Zentrierspanner

Antizyklisches Spannen

Überall in der Produktionstechnik schenken Betriebs- und Fertigungsleiter der Reduzierung von unwirtschaftlichen Nebenzeiten großes Augenmerk. Immer wieder richtet sich ihr Blick dabei auf die Optimierung der verwendeten Spannmittel.

Zentrierspanner

Ein namhafter Hersteller von Automotive-Vorrichtungen suchte beispielsweise eine präzise, effiziente Spanntechnik-Lösung für das vollautomatisierte Roboterschweißen von Bauteilen aus Stahlblech. Seine Wahl fiel auf den dynamischen Mehrebenen-Innenspanner von WPR. Dieses auch als Zentrierspanner bezeichnete System wird in vielen Varianten gefertigt, wobei WPR auf der Basis einiger Grundausführungen nahezu jeden Mehrebenen-Innenspanner als kundenspezifische Lösung realisiert.

Höhe und Durchmesser des Zentrierspanners sowie die Position seines Anschlagpunktes richten sich nach der konkreten Anwendung. Für die Roboterschweißanlage des Vorrichtungsbauers legte WPR seinen Zentrierspanner als manuelles Spannsystem mit zwei Ebenen aus – mit einer Besonderheit: Diese Ausführung spannt antizyklisch. Das bedeutet, dass die Spannung der beiden spiegelbildlich übereinander ausgerichteten und nacheinander über den Zentrierspanner „gestülpten“ Stahlblech-Halbschalen in zwei unabhängigen, kurz aufeinander folgenden Etappen erfolgt: Erst wenn die erste Spannebene die untere Schale festgesetzt hat, fixiert die zweite Spannebene die obere Schale.

Auf diese Weise richten sich die beiden Halbschalen beim Spannen immer exakt in der vertikalen Achse aus – und schafft damit die Grundvoraussetzung für die präzise und wiederholgenaue Fahrt des Punktschweiß-Roboters entlang der Außenkontur der Halbschalen.  pb

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