Chargierstation

Zwei Schritte

gleichzeitig

Hebetechnik für schwere Teile.

Bodycote im französischen Magny-Cours veredelt Teile für den Rennsport. Für das präzise Handling setzt das Unternehmen eine Chargierstation ein.

Bei Bodycote werden Teile – zum Beispiel Formel-1-Motoren und Turbinenschaufelräder – mit sehr hoher Dichte gefertigt. Dabei wird Metallpulver nach dem Verfahren des heißisostatischen Pressens – bei hohen Temperaturen unter hohem Druck – in Form gebracht. Die dazu nötigen Werkstückformen werden auf angepasste Werkstückträger gelegt und eingekapselt. Die Kapsel wird dann für mehrere Stunden einem allseitig wirksamen isostatischen Druck ausgesetzt. Zum reibungslosen Be- und Entladen dieser Formen benötigte Bodycote eine Lösung, die räumliche Gegebenheiten berücksichtigt, den Prozess für den Mitarbeiter erleichtert und gleichzeitig das Handling einer Last bis zu zwanzig Tonnen millimetergenau und zuverlässig ermöglicht. Alfatec hatte mit einer individuell konzipierten Chargierstation samt Hebetechnik die richtige Antwort parat.

Basis sind zwei Spindelhubwerke, die parallel be- und entladen werden. Das spart Zeit und erhöht die Produktivität. Während auf der einen Seite der Mitarbeiter den bestückten Werkstückträger zum Abholen bereit macht, empfängt er auf der anderen Seite die Ofenhaube zum Entladen. In der Ofenhaube befinden sich die Teile, die in der Druckkammer veredelt werden; der An- und abtransportiert der Hauben geschieht mit dem Hallenkran.

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Spindelhubwerke ermöglichen optimale Arbeitshöhe

Die Chargierträger werden mit Hilfe der Spindelhubwerke in den Boden eingelassen und können bis zu drei Meter versenkt werden. Für den Mitarbeiter ist somit immer eine optimale Arbeitshöhe möglich – das schont Gelenke und Sehnen und fördert ermüdungsfreies Stehen an der Station. Hebetechnik, Chargierstation und Kran sind aufeinander abgestimmt. Bei der Entladung setzt der Kran die Ofenhaube auf dem Chargierträger ab – die Hebetechnik ist in Position. Sie umfasst die Ofenhaube, hält sie beim Absenken der Bodenplatte und fährt gleichzeitig nach oben. So wird die Haube vom Werkstückträger getrennt. Quasi ohne Boxenstopp schwenkt die Hebetechnik die abgenommene vier Tonnen schwere Haube über die Ladung zum zweiten Spindelhubwerk. Dort steht der bestückte Werkstückträger. Ein umgekehrter Prozess findet nun statt: Die Bodenplatte fährt nach oben und die Hebetechnik nach unten, bis die Haube auf dem Werkstückträger passgenau abgesetzt wird. Rund zwanzig Tonnen Last muss Alfatec in diesem Fall millimetergenau steuern.

Die Chargierstation mit einer Hub-Drehstation und den beiden Spindelhubwerken für schwere Lasten kommt mit wenig Platz aus – drei auf fünf Meter – und absolviert praktisch zwei Schritte gleichzeitig. Auch die Führungen und Rollen müssen dabei höchste Qualität bieten. Sensoren überwachen den gesamten Ablauf und sorgen für die hohe Präzision.

pb

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