Rohstoff-Handling in Papierfabrik

Säcke sicher im Griff

Der Jumboflex 50 unterstützt die Handhabung von Säcken und führt neben der Produktivitätssteigerung auch zu einer Arbeitserleichterung. Schmalz hat das Bedienelement auf Basis der Praxiserfahrungen gestaltet.

Der Jumboflex 50 unterstützt die Handhabung von Säcken und führt neben der Produktivitätssteigerung auch zu einer Arbeitserleichterung. Schmalz hat das Bedienelement auf Basis der Praxiserfahrungen gestaltet.

Tonnenweise fahren Gabelstapler Paletten mit schweren Säcken in die Werkshallen der Papierfabrik Koehler in Kehl am Rhein. Das Rohmaterial muss kommissioniert und dann an die Papiermaschinen transportiert werden. Früher erfolgte dies von Hand und unter hoher körperlicher Belastung der Mitarbeiter. Nun leistet eine Neuheit aus dem Hause Schmalz Abhilfe: Der Vakuum-Schlauchheber Jumboflex 50 sorgt für einen schnelleren Materialumschlag und entlastet die Mitarbeiter. Hier in Kehl werden auf leistungsfähigen Maschinen Thermopapiere, Selbstdurchschreibepapiere und Dekorpapiere produziert; Kunden sind Druckereien, Imprägnier- und Lackierbetriebe, Großhändler sowie namhafte Möbel- und Küchenhersteller. Um die Papiere einzufärben – etwa im Dekorbereich – sind spezielle Pigmente notwendig, die auf Basis von Eisenoxid gewonnen werden. Dieses Rohmaterial wird tonnenweise in schweren Säcken angeliefert und muss schnell kommissioniert und dann weiter an die Maschinen transportiert werden. Früher wurde das Material teils unter erheblicher Belastung der Mitarbeiter von Hand umkommissioniert und palettiert. Anschließend wurden die Säcke in den Produktionsbereich gefahren und dort wieder von Hand abgeladen. Bereits seit 2005 hat Koehler in Kehl einen Vakuum-Schlauchheber Jumbosprint 45 von Schmalz im Einsatz, der das Handling der Säcke spürbar schneller macht und die Gesundheit der Mitarbeiter schont. Durch die Produktionserweiterung und die gestiegene Papiervielfalt gelangte das Modell aber an seine Kapazitätsgrenzen.

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Staub und Schmutz – egal

Die Papierexperten machten sich auf die Suche nach einer geeigneten Handhabungslösung, um die Werker dauerhaft zu entlasten. Die Wahl fiel auf einen Schlauchheber von Schmalz, der im Praxiseinsatz auch unter rauen Bedingungen zuverlässig und sicher funktioniert. Immerhin arbeiten die Geräte bei Koehler in Umgebungen mit hoher Staubbelastung und beträchtlichem Verschmutzungsgrad. Somit wurde Ende 2011 schließlich ein weiterer Vakuum-Schlauchheber vom Typ Jumboflex 35 in der bestehenden Krananlage installiert.

Nahezu zeitgleich reifte bei Schmalz der Gedanke, die Produktreihe Jumboflex aufgrund der gestiegenen Marktnachfrage nach oben zu erweitern: Die Idee für den Jumboflex 50 mit Einhand-Bedienung und einer Traglast bis 50 Kilogramm war geboren. Im Zuge der Entwicklung des neuen Hebers ging Schmalz auf Koehler Kehl zu, denn aus Sicht des Vakuum-Spezialisten waren die Papierexperten der ideale Kandidat, um die Innovation in intensiven Feldtests und rauer Umgebung zu prüfen. Im März 2013 erhielt Koehler einen ersten Prototypen zum Einsatz im Produktionsalltag. Erkenntnisse aus den Feldtests flossen in die Produktgestaltung ein. So wurde beispielsweise die Haptik des Bedienelements auf Grund der Praxiserfahrungen noch einmal verbessert. Wenige Monate später installierte Schmalz bereits ein serienreifes Produkt, das die Mitarbeiter vollends überzeugte.

Mit einer Hand bedienbar

Der Jumboflex 50 handhabt kleine bis mittlere Lasten besonders schnell und ergonomisch. Das griffgünstige Bedienelement ist mit einer Hand bedienbar. Je nach Präferenz des Mitarbeiters ist Ein- oder Zweifingersteuerung sowie Rechts- oder Linkshandbedienung möglich. Unterschiedliche und schnell wechselbare Sauggreifer eröffnen ein breites Einsatzspektrum. Für die Handhabung von Säcken eignet sich der Rundsauggreifer mit spezieller Schürze zum Abdichten der Werkstücke. Die Hubgeschwindigkeit lässt sich je nach Praxisanforderung und Arbeitsanfall feinfühlig dosieren. Die optimierte Ergonomie des Jumboflex 50 ermöglicht den Mitarbeitern eine rückenfreundliche Arbeitshaltung. Das hält die Umschlagshäufigkeit auf einem dauerhaft hohen Niveau und reduziert krankheitsbedingte Ausfallzeiten.

Koehler schätzt die Neuentwicklung von Schmalz: Die Erfahrungen mit dem Vakuum-Schlauchheber seien durchweg gut, und der Einsatz des Jumboflex 50 habe zu einer deutlichen Produktivitätssteigerung und spürbaren Arbeitserleichterung geführt. Die Arbeit gehe den Werkern jetzt leichter von der Hand, weil die Ergonomie besser ist und Belastungen von Rücken und Gelenken verringert werden konnten. Trotz der schnellen Handhabungsabläufe werde ein hoher Sicherheitsstandard erreicht.

pb

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