Flächengreifer

Ein Tausendsassa greift zu

Schmalz verspricht prozesssichere Handhabung für Glattes und Raues.

Das neue Flächengreifsystem FMP/FXP sorgt für effiziente Handhabung in automatisierten Prozessen und wird in diesem Jahr als dritte Greifer-Generation am Markt eingeführt. Die Baureihe FXP wird erstmals auf der Motek vorgestellt.

„Das neue Flächengreifsystem FMP/FXP ermöglicht die problemlose Handhabung von Werkstücken aus verschiedenen Materialien wie Holz, Blech, Glas, Karton oder Kunststoff mit verschiedenartigen Geometrien, Oberflächen, und Abmessungen. Sogar die Aufnahme kann an ungenauer Position erfolgen“, sagt Peter Gröning, Leiter Geschäftsentwicklung Vakuum-Greifsysteme bei Schmalz. Es sorgt für eine prozesssichere Handhabung, sowohl von porösen Werkstücken als auch mit Aussparungen. Das System eignet sich besonders für den Einsatz in der Holz- und Möbelbranche für die Handhabung von beschichtetem oder sägerauem Holz wie Bretter, Balken oder Platten. Die neue Generation FMP/FXP spielt ihre Stärken auch in Verpackungsprozessen aus und eignet sich zum automatisierten Palettieren und Depalettieren von Kartons, Beutel- und Folienverpackungen oder eingeschweißten Produkten.

Einschub verbessert die Strömung

Zur Strömungsoptimierung hat Schmalz das Greifsystem mit einem speziellen Einschubelement und leckagefreien Strömungsventilen ausgestattet. Mit Erfolg, denn ein Vergleich mit den besten Wettbewerbsprodukten verdeutlicht den Effekt: Der FMP erzeugt durchschnittlich 86 Prozent mehr Saugkraft auf sägerauen Werkstücken und 87 Prozent mehr Saugkraft auf Werkstücken mit glatter Oberfläche, so das Schwarzwälder Unternehmen. Der Flächengreifer FMP, mit Anschluss für externe Vakuumerzeugung, ist wahlweise mit einer Saugfläche aus Einsteck-Balgsaugern oder hochflexiblem Dichtschaum erhältlich. Neu ist die optimierte Klebefolie, mit der der Dichtschaum auf dem Ventil-Baustein fixiert wird. Im Verschleißfall lässt sich der Dichtschaum rückstandsfrei abziehen. Da eine aufwändige Blechreinigung künftig entfällt, lässt sich der Aufwand für den Schaumwechsel um 90 Prozent reduzieren.

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Eine innovative Ventilfolie ermöglicht den schnellen Tausch von Ventilart und -größe. Somit kann das Greifsystem schnell auf geänderte Anforderungen adaptiert werden. Sogar Strömungsventile können nachträglich und schnell ein- oder ausgebaut werden. Dies ermöglicht dem Anwender ein Maximum an Flexibilität bei minimalem Kosteneinsatz. Der Grundkörper der Flächengreifer besteht aus einem bewährten, optimierten Einkammer-Aluminium-Strangpressprofil. Nutleisten seitlich am Körper dienen zur Befestigung von Sensoren für Teileerkennung und zur Taktzeitoptimierung. Das bereits erwähnte Einschubelement zur Strömungsoptimierung schafft verbesserte Energieeffizienz, eine schnellere Evakuierung des Vakuumraums und eine hohe Leckage-Kompensation bei porösen Werkstücken. Somit können kürzere Handlingszeiten realisiert werden.

Die Flächengreifer FMP/FXP verfügen über eine höhere Haltekraft und Fehlertoleranz durch Strömungsventile ohne Bypass und eine Schaumrasterung mit höherer Saugzellendichte. Schmalz legte auch großen Wert auf eine erhöhte Wartungs- und Servicefreundlichkeit. So entfällt beispielsweise durch das Einkammerprofil das Wechseln von Dichtungen und das Umrüsten auf geänderte Strömungstechnologie. Zusätzlich wurde das Gewicht des Greifsystems um 25 Prozent reduziert, was durch den Einsatz kleinerer Robotereinheiten zu einer schnelleren Amortisierung des Gesamtsystems führt. Die Zykluszeiten können durch die Gewichtsreduktion außerdem verkürzt und die Produktionsprozesse beschleunigt werden.

bw

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