Handhabungsgeräte

Schlepperei war gestern

Handhabungsgerät für Mehrmaschineneinsatz. Handhabungsgeräte entlasten die Hebe- und Positionierprozesse im Werkstück- und Werkzeughandling. Zeilhofer zeigt ein mobiles Handhabungsgerät für die Bereiche Fertigung, Wareneingang, Verpackung und Versand.

Dieses pneumatisch arbeitende Handhabungsgerät ist mit einem Seilbalancer ausgestattet und bietet eine Tragkraft von 55 Kilogramm. Die Standsäule ist auf einer eigenstabilen Mobileinheit montiert, die sich autonom verfahren lässt. (Foto: Zeilhofer)

Der Hersteller Zeilhofer hat die Standsäule des Manipulators auf einer eigenstabilen Mobileinheit montiert, die sich autonom verfahren lässt und eine Stabilität in Abhängigkeit vom Arbeitsradius und von der aufzunehmenden Last garantiert. Zusätzlich ist eine Sicherheitssteuerung gegen Überlast integriert. Ein Führungsbügel unterstützt das manuelle Verfahren der Einheit. Wahlweise lässt sie sich auch mit einem Pneumatik-Antrieb ausrüsten. Kontaktleisten dienen dem Arbeitsschutz; sie sind rund um die Mobileinheit installiert und stoppen bei Berührung den Antrieb.

Der Hersteller hat das Gerät mit getrennten pneumatischen Antrieben sowohl für den Fahrmotor als auch für das Handhabungsgerät konzipiert. Die Versorgung mit Druckluft erfolgt über Schlauchaufroller, die am Boden oder deckenseitig so installiert werden, dass sie das mobile Handhabungsgerät entlang der Fahrstrecke begleiten. Günstig ist deshalb der Einsatz in reihenmäßig aufgestellten Maschinen, zum Beispiel bei Versand-, Montage- oder Lagereinrichtungen. Der mobile Manipulator wird nach Kundenwunsch entsprechend der zu erledigenden Aufgabe individuell konfiguriert. Dazu gibt es unterschiedliche Greifer und verschiedene Lastausgleichssysteme. Je nach Wunsch werden die Geräte mit Handgriff-Steuerungen, automatischen oder halbautomatischen Lastausgleichsystemen ausgestattet. Es lassen sich zudem Handhabungsgeräte mit Gelenkarmauslegern und starrer Lastführung auf die Mobileinheit setzen. Nicht zuletzt sorgen individuell angefertigte Lastaufnahmemittel für viele Anwendungsgebiete, etwa Automotive, chemische Industrie oder verarbeitende Gewerbe. Es stehen unterschiedliche pneumatische Greifer, Magnet- oder Vakuum-Aufnahmevorrichtungen sowie verschiedene mechanische Greifereinheiten zur Verfügung.

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Schwereloses Führen der Last
Das mobile Handhabungsgerät lässt sich auch mit einem Seilbalancer ausstatten. Beim Anwendungsbeispiel Kanister-Handling wird eine ausgeformte mechanische Greifereinheit verwendet. Die Bedienung erfolgt über zwei Tasten und Bremsschalter. Zur Handhabung der Last werden die Bremsen gelöst, die Greifereinheit am Handgriff des Kanisters positioniert und per Tasterbetätigung der Lastausgleich aktiviert – nun kann der Anwender die Last „schwerelos“ anheben. Das Gerät ist so ausgelegt, dass die Manipulation durch das schwerelose Führen am Umschlagsgut erfolgt – es bleibt in jeder gewünschten Raumposition frei schwebend stehen. So kann man sich das Bauteil von allen Seiten bequem ansehen, um beispielsweise Inspektionen durchzuführen oder Nacharbeiten zu erledigen. Durch das Prinzip des Führens an der Last lassen sich zum Beispiel schwere Werkzeuge schonend und kollisionsfrei in Werkzeugmaschinen einspannen. Dadurch wird das Umrüsten sicherer und schneller.

In allen Ausstattungsvarianten sei das sichere Arbeiten mit dem mobilen Handhabungsgerät gegeben, verspricht der Hersteller Zeilhofer. Die Bremsen fallen automatisch ein, wenn die Druckluft getrennt wird oder ein Energieausfall erfolgt. Auch beim Verfahren oder in Pausen werden die Bremsen betätigt, so dass unkontrollierte Bewegungen unterbleiben. Bei der Ausstattung mit pneumatischen Greifern lässt sich die Last erst lösen, wenn die Ablage detektiert ist. Die Druckluftversorgung erfolgt dann aus den ausreichend dimensionierten Druckluftspeichern. Bei Druckluftausfall sichern Rückschlagventile, dass die Druckluft im Speicher bleibt und nicht in die Leitung zurückfließt. Nicht zuletzt gehört zur Grundausstattung eine Überlastsicherung; sie verhindert es, eine Last aufzunehmen, die schwerer als die zulässige Tragkraft ist.     pb

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