Drehgreifer

Wie man’s dreht und wendet

Handling mit Drehgreifern. Die Produkte und Systemlösungen von Afag eignen sich für den Einsatz in Branchen wie Automotive, Pharma- und Konsumgüterindustrie.

Die elektrischen Greifer sind für millionenfache Lastwechsel ausgelegt und reduzieren die Betriebskosten. (Bild: Afag)

Dazu zählen auch pneumatische und elektrische Drehgreifer, mit denen Anwender Kleinteile sowie größere Komponenten oder Baugruppen schnell, wirtschaftlich und energieeffizient greifen, befördern und positionieren können.

In der Produktion sind Schnelligkeit und Variabilität gefragt – zum Beispiel, wenn es um den Transport von Komponenten oder Baugruppen von einer Bearbeitungsstation zur nächsten geht. Ein kontinuierlicher und wirtschaftlicher Materialfluss spart Zeit und Geld und wird damit für Unternehmen zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Große Vorteile bietet dabei eine modular aufgebaute Zuführ- und Handhabungstechnik, die sich flexibel an die jeweilige Anwendung anpassen lässt.

Für die intelligente Automatisierung von Greifvorgängen bietet Afag pneumatische und elektrische Greifer und Drehgreifer. Sie vereinen kraftvolles Greifen mit einer Drehbewegung in einem Modul und sind damit effizienter als herkömmliche, reine Greiflösungen. Die innovative Handhabungstechnik von Afag überzeugt durch einen fein abgestimmten Baukasten, mit dem das Unternehmen für jede Anforderung das passende System bietet. Die Nutzer profitieren von einer exakten und leistungsstarken Technik, die für millionenfache und reproduzierbar präzise Lastenwechsel ausgelegt ist.

Anzeige
Die winkligen Drehgreifer können Artikel nicht nur greifen und drehen, sondern auch wenden. (Bild: Afag)

Greif-Drehkombinationen vielfältig einsetzbar
Parallel zu den bewährten mechanisch-pneumatischen Greifern und Drehgreifern offeriert Afag auch ein breites Programm an elektrischen Lösungen, deren unterschiedliche Ausführungen sich in Leistung und Größe unterscheiden. Das Angebot reicht von modularen Greifern mit getrenntem Antrieb und Zange bis hin zu kompakten Universalgreifern. Durch den elektrischen Antrieb ist keine Druckluftversorgung mehr notwendig. Teure und wartungsintensive Druckluftsysteme fallen weg, wodurch sich im Vergleich zu herkömmlichen Antriebslösungen Einsparungen bei den Betriebskosten ergeben. Die Greifer packen schnell und kraftvoll zu, und eine Rotationsachse ermöglicht endloses Drehen. Zudem können Konstrukteure die Greifer mit unterschiedlichen Greifköpfen individuell ausrüsten. Auch das parallele Greifen mit einem maximalen Hub von zwölf Millimetern oder mit Schwenkbacken mit 180 Grad Greifwinkel lassen sich ohne aufwändiges und kompliziertes Aufrüsten realisieren.

Bei den rein elektrischen Greif-Drehkombinationen verbrauchen die Module nur dann Strom, wenn sich die Greifbacken- oder das Rotationsmodul bewegen. Die Teile werden in der Endlage ohne weitere Energiezufuhr kraftvoll gehalten. Das ist nicht nur materialschonend, sondern senkt auch den Stromverbrauch. Mit dieser Funktion erfüllen die Module die Anforderungen von Energy-on-demand, sprich der Energie auf Abruf.

Die kleinsten ihrer Leistungsklasse
Je nach Anwendung können sich auch pneumatische Systeme rentieren. Mit dem bewährten Drehgreifer DG 16 und dem neu entwickelten Drehgreifer DG 20 bietet Afag zwei leistungsstarke Lösungen für dieses Segment. Beide Greifer eignen sich für anspruchsvolle pneumatische Greif- und Rotationsvorgänge bei der Kleinteile-Handhabung. Als kompakte und sehr kurz bauende Drehgreifer ihrer Leistungsklasse überzeugen sie mit einer äußerst präzisen Backenführung. Während der DG 16 für ein maximales Massenträgheitsmoment von 0,5 kg/cm2 ausgelegt ist, weist sein großer Bruder, der DG 20, ein maximales Massenträgheitsmoment von 3,5 kg/cm2 auf – und ist damit stärker als vergleichbare Modelle.

Der DG 16 und der DG 20 bestehen aus einem Dreh-Greifantrieb sowie einem drehbaren Zangenkopf. Auf vier Seiten des Grundkörpers befinden sich Pneumatik-Anschlüsse, an die der Nutzer nach Bedarf die Druckluftversorgung andocken kann. Beide Greifer lassen sich vertikal und horizontal einbauen. Die Drehwinkel betragen standardmäßig 180 Grad. Die Besonderheit der DG 16 und DG 20: Für Anwendungen, bei denen nur eine Vierteldrehung nötig ist, können sie optional mit einem Festanschlag ausgestattet werden. Dieser begrenzt den Drehwinkel auf 90 Grad. Dank eines Backenhubs von zwei mal sechs Millimetern und einer Schließkraft von 50 Newton kann der DG 20 sehr flexibel und passgenau eingesetzt werden. Der DG 16 hingegen eignet sich für Anwendungen, bei denen nicht so viel Leistung notwendig ist. Auf einem kleinen Gehäuse aufbauend und somit sehr kompakt ausgeführt, hat er einen Backenhub von zwei mal drei Millimetern. Für Feineinstellungen sind die Drehgreifer mit einer Luftdrossel ausgestattet. Darüber ist ein exaktes, feinfühliges Ansteuern möglich. Störende Kabel lassen sich ins Innere des Greifers verlegen. Damit sind Schäden und Ausfälle durch Kabelbewegungen ausgeschlossen und Prozessstörungen werden vermieden.

Flexibel mit gewinkelten Drehgreifern
Für die bestmögliche Flexibilität beim Drehgreifen hat Afag die Drehgreif-Reihe um die Ausführungen DG 16-W und DG 20-W erweitert. Die Module können das Bauteil oder die Baugruppe nicht nur drehen, sondern auch wenden, wodurch noch mehr Bewegungsfreiheit gegeben ist. Die abgewinkelten Drehgreifer von Afag sind einzigartig auf dem Markt. Sie eignen sich besonders für Zuführ- und Positionieraufgaben und vereinfachen für die Entwickler und Hersteller von Montageanlagen und Sondermaschinen die Konstruktion und den Maschinenaufbau. as

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Greifer

Wechsel nicht erforderlich

Nicht selten benötigt ein Palettierroboter eigentlich zwei Greifsysteme, um sowohl Packstücke als beispielsweise auch Zwischenlagen aufzunehmen. Roteg setzt hier auf Multifunktionsgreifer, die verschiedene Handlingaufgaben bewältigen können.

mehr...

Greifer

Mechatronik mit IO-Link

Zur SPS IPC Drives erweitert Schunk sein Greiferportfolio um leistungsdichte Mechatronikgreifer, die unmittelbar per IO-Link oder Profinet parametriert und angesteuert werden können.

mehr...
Anzeige

Greifer

Flexibel ohne Kanten

Damit Cobots sich durchsetzen können, müssen sie vielfältig einsetzbar und einfach zu handhaben sein. Eine wesentliche Rolle spielen die End-of-Arm-Tools; gerade beim Anreichen von Teilen für die Verarbeitung durch den Menschen ist das Werkzeug...

mehr...

Greifer

Greifbacken sind technische Fingerkuppen

Greifbacken sind jener Teil eines Klemmgreifers, der den unmittelbaren stereomechanischen Kontakt zum Greifobjekt herstellt. Es ist oft aber kein reines Klemmen, sondern eine Kombination zwischen Kraft- und Formpaarung.

mehr...

Kollaboration

Teamarbeit ist angesagt

Schunk Electronic Solutions zeigt, wie Nutzentrenner für die Elektronikindustrie kollaborationsfähig gemacht werden können. In eine Nutzentrenner-Anlage SAR 1700 ist ein sechsachsiger Roboterarm UR5 integriert, der mit einem Co-act-EGP-C-Greifer...

mehr...