1 von 42

Industrieroboter - Technik für den Menschen

Seit gut drei Jahrzehnten sind Industrieroboter fester Bestandteil der Automatisierung. Sie übernehmen zum Beispiel monotone, stets wiederkehrende Arbeitsschritte, etwa bei der Fertigung am Band, oder sie leisten anstelle des Menschen gefährliche oder körperlich schwere Arbeit. Vor allem die Erfordernisse hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, Effizienz und Qualität, etwa Flexibilität, Präzision, Schnelligkeit und Wiederholgenauigkeit, sind Argumente für den Einsatz des Roboters in der industriellen Fertigung. Industrieroboter sind wesentliche Bestandteile von Handhabungs- und Materialflusssystemen in der Produktion; es sind unterschiedlich aufgebaute und konstruktiv verschieden ausgeführte Maschinen: Man unterscheidet die Bauarten Portalroboter, Knickarm- oder Gelenkarmroboter, Scara-Roboter, Parallelroboter oder Pendelarmroboter. Je nach Aufgabenstellung leistet der jeweils geeignete Endeffektor die eigentliche Arbeit, und der Roboter selbst in seiner Bauweise, Größe und Beweglichkeit ist nur Mittel zum Zweck des Führens von Effektoren - das sind zum Beispiel Greifer für die Objekthandhabung, Dosiersysteme für Kleber oder Labormaterial sowie Schweißköpfe in der Metallbearbeitung. Für die Aufgabenbearbeitung ist auch die Tragfähigkeit des Roboters ausschlaggebend. Mit der Robotersteuerung erhält die Maschine ihre Bewegungsvorgaben - die Steuerung gibt die eindeutige Orientierung und Positionierung des Endeffektors vor. Zu steuern sind die Lage des Endeffektors in seiner Umgebung, die Bewegungskoordination des Greiferführungsgetriebes, die Koordination des Werkobjekts sowie die Kollisionsfreiheit der bewegten Elemente. Über diverse Sensorik erhält das Robotersystem Informationen über sich und seine Umgebung - etwa Lageerkennung von Teilen, Kraftsteuerung, Greifkrafterkennung, Bewegungsüberwachung, Positionserkennung. pb

Foto: Copyright © 2014 Petra Born

Weiterführende Informationen: Stefan Hesse / Viktorio Malisa: Robotik, Montage, Handhabung. Fachbuchverlag Leipzig im Carl Hanser Verlag, 2010. ISBN 978-3-446-41969-8

1 von 42