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Promod - Junge Branche mit rasanter Entwicklung

Geschichte des Rapid Prototyping: Vom Urmodell zur Kleinserie – Promod hat die Quantensprünge im Prototypenbau dokumentiert.

Gerade einmal zweieinhalb Jahrzehnte jung ist diese schnelllebige Branche, die die Entwicklung und Fertigung von Produkten revolutioniert hat. Und doch ist das Rapid Product Development (RPD) zu einem unverzichtbaren Bestandteil der meisten Prozessketten auf der Welt geworden. Promod hat die sogenannte „rasche Produktentwicklung“ von Anfang an begleitet und im Bild dokumentiert.

Daraus ist ein umfangreiches Fotoarchiv mit über 2.000 Bildern von Norbert Schmidt, dem Gründer des Prototypenzentrums in Horb, entstanden. Denn als der Maschinenbau-Ingenieur Ende der 80er Jahre erstmals mit den neuen generativen Technologien zum Herstellen von Prototypen und Kleinserien in Berührung kam, ließ ihn die Faszination des modernen Modellbaus nicht mehr los. Wenige Jahre später machte er sich selbstständig, um Promod zu einem der führenden Systemdienstleister für alle RPD-Bereiche zu entwickeln. Heute leitet er das Unternehmen gemeinsam mit seinem Sohn Florian Schmidt, der mit der Produktion von Kleinserien ein weiteres, wichtiges Standbein für Promod und dessen Kunden aufgebaut hat.

Als die Geburtsstunde der Stereolithografie (STL) schlug, standen die Modellbauer zwar bei einer revolutionären Fertigungstechnik Pate, doch zugleich forderte diese ihnen auch alle Erklärungskünste ab. Kaum jemand konnte sich vorstellen, dass die neue Technologie die Produktentwicklung tatsächlich maßgeblich beeinflussen würde. Die Baugrößen waren anfangs beschränkt, die Auflösung in allen Achsen bei rund einem Hundertstel Zoll und die Materialien noch hart und spröde. Doch die Produktionsverfahren blieben nicht auf der ersten Entwicklungsstufe stehen; sie entwickelten sich wie die Bauräume weiter und werden auch die Zukunft prägen. Vor allem in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten hat sich sehr viel getan. Der Einsatz von Materialien ist vielfältiger geworden. Sie sind heute anpassungsfähiger, und auch die Auflösung hat sich deutlich verbessert.

Doch parallel dazu sind auch die Anforderungen an die generativen Fertigungsverfahren und damit an die Prototypenbauer deutlich gewachsen. Ein Funktionsmuster muss heute mehr können und sollte bestenfalls gleich mit dem Werkstoff hergestellt werden, der bei der späteren Serie eingesetzt wird. Es werden immer kürzere Reaktions- und Lieferzeiten eingefordert. Die Anzahl der Musterphasen verkürzt sich. Während sich einige Methoden im Rapid Prototyping als nicht so praktikabel erweisen; haben sich andere zum Standard entwickelt. Dazu gehört beispielsweise die Stereolithografie, also die Aushärtung von lichtempfindlichen Kunstharzen mit Hilfe eines Laserstrahls. Sie ist nach heutigem Stand der Technik zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Prototypenbaus geworden. Die Fertigung geht jedoch weit über den eigentlichen Prototypenbau hinaus.

Die Fotostrecke der Dokumentation beginnt 1993. Damals hatte Norbert Schmidt sein Prototypenzentrum gerade am Markt etabliert. In der Anfangsphase hatte sein Team allerdings mit Schwierigkeiten zu kämpfen, die man so gar nicht bedacht hatte. Vor allem gab es zu Beginn der 90er Jahre noch zu wenig 3D-Daten, um die Vorbereitung der Produktion am Bildschirm zu ermöglichen. So mussten die promod-Ingenieure ihren ersten Auftrag, das Optik-Gehäuse einen Maschinenbauers mit den Maßen 38 mal 17 mal 18 Millimeter beispielsweise mit recht bescheidenen Möglichkeiten realisieren.

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