Komponenten für Handhabung und Montage

handling award für das MRK-fähige Kraftpaket

Für den Wachstumsmarkt der kollaborativen Robotik hat der Ludwigsburger Greiferhersteller Weiss Robotics das servoelektrische Greifmodul CRG 200 vorgestellt und von der Jury des handling awards in der Kategorie Komponenten für Handhabung und Montage den ersten Platz erhalten.

Peter Eberhard, Verlagsleiter Weka Business Medien, Dr. Karsten Weiß, Geschäftsführer Weiss Robotics, Meike Schlembach. Laudatorin Prf. Dr. Kirsten Tracht und Juror Achim Gauß. © Manuel Hauptmannl

Der CRG 200 mit 200 Newton Greifkraft kann in Applikationen eingesetzt werden, für die bisherige kollaborative Greifer zu wenig Ausdauer hatten. Der 85-Millimeter-Hub ermöglicht den flexiblen Einsatz bei diversen Aufgaben. Parametrierung, Ansteuerung und Diagnose des CRG 200 erfolgen über den Industriestandard IO-Link. So kann der Anwender den aktuellen Zustand des Greifprozesses permanent überwachen und falls erforderlich nachjustieren. Die integrierte Greifteilerkennung macht externe Sensoren überflüssig und kann flexibel über IO-Link parametriert werden. Für eine zuverlässige Handhabung über den gesamten Prozess hat der CRG 200 eine serienmäßige Werkstücküberwachung; sie alarmiert die Anlagensteuerung, sollte wider Erwarten ein Werkstück verlorengehen.

Auch bei der Greifkraft punktet der CRG 200: Statt zur Einstellung der Greifkraft den Motorstrom zu begrenzen, hat der Weiss-Greifer eine modellbasierte sensorlose Greifkraftregelung, mit der die Greifkraft präzise und unabhängig von äußeren Einflüssen geregelt wird. Damit ist auch die Handhabung sonst nur schwer greifbarer Werkstücke, etwa spröde oder nachgiebige Teile, prozesssicher möglich. Für den Fall eines Stromausfalls hat der CRG 200 eine Greifkraftsicherung, die die zuletzt eingeregelte Greifkraft permanent erhält und eine Fortsetzung des Prozesses sofort nach Wiedereinschalten ermöglicht.

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Der CRG 200 kommt serienmäßig mit der neuen, zum Patent angemeldeten, Permagrip-Greifkraftsicherung. © Weiss Robotics

Der CRG 200 wurde speziell für kollaborative Anwendungen entwickelt und erfüllt standardmäßig die DGUV-Empfehlungen für kollaborative Robotersysteme sowie die Anforderungen der Norm ISO/TS 15066 und hat eine sichere Greifkraftbegrenzung. Das vereinfacht die obligatorische Risikobeurteilung der Anlage in kollaborativen Roboteranwendungen, beschleunigt das Engineering und trägt zur Kosteneinsparung bei. Abgerundete Kanten vermeiden Verletzungen. Der integrierte blendfreie Leuchtring teilt dem Werker gut sichtbar den aktuellen Anlagenzustand mit.

Permagrip ist die eine MRK-fähige Greifkrafterhaltung, die bei manueller Werkstückentnahme nicht zuschnappt und dadurch auch im direkten Zusammenspiel mit dem Menschen sicher einsetzbar. Um eine nahtlose Fortsetzung der Produktion nach Verlust der Stromversorgung sicherzustellen, hat der der CRG 200 eine präzise Absolutsensorik, mit der die Fingerposition ohne Referenzfahrt beim Einschalten bestimmt wird.

Alle Gewinner des handling awards 2018 auf der Bühne. © Manuel Hauptmannl

Der CRG 200 ist robust und langlebig und damit nicht nur für Cobot- sondern auch für anspruchsvolle Industrieanwendungen geeignet. Möglich machen dies seine wartungsfreien und reibungsarmen Wälzlagerführungen mit FDA-konformer Lebensdauerschmierung. Durch die Doppellagerung der Grundbacken ist die Greifkraft nahezu unabhängig von der Fingerlänge. Der ebenfalls wartungsfreie bürstenlose DC-Servomotor mit seinem patentierten Antriebsstrang sorgt für Dynamik, Effizienz und lange Lebensdauer. pb

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