Handhabungstechnik

Kommunikativ von Punkt zu Punkt

Gleich mehrere Neuheiten von Zimmer: IO-Link Komponenten und Bremselement. Maschinen, die selbstständig miteinander kommunizieren, Prozesse die sich selbst anpassen und optimieren, die total vernetzte Produktion – das ist die Vision der Zukunft. Zimmer liefert hierfür Komponenten.

Bei einem intelligenten Greifer lässt sich die Greifkraft künftig unabhängig einstellen.

Künftig nimmt IO-Link eine immer bedeutendere Rolle in der Automatisierung ein – aus gutem Grund, meint Zimmer. IO-Link ist einfach und kostengünstig. Der IO-Link Standard wird auch als der USB des Maschinenbaus bezeichnet, und bei näherer Betrachtung zeigen sich zahlreiche Parallelen: Beide sind als sogenannte Peer-to-Peer-Verbindung und bidirektionale Kommunikation spezifiziert, beide Schnittstellen sind seriell und herstellerübergreifend; sowohl über USB als auch IO-Link können Signale oder Energie übertragen werden. Das bedeutet: Zentraler Vorteil von IO-Link ist die Kommunikationsfähigkeit; Sensoren und Aktoren können über IO-Link gleichermaßen Informationen senden und empfangen. Aus der bisherigen Datenübertragung auf die nächsthöhere Ebene wird bidirektionale Kommunikation. Zimmer hat aktuell elf neue IO-Link-Geräte aus dem Bereich Handhabungstechnik vorgestellt und zeigte deren smarte Eigenschaften und Flexibilität in unterschiedlichsten Anwendungen.

Greiferumstellung durch IO-Link
Um intelligente Komponenten an ein Automatisierungssystem anzubinden, setzt Zimmer auf IO-Link, weil sich zum Beispiel durch die Installation mit nur einem standardisierten Stecker der Installationsaufwand beträchtlich reduziert. Diese einfache Verdrahtung ermöglicht eine schnelle und kostengünstige Montage, bei der nahezu alle Fehlerquellen in der Installation ausgeschlossen sind. Die daraus resultierende rasche und fehlerfreie Inbetriebnahme reduziert Ausfallzeiten, erhöht die Maschinenverfügbarkeit und senkt Kosten. Bei einem intelligenten Greifer kann die Höhe der Greifkraft oder die Definition des Teachfensters unkompliziert am Gerät oder künftig durch eine von Steuerungsebene und Bedienzentrale unabhängige Device eingestellt werden. Da diese Parameter jederzeit durch die SPS verändert werden können, wird eine Anpassung oder Umstellung des Greifers auf eine andere Produktvariante durch IO-Link ermöglicht – das bedeutet: Die Bedienung der Komponente wird flexibler und nutzerfreundlicher.

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Zimmer stellt eine Weltneuheit vor: Das Bremselement der Baureihe LBHS klemmt und bremst ohne bewegliche Teile.

Neues hydraulisches Bremselement
Die Zimmer Group ist Markt- und Technologieführer bei Klemm- und Bremselementen und stellt aktuell mit einer eindrucksvollen Innovation seine technologische Kompetenzen unter Beweis: Das Unternehmen hat ein hydraulisches Bremselement entwickelt, das aus einem einzigen Funktionsbauteil besteht, keine beweglichen Teile enthält und die Brems- und Haltekräfte ausschließlich über die innere Spannung des Grundkörpers aufbringt. Die schmal bauende Baureihe LBHS besteht aus einem patentierten Unibody-Gehäuse, das weder Kolben noch Federn oder andere bewegliche und damit verschleißanfällige Teile enthält. In den Gehäuseblock sind lediglich per Drahterodieren gezielt Ölkanäle und Aussparungen eingebracht. Wird dieser Grundkörper mit Hydrauliköl beaufschlagt, spreizt er sich geringfügig auf und gibt dadurch den Schlitten auf der Linearachse frei. Fällt der Hydraulikdruck ab, nimmt das Element wieder seine ursprüngliche Form an und presst dadurch die beiden Bremsbacken an die Linearachse.

Das LBHS ist also im drucklosen Zustand geschlossen und bietet damit eine integrierte Notfunktion, die bei Druckverlust oder beim Ausfall der gesamten Anlage für den sicheren Stopp beweglicher Komponenten sorgt.

Die Bremse LBHS mit den Schnittansichten veranschaulicht das Wirkprinzip in geschlossener und druckbeaufschlagter, geöffneter Stellung. (Foto: Zimmer)

Baureihenerweiterung bei der Serie RBPS
Auch die Bremselemente der Serie RBPS haben sich in vielen Einsätzen als Absturzsicherungen für Rundführungsschienen bewährt. Sie schließen ebenfalls bei Druckabfall per Federkraft und sind mit einem Keilgetriebe ausgerüstet, das gleich mehrere Rollen hat und dadurch hohe Haltekräfte aufbringen kann. Diese Serie wird hauptsächlich in Portalen eingesetzt, etwa um den Absturz von Werkzeugen und Greifvorrichtungen zu verhindern, falls es zu einem Antriebsausfall, einem Bremsversagen, dem Riss eines Riemens oder dem Bruch einer Achse kommen sollte. Für den Einsatz im Schwerlastbereich hat Zimmer die Baureihe RBPS um die Wellendurchmesser 50, 55 und 60 Millimeter mit einer Haltekraft von 48 Kilonewton erweitert. pb

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