer der Baureihe PZN-plus. Mit ihnen lassen sich viele Handlingaufgaben für sowohl ganz leichte als auch schwere Lasten lösen. pb

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