Handhabungs-Einheit

Extra für Kleinteile

Handhabungs-Einheit Minispin für kleine Dinge. IEF-Werner hat mit der Minispin-Baureihe eine kompakte und hochdynamische Einheit entwickelt, um Komponenten mit einem Gewicht bis 20 Gramm schnell handhaben zu können. Anwendungsgebiete sind Pick-&-Place-Aufgaben in der Uhren-, Glas- oder Elektroindustrie sowie in der Feinmechanik.

Minispin ist eine kompakte und hochdynamische Handhabungseinheit für Komponenten bis 20 Gramm. Der Hebelarm kann über einen pneumatisch betriebenen Drehverteiler mit Vakuum- oder mit Druckluft betrieben werden. (Foto: IEF-Werner)

Basis dieser Minispin-Baureihe ist ein Hebelarm, der an der Antriebswelle der Motor-Getriebe-Kombination angebracht ist. An seinem Ende ist an einer drehbar gelagerten Schnittstelle eine Pinole angeschraubt. Bei der Basisversion wird diese Pinole durch einen Zahnriemen zwangsgeführt. Damit ist sie während der Drehbewegung des Hebelarms stets vertikal ausgerichtet. Der Hebelarm lässt sich über einen pneumatisch betriebenen Drehverteiler mit Vakuum- oder Druckluft betreiben; damit kann der Anwender sowohl einen Saug- als auch einen pneumatischen Parallelgreifer an der Pinole anbringen. Die Leitungen für die Medien sind im Hebelarm integriert. Der Hersteller konzipiert die Flächengreifer kundenspezifisch. Damit der Greifer die Bauteile sicher erkennt, lässt sich dieser mit speziellen Vakuumschaltern oder Schnellschaltventilen ausstatten. Und weil der Drehverteiler modular aufgebaut ist, kann der Minispin kopfüber oder spiegelbildlich angebaut werden.

Die Ausführung Minispin plus ist mit einem zweiten Servomotor ausgestattet, der die Pinole antreibt. Damit lässt sich diese frei und unabhängig positionieren – während sich der Hebelarm dreht. Durch den zusätzlichen Freiheitsgrad kann die Einheit zum Beispiel ein Bauteil aus der Palette entnehmen und es während der Bewegung für eine Kamera-Inspektion in die passende Lage drehen. Ein spielfreies Planetengetriebe sorgt für eine hohe Positioniersteifigkeit. Bei der technischen Auslegung haben die Entwickler Wert auf das Regelverhältnis zwischen externem Massen- und Motorträgheitsmoment gelegt. Damit wird ein Überschwingen des Hebelarms in den Übergabepositionen vermieden.

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Bei dieser Baureihe sind hochdynamische Servomotoren mit Absolutwertgebern eingesetzt. Eine zusätzliche Sensorik zur Referenzpunkterfassung sei nicht erforderlich, informiert IEF-Werner. Um ein Absinken des Hebelarms im stromlosen Zustand zu vermeiden, sind die Motoren mit Haltebremsen ausgestattet. Nur ein Kabel mit Schnellkupplungssystem wird benötigt, um sie mit sämtlichen Funktionen zu versorgen. Die Servomotoren arbeiten energieeffizient: Im Dauerbetrieb werden maximal 60 Watt Antriebsleistung benötigt; das entspricht einer konventionellen Glühbirne.

Anwender können die Handhabungseinheit separat als auch kombiniert mit Lineareinheiten einsetzen. In Verbindung mit direkt angetriebenen Linearachsen – zum Beispiel Euroline von IEF-Werner – lassen sich hochdynamische Handlingsysteme realisieren. Hierzu stehen Adapterplatten für die verschiedenen Lineareinheiten zur Verfügung. Der Anbieter bietet für die Minispin-Baureihe drei standardisierte Hebellängen 52,5, 87 und 151,5 Millimeter an. Der Hersteller übernimmt die Taktzeitberechnung der kundenspezifischen Applikation sowohl für den Minispin als auch für komplexe Mehrachssysteme; Vorversuche setzen die Ingenieure binnen weniger Tage um. pb

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