Liongrip

Fünf Gelenke für schwere Lasten

Handling für komplizierte Fälle. Das Handlinggerät Liongrip von Hofpartner – ein Auslegearm mit fünf Gelenken und Greifvorrichtungen – ermöglicht das Versetzen, Einlegen und Schwenken von Lasten mit bis zu 150 Kilogramm. Eine Steuerungssoftware bietet bei zerbrechlichen Lasten Sicherheit.

Mit dem Liongrip lassen sich Wickelwellen von bis zu 150 Kilogramm außermittig anheben. Die Belastung verteilt sich auf den gesamten Schwenkarm und die Säule. (Bild: Krämer)

„Wickelwellen müssen äußerst stabil sein, weswegen sie natürlich sehr schwer sind“, erklärt Bernd Krämer, der Geschäftsführer von Krämer, das im Kerngeschäft Wickelwellen herstellt. „Unsere Kunden klagten oft über Arbeitsausfälle und starke Fluktuation des betroffenen Personals. Beim Handling stellen Wickelwellen ein erhebliches Problem dar“, so Krämer weiter. Ihr großes Gewicht erschwert die Handhabung und auch der Rücken des Mitarbeiters wird stark belastet. Hinzu kommt, dass der Mitarbeiter beim Einsetzen der Wickelwelle einen ungünstigen Wirkungsgrad in Kauf nehmen muss, da die Welle nur außermittig angehoben werden kann. Die Verwendung gewöhnlicher Handlinggeräte ist hier meist ausgeschlossen: Üblicherweise sind sowohl Gelenke als auch Schwenkarm nicht für die zusätzliche Belastung als Folge der nachteiligen Hebelwirkung ausgelegt. Auf der Suche nach einer Lösung stieß das Unternehmen auf Hofpartner und Liongrip, einen Säulenmanipulator, der flexibel einsetzbar ist.

Sein bis zu vier Meter langer, an einer stationären Säule angebrachter Tragarm hat fünf Gelenke und deckt einen Radius von mehr als 400 Grad ab. Mühelos lassen sich Lasten von bis zu 150 Kilogramm anheben. „Die Traglast wird nicht nur von einem einzigen Gelenk abgefangen, stattdessen verteilt sich die Belastung auf den gesamten Schwenkarm und die Säule“, erläutert Krämer. Dabei erreicht der pneumatisch unterstützte Säulenmanipulator Höhen von 1,50 Meter. Spezielle Greifer können außerdem die Wickelwellen außermittig anheben sowie Rollen problemlos wenden und schwenken.

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Software als Überlastsicherung
Das Heben und Senken der Last steuert der Mitarbeiter durch einen drucksensiblen Schalthebel am Schwenkarm. Die horizontale Bewegung hingegen führt der Mitarbeiter selbst aus. Zusätzlich wird er dabei durch die eingebaute, selbstentwickelte Software unterstützt. Sie reguliert den Druck, der auf die Lasten wirkt, und verhindert, dass das Gerät versehentlich während des Betriebs ausgeschaltet wird. Außerdem dient die Software als Überlastsicherung und gleicht Druckluftausfälle aus. Auf diese Weise sollen der Schutz der Mitarbeiter, der Lasten und des Liongrip gewährleistet werden.

Für andere Verwendungsbereiche können statt eines Rollenwenders oder -greifers auch Aufnahmevorrichtungen wie Gabeln, Zangen, Elektromagnete oder Vakuumsauger angebracht werden. Somit lassen sich selbst unförmige oder leicht zu beschädigende Gegenstände wie Werkzeuge, Glasplatten oder Solarpanele anheben, drehen und schwenken. Da keine Verschleißteile verbaut sind, ist nur etwa einmal im Jahr eine Wartung nötig. as

Halle 7, Stand 7431

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