Handhabungsgerät

Türen schweben auf und davon

Pneumatisches Handhabungsgerät. Bei der Handhabung von Türenelementen, die in schmalen Transportgestellen zum Montageort gebracht werde, leistet das Handhabungsgerät Lissmac Posimat PB 80 nützliche Dienste – nicht zuletzt profitiert der Werker hier von einem ergonomisch gestalteten Arbeitsplatz.

Posimat PB 80 in Säulenausführung und Gegengewicht sowie einem extraschmalen Greifer mit vier Vakuumsaugern. (Foto: P. Springfeld)

Die Einrichtung ergonomisch ausgerichteter Arbeitsplätze dient der Entlastung der Mitarbeiter, und zugleich werden die Handhabungsprozesse sicherer – die Prozessqualität steigt. Im konkreten Anwendungsfall geht es um das Handling von Türen und schmaler Platten; mit dem Einsatz von Handhabungsgeräten wird das Umschlagsgut schonend gehandelt, und die Qualität der empfindlichen Oberflächen bleibt erhalten. Lissmac, der Hersteller des pneumatischen Handhabungsgeräts Posimat PB 80, hat für diese Anwendung einen schmalen, stabilen Greifer entwickelt. Dieser Greifer ist mit vier Vakuumsaugern aus silikonfreiem Kunststoff ausgestattet. Das notwendige Vakuum erzeugen Venturidüsen, die im Bedientableau eingebaut sind. Das schmale Lastaufnahmemittel ist seitlich vom Bedientableau installiert, damit der Bediener eine uneingeschränkte Sicht zur Aufnahme der Tür aus dem Transportgestell erhält.

Manuell geführtes Handlinggerät
Beim Posimat PB 80 handelt es sich um ein pneumatisch arbeitendes und manuell geführtes Handhabungsgerät, das auf einer Standsäule montiert und mit einem Gegengewicht ausgestattet ist. Das Gerät bietet einen Arbeitsbereich mit einem Radius von maximal 5.400 Millimeter; im konkreten Anwendungsfall sind es bedarfsgemäß 3.500 Millimeter. Für die sichere Funktion ist Luft mit einem Arbeitsdruck von mindestens sechs bar notwendig. Das Gegengewicht erhöht die Tragfähigkeit von 80 auf 120 Kilogramm ohne Lastaufnahmemittel. Die feste Verbindung mit dem Boden erfolgt über einen Flansch und eine Adapterplatte. Der Drehbereich um die Hauptsäule ist endlos. Die Drehbereiche der waagerechten und senkrechten Achsen lassen sich, um mögliche Kollisionen sicher auszuschließen, nach Wunsch des Anwenders beziehungsweise entsprechend der gegebenen Platzverhältnisse eingrenzen; im konkreten Fall sind der Drehbereich des Schwenkarms (F2-Achse) und der Drehbereich des Drehgelenks (F3-Achse) auf 320 Grad begrenzt.

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Blick auf den Pneumatikzylinder. (Foto: P. Springfeld)

Der Pneumatikzylinder wirkt dem Lastgewicht entgegen und sorgt für den Schwebezustand der aufgenommenen Last. So lässt sich über die gezielte Einstellung des Betriebsdrucks am Bedientableau das Lastgewicht exakt kompensieren.

Kollisionsfreie Tür-Entnahme
Nachdem die vier Saugergreifer an der Tür im Transportgestell positioniert sind, wird das Vakuum eingeschaltet. Aus Sicherheitsgründen sind zwei Saugerkreise vorhanden. Die Sauger sind so dimensioniert, dass selbst bei Ausfall eines Vakuumkreises die Tür von den beiden anderen Vakuumsaugern zuverlässig gehalten wird. Wenn die Sauger fest mit der Tür verbunden sind, überprüft der Bediener den zu jeder Tür zugeordneten Lastdruck, dann lässt sich die Tür schwerelos und kollisionsfrei aus dem Transportgestellt nehmen. Je nach Handhabungsaufgabe lässt sich das Umschlagsgut in jede beliebige Lage drehen und schwenken. Dazu besitzt der Posimat PB 80 eine Dreheinheit (Achse P). Wenn man in der gewünschten Position alle Bremsen aktiviert, lassen sich am freischwebenden Umschlagsgut Gütekontrollen oder zusätzliche Oberflächen- oder Montagearbeiten erledigen. Damit das Handhabungsgut für solche Tätigkeiten fest im Raum schwebt, hat Lissmac den Posimat PB 80 in allen Achsen mit extrastarken Kniehebelbremsen ausgestattet.

Zweihand-Sicherheitsprinzip
Die Sicherheitsschaltung verhindert zuverlässig das Lösen der Last im Schwebezustand. Die Last lässt sich nur lösen, wenn neben Taster „Vakuum Aus“ auch der „Zustimmtaster Vakuum Aus“ als Zweihand-Sicherheitsprinzip gedrückt wird. Bei Ausfall der Druckluft oder bei einem anderen Problem schließt das eingebaute Rückschlagventil bei einem Druck unter 5,4 bar. Dann ist im Sicherheitsspeicher noch so viel Druckluft vorhanden, dass die Last sicher abgelegt werden kann.

P. Springfeld/pb

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