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Artikel und Hintergründe zum Thema

Flächengreifer

Keine Ecken und Kanten

Flächengreifer mit patentierter Ventiltechnik. Fluidtechnik Bückeburg stellt einen Flächengreifer eigens für Roboter mit niedriger Nutzlast sowie für kollaborierende Roboter vor. Um das Verletzungsrisiko zu minimieren, hat der Hersteller alle Ecken abgerundet.

Vakuum-Flächengreifer Unigripper Co-Light. © (Bild: Fluidtechnik Bückeburg)

Bei der Zusammenarbeit von Mensch und Maschine haben Unternehmen strenge Sicherheitsanforderungen zu erfüllen. Zugleich können sie Vorteile aus der Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) gewinnen, etwa die Ergonomie und Entlastung der Mitarbeiter. Werden Roboter an strategisch klugen Stellen eingesetzt, an denen die Arbeiter entlastet werden können, lässt sich die Zahl der Krankheitstage reduzieren, was unter anderem Produktivitätssteigerungen bewirkt. Hier setzt Fluidtechnik Bückeburg an und stellt den Unigripper Co-Light vor: Der Vakuum-Flächengreifer wurde vom schwedischen Unternehmen Tepro Machine & Pac System entwickelt und wird im deutschsprachigen Raum von Fluidtechnik Bückeburg vertrieben.

Vorgängerversionen des Flächengreifers bewähren sich seit Jahren in unterschiedlichen Einsatzgebieten. Die Ventiltechnik wurde schon 1997 patentiert: Das Vakuum wird mittels Ejektor oder Seitenkanalverdichter erzeugt. Anschließend wird es über einzelne Saugbohrungen im Greifer zum Produkt geführt, wodurch dieses angesaugt werden kann. Das System erkennt selbstständig, in welchen Bereichen sich ein Produkt unter dem Greifer befindet; nur an diesen Stellen wird der volle Vakuumfluss freigegeben. Deshalb lassen sich mit dem Flächengreifer Waren unterschiedlicher Größe handhaben – auch Produkte aus porösen Materialien wie Pappe oder Holz.

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Nun ist mit dem Unigripper Co-Light eine Variante auf dem Markt, die sich speziell für die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine bei niedriger Nutzlast eignet. Die zusätzliche Installation eines Vakuum-Reglers mit verbessertem Vakuum-Fluss sorgt dafür, dass sich die Quetschgefahr für den Arbeiter verringert. Damit lässt sich, abhängig von den jeweiligen Anforderungen, der Unterdruck regeln. Das trägt zu einer geringeren Verletzungsgefahr bei und führt auch zu einem niedrigeren Druckluft- und Energieverbrauch.

Um Sicherhetisanforderungen für die MRK zu erfüllen, hat der Hersteller alle Ecken des Flächengreifers abgerundet. Da er mittels additivem Druckverfahren aus einem Kunststoff-Metall-Sinter-Gemisch hergestellt wird, ist der Unigripper Co-Light um 30 Prozent leichter als sein Vorgängermodell, der Light Weight Gripper. Das niedrige Gewicht bietet Vorteile bei hohen Taktzahlen. Die integrierte Werkzeugwechselfunktion ermöglicht es, das Modul innerhalb kürzester Zeit abzumontieren und durch einen anderen Roboteraufsatz zu ersetzen, sodass keine Stillstandzeiten während des Produktionsprozesses entstehen. Auch die Installation sei einfach: Neben dem Anschluss an den Roboter muss der Flächengreifer lediglich mit Druckluft versorgt werden. pb

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