Handhaben

Dynamik, Intelligenz, Effizienz

Electric Power für Handling-Module
Energieeffizienz, Leichtbau, Kompaktheit, Ressourcenschonung auf der einen, Flexibilität, Dynamik, Positioniergenauigkeit, Prozessüberwachung auf der anderen Seite – elektrische Handling-Module geben nicht nur auf anwendungstechnische Herausforderungen Antworten.

Pneumatisch, hydraulisch oder mechanisch betriebene Handling-Module geraten immer schneller an ihre Grenzen, wenn es in der Produktions-, Montage- und Prüftechnik- Automatisierung um solche Forderungen wie Anwendungs-, Nutzungs-, Prozess-, Ausrüstungs- und Umrüstungs-Flexibilität geht. Mit steuer- und regelbaren mechatronisch bzw. elektrisch betriebenen Handling-Modulen dagegen lassen sich gleichbleibende oder wechselnde Einachsen-/Mehrachsen-Abläufe dauerhaft in reproduzierbarer Genauigkeit bewerkstelligen. Zwar sind pneumatisch betriebene Handlingmodule in der Beschaffung zunächst günstiger, jedoch sind sie im Normalfall auch nur für eine bestimmte Funktion ausgelegt. Außerdem steigt der Druck zu Gebrauchs- und Energieeffizienz-Alternativen, weil sich der Modularitäts-, System- und Weiter- und Wiederverwendungs-Gedanke, in Gestalt weitgehend standardisierter Produktions-, Montage- oder Prüfzellen, verstärkt durchzusetzen beginnt. Dabei werden die Grundzellen (ähnlich den CNC- Bearbeitungszentren) meistens mit einem frei programmierbaren ein- bis mehrachsigen Handlingsystem versehen.

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Folgerichtig sind dann je nach Auftrag oder Produktvariante nur noch die „Werkzeuge“ und die „Werkstückaufnahmen“ anzupassen. Deshalb müssen die Zellen, und damit vor allem die Handlingsysteme, einen hohen Freiheitsgrad bezüglich Dynamik sprich: Beschleunigung, Geschwindigkeit, Positionierung, Reproduzierbarkeit von ein- bis mehrachsigen Bewegungsabläufen sowie hohe Intelligenz für schnelle Reaktionen und prozessüberwachte Abläufe aufweisen. Prinzipiell ist das auch mit pneumatischen Handlingmodulen plus SPS-Steuerungen plus Schnittstellen für die Kommunikation und entsprechender Software möglich, verlangt jedoch einen deutlich zu hohen und damit bald unwirtschaftlichen Aufwand. Aus diesem Grund hat Afag, der Spezialist für Handling-Module und Zuführtechnik, schon vor einigen Jahren mit der Entwicklung und Herstellung von elektrischen Handlingmodulen und Portalachsen begonnen. Den elektrischen Modulen der Baureihe LME schließen sich nun die Nachfolger-Baureihe LE (Linearmodul elektrisch), die Erweiterung der Baureihe SA (Spindelausleger) sowie die neue Steuerung im Niederleistungsbereich SE-24 an.

Die neue LE-Familie

Hauptmerkmal der LE-Familie an elektrischen Linearmodulen gegenüber den Vorgänger- Modulen LME sind die nochmals gesteigerte Flexibilität sowie die neue Größenabstufung. Die elektrischen Linearmodule LE gibt es in den Baugrößen LE-50, LE-60 und LE-70. Außerdem gibt es für höhere Momentenbelastung die Ausführungen LE-50-D, LE-60-D und LE-70-D. Die Linearmodule LE sind für Hublängen ab 100 und bis 1.000 Millimeter lieferbar, wobei der Hub kundenspezifisch in 20 Millimeterschritten gewählt werden kann. Die Linearmodule LE-50 sind für Nutzlasten bis zehn Kilogramm ausgelegt und haben einen max. Hub von 600 Millimeter. Die Linearmodule LE-60 nehmen Nutzlasten bis 20 Kilogramm auf und werden mit Hublängen bis 800 Millimeter gefertigt. Die Linearmodule LE-70 transportieren Nutzlasten bis zu 30 Kilogramm und sind in Hublängen bis 1.000 Millimeter lieferbar. Die LE-Module werden als anschlussfertige Einheiten mit Befestigungsflanschen und Steckern sowie Motor- und Geberkabel geliefert. Bei Bedarf können die einzelnen Achsen verschiedener Baugrößen bis hin zu Mehrachsen-Handlingsystemen kombiniert werden. Für hoch dynamische Bewegungsabläufe sorgen enorme Beschleunigungen von 40 m/s2 beziehungsweise 50 m/s2 (LE-70) und Geschwindigkeiten bis 3,5 m/s beziehungsweise 5 m/s (LE-70). Nicht zuletzt sind die LE-Module optimal auf die Kombination mit den elektrisch betriebenen Spindelauslegern der Baureihe SA abgestimmt und die extrem schlanke Bauweise erlaubt das platzsparende Aneinanderreihen zum Beispiel in Montagelinien oder auch in Rundtaktanlagen. Dadurch werden die Montagelinien kürzer und kompakter bzw. in Rundtaktsystemen lassen sich deutlich mehr Funktionseinheiten beziehungsweise Prozessstationen integrieren.


Zuwachs für die SA-Familie

Mit der Modul-Baureihe elektrische Spindelausleger SA 3 und SA 6 sorgte Afag vor einiger Zeit für Furore, weshalb die praxisgerecht konzipierten Spindelausleger SA von Anfang an auch ihren Weg machten. Nun steht mit dem brandneuen Spindelausleger der Baugröße SA-1 nun eine kleinere Variante zur Verfügung. In Konzept und Form gleich wie die größeren Brüder ausgeführt, gibt es die Spindelausleger SA-1 in den drei Versionen SA-1-50 (mit 50 Millimeter Hub), SA-1-100 (mit 100 Millimeter Hub) und SA-1-150 (mit 150 Millimeter Hub). Bezüglich der mechanischen Genauigkeit und der Antriebspräzision sowie eben der Abmessungen erlauben die Spindelausleger SA-1 den Vorstoß in neue Anwendungsfelder, womit der Automatisierungsgrad auch in bisher als nicht machbar gedachten Bereichen erhöht werden kann. Denn die Spindelausleger SA-1 sind mit nur 30 Millimeter Breite sehr schlank und lassen sich demnach auch bei sehr engen Platzverhältnissen zum Beispiel in Rundtaktautomaten problemlos integrieren. Durch die extrem schmale Bauweise sind die Spindelausleger SA-1 in ihrer Leistungsklasse die Kleinsten!

Revolutionär: Greifer SG-50 und Regler SE-24

Absolut passgenau, und wie gewohnt kompatibel zum Afag-Lieferprogramm an elektrischen Linear-Modulen LE oder Spindelauslegern SA, gibt es die sehr erfolgreichen Servogreifer SG-50, die über eine integrierte Messfunktion verfügen. Dadurch erübrigen sich zum Beispiel zusätzliche Prüf- oder Kontrollvorgänge oder es lassen sich zum Beispiel Varianten erkennen. Damit tragen die Servogreifer SG-50 zur Reduktion der unproduktiven Nebenzeiten bei, vereinfachen Handhabungs-Prozesse und verkürzen die Durchlaufzeiten. Das Portfolio an elektrischen Handling-Modulen wird durch den neuen Regler SE-24 ergänzt. Die SE-24 passt perfekt zu allen kleineren elektrischen Handling-Modulen von Afag, nämlich zur elektrischen Kompakt-Dreheinheit RE-50, zum Spindelausleger SA-1, zum Servogreifer SG-50. Zudem rundet die SE-24 das Programm an Steuerungen der SE-Baureihe (SE-48, SE-Power) im Niederleistungsbereich bis 120 Watt ab. Alle Regler der SE-Baureihe sind speziell auf den Betrieb der Afag-Module abgestimmte Servo-Positionsregler. SE-48 und SE-24 sind zudem nach Schutzart IP65 konstruiert und somit auch dezentral in einer Anlage einsetzbar. Merkmale wie Schnittstellen für alle gängigen Feldbussysteme, einfachste Handhabung und geringer Integrationsaufwand, oder auch die werksseitige Parametrierung und Abstimmung für optimalen Betrieb reduzieren Inbetriebnahme-Aufwand auf ein Minimum. Mit den elektrisch betriebenen Handling-Modulen für alle denkbaren Handhabungsfunktionen (lineare Vorwärts-/Rückwärts-Bewegungen, Hub-/Senk-Bewegungen, Greifen, Drehen/Schwenken) sowie den darauf abgestimmten Steuerungen stellt Afag dem Markt ein komplettes Baukastensystem für individuelle Automatisierungs-Lösungen zur Verfügung.

Elektrische Handling-Module  Kennziffer 414

Afag Automation, CH-Huttwil, Tel. +41/62/95987-11, Fax 95987-87, http://www.afag.com

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