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Artikel und Hintergründe zum Thema

Bus-Box versorgt bis zu vier Handhabungskomponenten

50 Jahre im Einsatz

Die Bus-Box der Zimmer Group wird einfach wie eine Ventilinsel angeschlossen und kann bis zu vier Aktoren mit Steuerungsdaten und elektrischer Energie versorgen.

Ein Aktor bedient vier Greiferkomponenten - und das über ein ganzes Arbeitsleben von 50 Jahren, hat der Hersteller errechnet. (Foto: Zimmer)

An die neue BusBox, die von der Zimmer Group unter der Produktmarke Sommer-automatic vertrieben wird, können bis zu vier elektrische Aktoren der Serie 9000 angeschlossen werden - so einfach wie an eine Ventilinsel. Zum Schaltschrank oder der Steuerung läuft nur noch ein einziges Anschlusskabel für die Bus-Box. Damit wird der Aufwand für Verlegung, Anschluss und Wartungsaufgaben erheblich reduziert. In die Bus-Box ist auch ein Energiespeicher integriert, der die Stromversorgung vereinfacht. Statt an jeden elektrischen Aktor ein eigenes Netzteil mit fünf Ampere Leistung anzuschließen, werden alle angeschlossenen Aktoren direkt aus der Bus-Box versorgt. Im Normalfall genügt es, lediglich die Box an ein Netzteil mit einer Leistung von fünf oder zehn Ampere anzuschließen. Der integrierte Energiespeicher versorgt dann bis zu vier Aktoren während der Arbeitsphasen mit dem benötigten Strom und wird in den Ruhephasen aus dem Netzteil nachgeladen. Das spart Investitionen in die Netzteile, reduziert zusätzlich zu den Ausfallrisiken auch den Wartungsaufwand und senkt gleichzeitig den Verkabelungsaufwand.

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Steuerung per Feldbus
Die Profibus-Anbindung, die längerfristig auf Profinet und Ethercat erweitert werden soll, bietet alle Vorteile einer digitalen Ansteuerung. Der Nutzer kann damit auf jeden Parameter der Aktoren zugreifen. So kann die Temperatur im Aktor ausgelesen werden, um zum Beispiel Störungen frühzeitig zu erkennen. Der Zykluszähler gibt gleichzeitig exakte Auskunft über die erreichte Zyklenzahl und eröffnet damit neue Möglichkeiten für die vorbeugende Wartung. Der Aktor-Status (zum Beispiel offen oder geschlossen) wird direkt an die Steuerung gemeldet und muss nicht erst über einen Blinkcode am Aktor abgelesen werden. Die Fensterbreite von Base-, Work- und Teach-Positionen lässt sich beliebig einstellen, auch mit einer vorgegebenen Schwankungsbreite. Der Greifer meldet dann das Erreichen der Greifposition nich nur an einem definierten Punkt, sondern innerhalb einer gewissen Toleranzgrenze - ein Merkmal, das vor allem beim Greifen elastischer oder biegeschlaffer Teile von Vorteil ist.

Die Bus-Box kann alle elektrischen Aktoren der 9000er-Baureihen ansteuern, also neben den Vereinzelern der Baureihe VEE9200 auch die Nadelgreifer HEN9100 sowie die Parallelgreifer GEP9000. Diese Greifer eignen sich für alle Automatisierungsaufgaben, bei denen es sowohl auf kurze Zykluszeiten als auch auf einen geringen Energieverbrauch ankommt - also vor allem in der Handhabung von Kleinteilen und bei der Bewältigung großer Stückzahlen. Sie bringen je nach Baugröße Greifkräfte bis 26 Newton auf, schaffen bis zu 250 Zyklen pro Minute und sind bei ihrer Nenngeschwindigkeit von 200 Zyklen pro Minute in der Lage, volle 30 Millionen Zyklen ohne Wartung zu bewältigen - das reicht für bis zu 50 Jahre pausenlosen Einsatz. Diese Lebensdauer ist ebenso wie die Geschwindigkeit dem Funktionsprinzip zu verdanken: In den Greifern arbeitet ein praktisch verschleißloser Tauchspulenantrieb, bei dem die Tauchspule keine Berührung mit der Innenwand hat und es daher auch keine mechanische Abnutzung gibt. Die Ingenieure von Zimmer haben die elektromagnetischen Eigenschaften der Spule so eingerichtet, dass sie bei geringem Energieverbrauch hohe Kräfte aufbringen kann. Die Kinematik wurde gleichzeitig robust und leichtgängig konstruiert.  bw

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