Drohnengreifer von Röhm

Das Werkzeug kommt per Drohne

Der Drohnengreifer von Röhm ermöglicht den mannlosen Transport von Werkzeugen oder sonstigen Erzeugnissen in Produktionshallen. Er entstand in Kooperation mit dem Fraunhofer IAO und den Industrie-4.0-Experten von Digital Worx.

Röhm zeigt mit seinem Drohnengreifer, was künftig in der innerbetrieblichen Logistik möglich ist. (Bild: Röhm)

Drohnen zeigen Bilder aus beeindruckenden Perspektiven und liefern Pakete aus. Künftig werden sie noch viel mehr an Unterstützung aus der Luft bieten. Die Möglichkeiten sind nahezu unendlich und vieles, was in Zukunft selbstverständlich sein wird, scheint heute noch nicht vorstellbar. Dabei genügt es bei anspruchsvollen Handlingaufgaben nicht nur, dass die Drohnen von einem Punkt zum nächsten fliegen. Sie müssen darüber hinaus weitere Aufgaben erfüllen. So müssen Waren beispielsweise zuverlässig und passgenau gegriffen und innerhalb kürzester Zeit mannlos verteilt werden. Diese Herausforderung stellt sich auch in Fertigungsbetrieben weltweit.

Indirektes und direktes Greifsystem

Dass dies bereits Realität sein kann, zeigt Röhm mit seinem neuen Drohnengreifer – und bietet darüber hinaus weitere Features, die man für effektives Arbeiten und einfache Bedienung braucht: Für vielseitige Einsatzmöglichkeiten hat der Greiftechnik-Spezialist ein indirektes und ein direktes Greifsystem im Programm. Beim indirekten Greifsystem fliegt die Drohne mit dem montierten Greifer das mit einem Adapterring versehene Objekt an. Das können beispielsweise rechteckige Behältnisse sein. Mit den optionalen Endschaltern, welche zu drei mal 120 Grad um den Greifer angeordnet sind, ist eine Überprüfung der korrekten Position des Greifers möglich. Sobald alle drei Endschalter ein Signal senden, hervorgerufen durch die Auflage auf den Adapterring, kann der elektrisch angetriebene Servomotor angesteuert werden.

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Beim direkten Greifsystem fliegt die Drohne mit dem montierten Greifer das Objekt direkt und zielgenau an. Dabei wird die Drohne vorher genau positioniert. Bei der Landung wird das Eigengewicht der Drohne durch eine zentral angebrachte Dämpfung abgefedert und sorgt für ein sanftes Aufsetzen der Drohne und gleichzeitig liegen die gekrümmten Greifflächen frei. Das Ausschwenken der Greifarme wird vom Servomotor geregelt. Einführschrägen an den Greiferarmen unterstützen den Greifvorgang.

Der Drohnengreifer von Röhm ermöglicht den mannlosen Transport von Werkzeugen oder sonstigen Erzeugnissen in Produktionshallen. (Bild: Röhm)

Für einen reibungslosen Betriebsablauf ist keine Schmierung erforderlich und der langlebige Servoantrieb erfolgt elektrisch. Zum sanften Andocken auch an empfindliche Teile ist ein integriertes Dämpfungssystem enthalten. Außerdem können die Greiferbacken individuell angepasst werden. Die Backen werden von Röhm im additiven Verfahren gedruckt. So können selbst komplexe Formen gegriffen werden. Röhm bietet eine teilweise Selbstzentrierung an, die das Handling noch einfacher machen.

Logistikdrohnen werden nicht in jedem dieser Bereiche die einzige und ultimative Lösung darstellen, doch sie können in vielen Fällen den „Mix“ aus Liefermöglichkeiten sinnvoll erweitern. Auf mitunter großflächigen Firmengebäuden können die Drohnen täglich „Auslieferungsflüge“ übernehmen. Das autonome Navigieren in Indoor-Umgebungen stellt durch die hohe Komplexität und Dynamik der Umgebung eine große Herausforderung dar. as

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